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Mehr Geld für Sprachunterricht: Zahlreiche Kurse für Flüchtlinge im Kreisgebiet

Mehr Geld für Sprachunterricht : Zahlreiche Kurse für Flüchtlinge im Kreisgebiet

Der Kreis Ahrweiler will die Zahl der Sprachkurse für Flüchtlinge weiter erhöhen und die Finanzmittel dafür aufstocken. Landrat Jürgen Pföhler wird den politischen Kreisgremien einen entsprechenden Vorschlag für die Haushaltsberatungen unterbreiten.

"Je früher die Flüchtlinge die deutsche Sprache lernen und mit der deutschen Kultur vertraut werden, desto schneller kann Integration gelingen", so der Landrat. Zugleich dankte er den ehrenamtlichen Initiativen in den Kommunen.

Derzeit laufen zwei Arten von Kursen sowie zwei weitere Angebote in Schulen und Kindertagesstätten: Erstens die Vollzeitintegrationskurse der Kreisvolkshochschule Ahrweiler (KVHS) an den Standorten Bad Neuenahr-Ahrweiler und Bad Breisig.

Diese werden vom Bund bezahlt, finden täglich mehrere Stunden statt, bieten eine gründliche Sprachschulung, vermitteln gesellschaftskundliche Lerninhalte und dienen als Hilfe bei der Orientierung im neuen Lebensumfeld. Die aktuellen Fakten: 14 laufende Kurse, 220 Teilnehmer, Dauer sieben bis 13 Monate, jeweils 600 bis 1360 Unterrichtsstunden.

Zweitens die niedrigschwelligen und wohnortnahen KVHS-Sprachkurse, in denen die neu ankommenden Menschen die Wartezeit bis zur Aufnahme in die Vollzeit-Integrationskurse überbrücken. Die vom Kreis finanzierten Sprachkurse - bis Jahresende sind es voraussichtlich 31 - finden zwei- bis dreimal wöchentlich dezentral in den Städten und Verbandsgemeinden statt, aktuell mit 200 teilnehmenden Flüchtlingen. Im März dieses Jahres hatte der Kreis 50.000 Euro für weitere Sprachkurse bewilligt.

Außerdem bietet die Volkshochschule in Absprache mit den Grund- und Realschulen vom Land finanzierte Feriensprachkurse an. In diesem Jahr gab es sechs Kurse in den Oster- und Sommerferien mit 58 Schülern. Zudem laufen Sprachfördermaßnahmen in den Kindertagesstätten. 54 der 66 Kitas bieten 89 Module an. Insgesamt hat der Kreis 39 Stellen für interkulturelle Fachkräfte genehmigt, die jährlich mit 700.000 Euro bezuschusst werden.