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Tag des offenen Denkmals: Zwischen Schmiede und Scanner

Tag des offenen Denkmals : Zwischen Schmiede und Scanner

Der Tag des offenen Denkmals steht an diesem Sonntag, 13. September, unter dem Motto "Handwerk, Technik, Industrie". Zusätzlich sorgen in Bad Godesberg und Wachtberg wieder Kirchengemeinden und Heimatvereine für Programm. Der Eintritt ist jeweils frei.

Alle Termine im Überblick:

  • Die Rüngsdorfer Schlosserei von Günter Gottmann, Heisterbachstraße 36, wurde 1896 gegründet und befindet sich seitdem im Familienbesitz. Nach alter Technik und ohne Maschinenunterstützung wird hier noch am Schmiedefeuer gearbeitet, was Besucher von 10 bis 16 Uhr erleben können. Es besteht die Möglichkeit, selber den Schmiedehammer zu schwingen. Es gibt einen Imbiss. Der Erlös wird dem Ortsausschuss Rüngsdorf gespendet.
  • Die St. Michaelskapelle, Auf dem Godesberg 5, ist Sonntag von 11 bis 15 Uhr geöffnet. Die aufwendige Restaurierung des Stucks und der Deckenfresken war Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Um 12 und 14 Uhr gibt es Führungen. Es werden Postkarten und Kerzen mit Motiven der Kapelle verkauft.
  • Die Villa Friede, Mainzer Straße 141-143, wurde 1896 gebaut und als "Hotel 1. Ranges" eröffnet. In einem Hotelzimmer wohnte 1929 kurze Zeit vor ihrem Tod die frühere Prinzessin Viktoria von Preußen. 2007 kaufte Künstler Ren Rong das marode Gebäude, das heute Kulturzentrum ist. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr, um 14 und 16 Uhr gibt es Führungen.
  • Die Bürgerstiftung Rheinviertel öffnet das Mausoleum Carstanjen, Hardtstraße 7. Besucher können von 11 bis 17 Uhr das Mausoleum mit Park und Rotunde besuchen. Um 12.30, 14.30 und 16 Uhr werden Führungen angeboten. Außerdem erwartet die Besucher eine Fotodokumentation zur Geschichte und Architektur.
  • Die Sankt-Sebastianus-Kapelle, an der Waldburgstraße 32a in Schweinheim ist am Tag des offenen Denkmals von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die im neubarocken Stil errichtete Sebastianus-Kapelle feiert ihr 100-jähriges Bestehen.
  • Die HiCoG-Siedlung Muffendorf wurde in den 1950er Jahren für die deutschen Mitarbeiter der amerikanischen Hochkommission errichtet. Bei Führungen um 12 und 14 Uhr stellen Mitglieder der Mieterinitiative die Architektur vor. Von 11 bis 16 Uhr ist eine Ausstellung zur Geschichte zu sehen. Treffpunkt ist der Platz am Hochhaus hinter der Pizzeria.
  • In der Amerikanischen Siedlung in Plittersdorf lebten vor allem Botschaftsmitarbeiter. Nataliya Demir-Karbouskaya von der Werkstatt Baukultur Bonn erläutert bei Führungen um 11 und 14 Uhr Architektur, Grünflächengestaltung und die Bedeutung der Siedlung für die Bonner Nachkriegsgeschichte. Treffpunkt ist jeweils an der Kennedyallee, Ecke Europastraße.
  • Die Villa Camphausen, Mainzer Straße 233, ist heute eine Seniorenresidenz. Der Park mit dem alten Baumbestand ist von 13 bis 16.30 Uhr geöffnet, Führungen gibt es um 13.30 und 15 Uhr.
  • Das Heimatfest auf Burg Adendorf in Wachtberg fällt am Sonntag mit dem Tag des offenen Denkmals zusammen. Hier geht es ebenfalls um das Können der Handwerker, vom Ofenbauer bis zum Waffenschmied. Einige alte Handwerke werden gezeigt. Das von der Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung organisierte Fest beginnt mit der Heiligen Messe im Burghof um 11 Uhr und endet um 18 Uhr.
  • Der Heimatverein Villip öffnet am Sonntag von 11 bis 15 Uhr sein Museum in der Villiper Grundschule und zeigt historische Werkzeuge und Filme über Arbeitstechniken. Der Heimatverein möchte den Tag des Offenen Denkmals außerdem nutzen, um historische Fotografien zu sammeln. Dazu bittet er die Villiper, Holzemer und Villiprotter, alte Fotoalben oder Bilderkartons mitzubringen. Die Fotos werden eingescannt und mit Schlagworten versehen. Der Heimatverein will diese Arbeit bei seinen regelmäßigen Erzählcafés fortsetzen.