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PKW prallt gegen Bus: Zwei Tote bei schwerem Unfall in Wachtberg

PKW prallt gegen Bus : Zwei Tote bei schwerem Unfall in Wachtberg

Zwei Menschen sind am Dienstagnachmittag bei einem schweren Verkehrsunfall in Wachtberg-Berkum ums Leben gekommen. Fünf weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

Wie die Bonner Polizei mitteilte, stieß ein Auto auf der Straße zwischen den Wachtberger Ortsteilen Berkum und Villip auf dem Wachtbergring frontal mit einem Linienbus zusammen. Während des großen Rettungseinsatzes kam neben mehreren Notärzten, der Feuerwehr und sieben Rettungswagen auch ein Rettungshubschrauber zum Einsatz.

Für den 58 Jahre alten Fahrer des VW-Passats kam nach dem Zusammenstoß jede Hilfe zu spät. Wie die Polizei am Abend mitteilte, wurde der Mann zwar noch von einem Notarzt behandelt, den andere Verkehrsteilnehmer herbeigerufen hatten. Er starb jedoch hinter dem Steuer seines Wagens, wo er eingeklemmt war. Mit im Auto saßen zwei Frauen. Eine von ihnen, seine 78-jährige Mutter, starb nach Angaben der Polizei später in einem Krankenhaus. Die 51-jährige Ehefrau wurde schwer verletzt.

Im Linienbus, in dem sich nach Angaben der Beamten insgesamt vier Personen befunden hatten, wurden neben dem 52-jährigen Fahrer noch zwei Fahrgäste im Alter von 19 und 22 Jahren leicht verletzt. Eine 54-jährige Frau aus dem Bus erlitt laut Polizei unter anderem Schnittwunden und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Laut Erkenntnisstand von Dienstagabend befand sich der Bus auf einer Linienfahrt. Die Anzeige über dem Fahrer hatte sich offenbar durch den Aufprall auf „Betriebsfahrt“ gedreht, so ein Polizeisprecher.

Schwerer Verkehrsunfall in Wachtberg-Berkum

Genauer Unfallhergang noch nicht geklärt

Ebenfalls noch nicht gänzlich geklärt ist laut Polizei der genaue Hergang des Unfalls. Nach Angaben der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) befand sich der mit vier Personen besetzte Linienbus der Linie 856 zum Unfallzeitpunkt auf dem Weg vom Berkumer Einkaufszentrum nach Bad Godesberg. Der VW-Passat mit dem 58-Jährigen und seinen beiden Mitfahrerinnen war laut Polizei in die entgegengesetzte Richtung gefahren.

Aus noch ungeklärter Ursache steuerte der Passat dann in einer leichten Rechtskurve in den Gegenverkehr. Der Busfahrer konnte nicht mehr reagieren. Es kam zum Zusammenstoß, durch den der Kombi in den Graben geschleudert wurde. Der Bus kam von der Fahrbahn ab und kam in einem Feld zum Stehen.

Viele Einsatzkräfte vor Ort

Neben Feuerwehr, Notärzten und Rettungskräften beorderte die Polizei auch Notfallseelsorger zur Unfallstelle, die jedoch laut einem Polizeisprecher nicht tätig werden mussten. Eine sichtlich geschockte Ersthelferin konnte nach Angaben der Polizei selbst nach Hause fahren.

„So ein Einsatz schafft natürlich immer Betroffenheit“, sagte Wachtbergs Wehrführer Markus Zettelmeyer. „Solche Situationen sind auch für uns nicht alltäglich.“ Die Abschnittsleiter der Feuerwehr hätten deshalb die Anweisung erhalten, den Einsatz mit ihren Freiwilligen nachzubesprechen.

Der Wachtbergring war wegen der anschließenden Unfallaufnahme bis etwa 19 Uhr am Dienstagabend gesperrt. Laut Thomas Schmalen, Pressesprecher der RVK, mussten die Busse der Linien 856 und 857 Umleitungsstrecken fahren.