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Wechsel bei der Feuerwehr in Niederbachem: Zwei neue Chefs für die Löschgruppe

Wechsel bei der Feuerwehr in Niederbachem : Zwei neue Chefs für die Löschgruppe

Mit Stephan Schlieber und Benjamin Budinger hat die Niederbachemer Feuerwehr ein neues Führungsduo. Die beiden lösen die langjährigen Wehrleiter Rainer Kirchner und Jörg Fischer ab. Alle Feuerwehrleute im Rhein-Sieg-Kreis haben laut Vize-Kreisbrandmeister Markus Zettelmeyer ein Impfangebot.

Langsam aber sicher gewinnt auch die Wachtberger Feuerwehr trotz Corona-Krise wieder ein wenig mehr Alltagsleben zurück. Dazu gehörte jetzt die seit Anfang des Jahres verschobene Neubesetzung der Niederbachemer Löschgruppe, der größten Einheit der Gemeindewehr: Stephan Schlieber heißt der neue Löschgruppenführer und Benjamin „Benny“ Budinger sein Stellvertreter. Beide treten die Nachfolge der langjährigen Führungskräfte Rainer Kirchner und Jörg Fischer an.

Angesichts deutlich gesunkener Inzidenzahlen im Rhein-Sieg-Kreis hatte Wehrführer Markus Zettelmeyer endlich zu der Anhörung einladen können. Auf der hatte sich laut Zettelmeyer „schnell und unkompliziert“ eine Mehrheit für die Neubesetzung der Löschgruppenführung abgezeichnet. Kein Wunder: Der neue Löschgruppenführer Stephan Schlieber ist, wenn man so will, ein Niederbachemer durch und durch. Einziger Makel: Er wurde in Oberbachem geboren, wohnt aber nun schon lange Zeit im Ort. Der 41-Jährige arbeitet als Mechatronikermeister für Landmaschinen und gehört seit 1990 der Löschgruppe Niederbachem an.

Ähnlich verwurzelt ist sein 26-jähriger Stellvertreter. Benny Budinger stammt aus Niederbachem, ist Notfallsanitäter bei der Stadt Bonn und seit 2004 Angehöriger der Löschgruppe. Die besteht aus aktuell 39 Aktiven, 20 Jugendlichen und 14 Mitgliedern der Ehrenabteilung. Was dem neuen Führungsduo nach seiner Ernennung durch den Kopf ging? „Dass wir in verdammt große Fußstapfen treten“, brachte es Budinger sofort auf den Punkt.

Ehrungen auch für weitere Feuerwehrleute

Gemünzt war das auf das bisherige Führungspersonal. Seit mehr als 20 Jahren hat Rainer Kirchner zusammen mit seinem Vize Jörg Fischer die Geschicke der Löschgruppe Niederbachem bestimmt, beide zählen zu den erfahrensten Wehrmännern im Ländchen. Nicht von ungefähr ehrte sie Zettelmeyer am Rande der Anhörung: Kirchner konnte sich über das silberne Feuerwehrehrenkreuz freuen, Fischer über das bronzene. Weitere Personen, die ausgezeichnet wurden: Richard Müller, der 35 Jahre dabei ist, sowie Marc John und Danny Mathey, die seit 25 Jahren aktiv sind.

Wehrführer Zettelmeyer ist guter Hoffnung, weitere, längst fällige Anhörungen noch vor den Sommerferien in drei weiteren Löschgruppen abhalten zu können: Nämlich in Pech, Fritzdorf und Villip. Auch dort gilt es, Führungspersonal neu zu besetzen, beziehungsweise einzelne Positionen. Allein die Entscheidung über die neue Wehrführung für die gesamte Wachtberger Feuerwehr wird sich aus organisatorischen Gründen noch bis in den Herbst hineinziehen, glaubt Zettelmeyer. Wie berichtet, wollen er und sein Stellvertreter, Markus von Wirtz, nach fast 20 Jahren im Amt ebenfalls den Stab an Nachwuchs-Führungskräfte übergeben.

Die sich bessernde Corona-Lage eröffnet der Wachtberger Feuerwehr auch in anderer Hinsicht noch Handlungsspielräume. So kann laut Zettelmeyer der Übungsbetrieb für die aktive Wehr wieder aufgenommen werden, allerdings nur in Kleingruppen von maximal zehn Personen, Genesene, Geimpfte und negativ Getestete werden dabei nicht mitgezählt. Ebenfalls wieder los geht nach Pfingsten der Übungsbetrieb für die Jugendfeuerwehr in Gruppen von bis zu zehn Personen. Stichwort "Geimpft": Zettelmeyer, der auch Vize-Kreisbrandmeister ist, sagt, dass alle Wehrleute im Rhein-Sieg-Kreis ein Impfangebot bekommen haben. "Bis Ende Juni sind 80 Prozent der Aktiven geimpft", lautet seine Prognose.