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Kommunalwahl 2020: Ziel für Alexander Gilles ist ein ausgeglichener Haushalt

Kommunalwahl 2020 : Ziel für Alexander Gilles ist ein ausgeglichener Haushalt

Der General-Anzeiger stellt die Kandidaten im Rhein-Sieg-Kreis vor, die bei der Wahl im September antreten. Alexander Gilles (FDP) sieht als weiteren Schwerpunkte Bildung und Infrastruktur.

Der Kandidat Alexander Gilles (FDP)

Eigentlich stand Alexander Gilles für die FDP auf Listenplatz 2 bei der Kommunalwahl. Durch den Rückzug von Spitzenkandidatin Bianca Daubenbüchel aus persönlichen Gründen findet sich der Villiper nun auf Platz 1. Eine Entscheidung, die er gerne angenommen hat.

Schon seit drei Jahren engagiert er sich in der Kommunalpolitik, gehört also mit erst 28 Jahren im nett gemeinten Sinne zu den jungen Wilden der Wachtberger FDP. Warum er sich ehrenamtlich in der Politik engagiert, begründet er wie folgt: „Wenn man nicht mitentscheidet, entscheiden andere!“ Von Beruf ist er Technischer Mitarbeiter und hier spezialisiert auf Planung und strategische Entwicklung. Nicht die schlechtesten Kompetenzen für die Partei- und Fraktionsarbeit, der er sich verpflichtet fühlt. Als Schwerpunkte seiner Arbeit gibt er Digitalisierung und Infrastruktur an.

Gilles ist ledig und hat keine Kinder. Neben der Politik beschäftigt er sich in seiner Freizeit mit dem Angelsport, er mag Städtereisen und schießt bei den St. Sebastianusschützen Villip. Das übrigens ziemlich gut, was sich unter anderem 2015 im Titel des Schützenkönigs seines Vereins ausdrückte. Zudem hält er sich in Wachtberg gerne dort auf, wo Freunde und Bekannte anzutreffen sind. Als Vorbild gibt er den verstorbenen, früheren FDP-Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle an.

Die Gemeinde steht kurz vor einem Haushaltssicherungskonzept. Wie wollen Sie das verhindern?

Wir sehen eine mit Härte fortzuführende Bemühung in der Rückführung des strukturellen Defizits des Haus­halts. Die drastischen finanziellen Auswirkungen durch Corona sind weitere neue Herausforderungen. Aufgrund der drohenden Haushaltssicherung werden wir uns dem Thema Haushalts­einnahmen stellen müssen. Nicht notwendige Ausgaben müssen in Zukunft auf den Prüfstand. Das kann auch bedeuten, eine Grundsteuererhöhung zu planen, bevor uns die Haus­halts­aufsicht zu einer stärkeren Erhöhung zwingt.

Welches sind die drei dringlichsten Themen in Wachtberg und warum?

Neben der Konsolidierung des Haushalts steht für uns Bildung und Infrastruktur ganz oben, dabei hat die Weiterentwicklung des Angebots in Wachtberg eine hohe Priorität. Bildung heißt in die Zukunft investieren. Das betrifft auch die Verbesserung der Infrastruktur und das Bereitstellen digitaler Lernmittel. Die profilierte Gemein­­schafts­­schule ist auch aufgrund ihrer Zusammen­arbeit mit Ausbildungs­­betrieben sehr anerkannt und bietet Über­gänge in weiterführende Schulformen an. Wir sind stolz, dass sie den Namen des Wachtberger Ehrenbürgers und großen FDP-Außenministers Hans-Dietrich Genscher trägt.

Auf welchen Erfolg würden Sie in fünf Jahren gerne zurückblicken?

Es ist noch zu früh, um jetzt schon zurückzublicken. Ich bin aber überzeugt, dass wir personell gut aufgestellt sind und erfolgreich wirken können. Wichtig ist für mich, dass wir mit einem guten Programm starten werden. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass wir nicht der Partei dienen. Wir sind dem Allgemeinwohl der Gemeinde verpflichtet, bedeutet für uns auch, kompromissbereit zu sein. Wenn alle das befolgen, werden wir gemeinsam unsere Ziele für Wachtberg erreichen. Priorität hat für uns als FDP ein ausgeglichener Haushalt.