Grüne Waldmäuse: Schunkelstimmung bis zum Schluss

Grüne Waldmäuse : Schunkelstimmung bis zum Schluss

Ein Scheich kommt nach Kalenborn und will sich eine neue Frau aussuchen. Der Bürgermeister und die Dorfschönheiten sind vorbereitet. Doch weder die "Jungfrau aus der Jass" noch die sexy Blondine aus dem Neubaugebiet, weder Punkerin noch Kräuterfrau gefallen dem reichen Mann aus dem Orient. Ganz anders als erwartet wird er fündig.

Der Saal lachte, und die Möhne kamen zwischendurch schon mal ins Schwitzen bei der Sitzung der Grünen Waldmäuse in der Kalenborner Mehrzweckhalle. Kein Wunder, wenn zwölf Frauen fast allein das komplette Programm einer bis in die Nacht dauernden Sitzung bestreiten und für jede Rolle auch noch in jeweils andere, aufwändige Kostüme schlüpfen.

Die Möhne um Obermöhn Irene Winten legten sich wieder mächtig ins Zeug für "dat bunte Schmölzje" im vollen Saal und wurden dafür mit eine Vielzahl prächtig zündender Raketen belohnt. Die erste holte sich Edith Riske als "Eisbrecherin" für ihre Erlebnisse im Wellnesstempel.

Ganz ohne Worte kamen Elfi Klotz, Ulrike Andre, Gaby Nussbaum, Brigitte Münster und Hildegard Müller aus, die pantomimisch das Treiben auf der Herrentoilette auf die Bühne brachten. Die ein oder andere Hülle eher unfreiwillig fallen ließen all jene, die dem verzweifelten Hausmann (Ingrid Ley) begegneten, der dringend zu einem Vorstellungsgespräch musste, aber ohne Beinkleid dastand: Der Postmann (Gertrud Dittmann) war zu dünn, die Reinigungsfrau (Norma Zimmer) wollte erst einen Abholschein.

Also musste die Frau von der Fürsorge (Irene Winten) mit ihrer Hose Abhilfe schaffen - und die Obermöhn stand "ohne" da. Zuvor hatte sie als ahnungslose Dorfbewohnerin auf der Galopprennbahn auf sich aufmerksam gemacht und eine Expertin in Sachen Pferdewissen zur Verzweiflung gebracht mit Fragen wie: "Ein Pony? Sin dat net die Fransele von ner Damefrisur?" Mutig, kreativ und gut gelaunt präsentierten sich die Möhne auch bei Auftritten als feine Dame und Feuerwehrmann, bei einer Heim-OP und als "Räuber".

Verstärkt wurden sie durchweg von einheimischen Kräften. Die Gruppe "No perfekt" sorgte mit Tänzen im Fifties-Stil mit Petticoat und Pferdeschwanz für Schwung. Wieder mit dabei die jungen Funken Johanna Zimmer, Julia Hamacher, Lena Graf, Eva Nußbaum, Antonia Schülter, Lea Klaffki und Marie Ober-Cassebaum. Aus ihren Reihen wird demnächst zudem das Kinderdreigestirn proklamiert.

Das Männerballett legte als Bayern eine kesse Sohle aufs Parkett und zeigte beim Köln-Medley auch Showeinlagen à la Trude Herr und Treuer Husar. Ein Liederpotpourri hatten sich auch die Möhne fürs Finale aufgehoben und verlängerten erst als venezianische Maskenträgerinnen, dann als "Pokerface" die Schunkelstimmung bis zum Schluss.