Jubiläumsehrenamtskarte des Landes NRW Wachtbergerinnen erhalten Ehrung für ehrenamtliches Engagement

Wachtberg · Monika Heidenreich, Heidi Rusnak und Doris Crampen engagieren sich vielseitig in Wachtberg. Dafür haben sie nun die Jubiläumsehrenamtskarte des Landes NRW bekommen.

 Ehrenamtsbeauftragte Katja Ackermann (l.) und Bürgermeister Jörg Schmidt ehren (v.l.) Heidi Rusnak, Monika Heidenreich und Doris Crampen.

Ehrenamtsbeauftragte Katja Ackermann (l.) und Bürgermeister Jörg Schmidt ehren (v.l.) Heidi Rusnak, Monika Heidenreich und Doris Crampen.

Foto: Gemeinde Wachtberg

Monika Heidenreich, Heidi Rusnak und Doris Crampen haben ein großes Herz für ihre Gemeinde und ihre Mitmenschen. „Sie haben sich unsere Bewunderung und Anerkennung sehr verdient”, sagt Wachtbergs Ehrenamtsbeauftragte Katja Ackermann. Auch Bürgermeister Jörg Schmidt würdigt die ehrenamtliche Arbeit der drei. Er überreichte ihnen „Jubiläumsehrenamtskarte des Landes NRW” sowie einen Blumenstrauß.

Das Projekt „Eltern-Kind-Café” im Ließemer Köllenhof, für die Frauen ausgezeichnet wurden, hat Heidenreich ins Leben gerufen. Damals hatte sie den Wunsch, sich mit anderen Müttern zu treffen, da es keine Kindergärten gab und sie selbst Kinder bekommen hatte.

Mittlerweile sind jeden Mittwoch circa 20 Kinder da – mit ihren Müttern, Großmüttern oder sogar Tagesmüttern. Die Kinder sind nur wenige Monate bis drei Jahre alt. Für sie gibt es dann eine Aufführung von „Winki Bär und Lisa” den Handpuppen von Heidenreich. Ein weiteres Projekt von Heidenreich ist der „Kinder-Kram-Basar", der komplett von Ehrenämtler organisiert wird.

Hilfe für Familien aus der Ukraine

Heidi Rusnak ist ebenfalls eine große Unterstützung beim Mittwochs-Treff, engagiert sich aber auch anderweitig in Wachtberg. Sie begleitet eine ukrainische Familie, bringt ihr Deutsch bei und organisiert Möbel. Menschen, Sprache, Bildung und gutes Essen sind ihr sehr wichtig. Sie engagiert sich auch seit 2015 im Flüchtlingshelferkreis und hat einen Verein gegründet, der eine Schule in Nikaragua unterstützt.

Aber da hört das Engagement der 82-Jähringen noch nicht auf: Beim Partnerschaftsverein, der sich die Förderung internationaler Gesinnung, Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und der Völkerverständigung zur Aufgabe gemacht hat, ist sie auch tätig. Sie kochte außerdem bei der Interkulturellen Woche ein brasilianisches Gericht und gibt ihr Kochwissen gerne weiter.

Gute Erinnerungen ans Zuckerfest

Doris Crampen spielt, wie die zwei anderen, bei den Mittwochs-Treffs eine tragende Rolle. Die 84-Jährige ist ebenfalls im Partnerschaftsverein tätig. „Das war so schön beim Zuckerfest, so viele Menschen, so gutes Essen und wir haben alles so schön gemeinsam getanzt“, berichtet sie von der Feier, die die Wachtberger Flüchtlingshilfe organisierte. Mit dem Partnerschaftsverein nimmt Crampen an Fahrten nach Frankreich und Italien teil.

Bürgermeister Schmidt zeigte sich bei der Übergabe der Ehrenamtskarte dankbar für die Arbeit der drei Frauen. „Wir nehmen nichts als selbstverständlich hin und ich bedanke mich sehr herzlich für Ihr in den letzten Jahrzehnten geleistetes Engagement“, sagte Schmidt. „Sie sind ein Vorbild für das gelebte Miteinander, mit dem inneren Antrieb etwas für die Bürger tun zu wollen. Sie haben eine Berufung mit in die Wiege gelegt bekommen, die sie mit Freude und Begeisterung anbieten“.