Bad Neuenahr/Ahrweiler: Weihnachtsmarktflair bei "Rund um den Weckmann"

Bad Neuenahr/Ahrweiler : Weihnachtsmarktflair bei "Rund um den Weckmann"

Rund um den Weckmann" hieß es am am verkaufsoffenen Sonntag in der Kreisstadt. Rund ging es angesichts des für die Werbegemeinschaften aus Ahrweiler und Bad Neuenahr erfreulichen Käuferandrangs, und "rund um den Weckmann" standen die Besucher auch beim Anschneiden des süßen Hefegebäcks am Platz an der Linde.

"Der Kopf des Mannes muss weg", hatten die fünf "Gänseliesel" von der Grundschule Bad Neuenahr entschieden. Deshalb sägten die Viertklässlerinnen Lea, Friederike, Jasmina, Rebekka und Katharina unter anderem im Beisein von Grundschulrektor Hubert Rieck und der Dame der Rose, Janine Ritella, schon bald resolut an beiden Enden des Weckmanns.

Nebst ebenfalls rund drei Kilogramm schwerer und knapp 70 Zentimeter langer Weckfrau und kleinerem Weckkind ging er gegen einen Obolus Stück für Stück über den provisorischen Tresen.

"Der Erlös kommt dem Erhalt des Martinszugs zugute, denn wir sind dringen auf Spenden angewiesen, dass dieser Brauch immer wieder realisiert werden kann", erklärte Rieck, und warb bei der Bevölkerung auch für den Verkauf der Martinslose.

Abnehmer für das Gebäck gab es genug, und auch an vielen anderen Ständen in den Fußgängerzonen standen Passanten Schlange bei Waffeln oder Crepes. Besonders Heißgetränke wurden bei kalter aber sehr sonniger Witterung dazu gewünscht, sogar der erste Glühwein.

Überhaupt hatte "Rund um den Weckmann" einiges von Weihnachtsmarkt mit den Kinderkarussells und Ständen auf den Plätzen und den Kunden, die erste Weihnachtsgeschenke kauften. "Bei den Temperaturen denkt man da ja auch viel eher dran", erklärte eine Rheinbacherin, die schon Weihnachtsschmuck erstanden hatte.

Sie hatte erstmals in diesem Jahr den dicken Wintermantel rausgeholt, andere suchten noch nach warmer Kleidung. Satte Rabatte offerierten dazu viele Einzelhändler schon am Samstag der allerdings mancherorts noch etwas verhaltener, aber auch gut genutzt wurde, wie die Chefs der Werbegemeinschaften fanden.

Die meisten Besucher, von denen viele auch von weiter her aus dem Köln/Bonner-Raum kamen, gingen erst in den in den gastronomischen Betrieben Mittagessen und strömten dann in die Geschäfte, stellte Siegfried Eberle für den Sonntag in Ahrweiler fest.

"Nicht wenige drückten sich auch schon vor Ladenöffnung am Sonntagmittag an den Schaufensterscheiben die Nase platt", hatte Alberto Riemer in Bad Neuenahr beobachtet. Als neuer Werbegemeinschaftschef für Bad Neuenahr wollte erst einmal die Lage bei Veranstaltungen wie dieser sondieren und dann sehen, was man vielleicht einmal verändern kann.