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Carl-Reuther-Berufskolleg als Notunterkunft: "Wir wissen nicht, wann die Menschen kommen"

Carl-Reuther-Berufskolleg als Notunterkunft : "Wir wissen nicht, wann die Menschen kommen"

Hand in Hand arbeiteten die Helfer der Hilfsorganisationen den ganzen Tag zusammen, damit bis 18 Uhr alles fertig war. Nach der Dreifachturnhalle seiner Förderschule und seines Berufskollegs in Troisdorf-Sieglar, richtete der Rhein-Sieg-Kreis gestern in der Sporthalle seines Berufskollegs in Hennef eine Notunterkunft ein.

Die zweite innerhalb von zwei Tagen. Wie berichtet, hat die Bezirksregierung den Kreis am Dienstagnachmittag um Amtshilfe gebeten und ihn angewiesen, Notunterkünfte für insgesamt 500 Flüchtlinge einzurichten.

Schlafplätze für 250 Menschen stehen laut Kreisdirektorin Annerose Heinze seit Mittwochabend in Troisdorf bereit, gestern stellten die Helfer insgesamt 250 Feldbetten in der Turnhalle des Carl-Reuther-Berufskollegs auf. Flüchtlinge sind an beiden Orten bislang noch nicht eingetroffen. "Wir sind gut in der Zeit", sagte Florian Papke von den Maltesern. Seit acht Uhr seien die Helfer im Einsatz.

Bevor sie die Feldbetten in der Halle aufstellen konnten, musste eine Fachfirma einen speziellen PVC-Boden verlegen. Vor der Halle wurden Zelte aufgestellt, die der Erstaufnahme und den medizinischen Untersuchungen dienen. Bis 18 Uhr war alles fertig.

Wann die Flüchtlinge nach Hennef kommen, steht noch nicht fest. "Der Informationsfluss seitens der Bezirksregierung ist schwierig. Wir wissen nicht, wann die Menschen kommen und wir wissen auch nicht eindeutig, wie viele kommen", sagte Rainer Dahm, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz des Kreises und Leiter des Krisenstabes, den der Kreis am Montag eingerichtet hat.

Am Nachmittag machte sich Dahm zusammen mit Landrat Sebastian Schuster, Hennefs Bürgermeister Klaus Pipke und Kreisdirektorin Annerose Heinze ein erstes Bild von der neuen Notunterkunft, die nahe der Turnhalle "Am Kuckuck" liegt, in der die Stadt Hennef bereits vor vier Wochen 150 Menschen untergebracht hat.

Der Kreis hat innerhalb von 48 Stunden Unterkünfte für insgesamt 500 Menschen geschaffen. Je 250 Flüchtlinge sollen in Troisdorf und Hennef untergebracht werden. Nach letzten Informationen sollen die ersten Flüchtlinge heute in Troisdorf ankommen.