ANZEIGE Freizeittipps für Beuel Gondeln, gucken und genießen

Wo an einem Sonnentag in Beuel exotische Momente, südländisches Flair und Erfrischungen locken

 Die Beueler Rheinpromenade lädt zu jeder Jahreszeit zum Flanieren ein.

Die Beueler Rheinpromenade lädt zu jeder Jahreszeit zum Flanieren ein.

Foto: Sascha Stienen

Zeit? Lust? Sonne? Dann fahren auch die Bonner gerne mal rüber. Sind doch Ressentiments zwischen den beiden Rheinseiten längst maximal kleinen Neckereien gewichen, und selbst das Bröckemännche streckt seinen Allerwertesten von Bonn aus längst weiter gen Süden als nach Osten. Und die Beueler wissen sowieso, was sie an „ihrer Sick“ haben. Berührungsängste? Fehlanzeige! Richtung Schääl Sick hat mancher aus Bonn vielleicht in den vergangenen zwei Monaten sogar mal sehnsuchtsvoll geguckt, weil da am Rheinufer das Riesenrad seine Runden drehte. Noch ist es nicht zu spät: Letzte Chancen auf einen der maximal 144 Plätze in den 24 Gondeln des Fahrgeschäfts „Bella Vista“ gibt es zu Pfingsten, denn danach wird die Attraktion abgebaut, die einen Panoramablick aus 40 Metern Höhen rheinaufwärts und rheinabwärts auf Bundesstadt und Siebengebirge gewährt.

570 Schritte zum „KAP“

Knapp 400 Meter – so lang ist die Kennedybrücke – sind zu überwinden, um als Bonner Beuel zu genießen – bekanntermaßen scheint die Sonne da ein bisschen länger als anderswo in Bonn, einfach weil sie Sonne auf der rechten, der östlichen Rheinseite später untergeht. Blick auf die Bonner Skyline inklusive. Gut sieben Minuten und man ist im Flanierschritt drüben und nicht weit von einer Abkühlung bei hohen Temperaturen: Beachtlich ist die Eisdielen-Dichte im Herzen Beuels. Und mit den rund 570 Schritten und einem lohnenswerten Bummel entlang der oft inhabergeführten Einzelhandelsgeschäfte am und um den Konrad-Adenauer-Platz – neuerdings immer öfter „KAP“ genannt – ist womöglich auch schon ein Teil der Kalorien verbrannt, die man sich dann gerne einverleibt.

Zitrone auf der Zunge

Nicht weniger als fünf Eisdielen sind im Beueler Zentrum zwischen Rheinbrücke und Doktor-Weis-Platz mittlerweile angesiedelt. Vanille, Erdbeer, Schoko oder Schlumpf? Das Beueler Eisdielen-Hopping hält mehr bereit. Schwarzes-Johannisbeer- oder Rosa-Pampelmusen-Sorbet, Tomate-Basilikum, Gurke-Avocado, oder doch lieber Keks-Mandel, Malaga oder eine Kombination aus Limette, Holunder und Minze. Zuweilen wechseln die Sorten wöchentlich. Mit Zitrone oder Zuppa Inglese auf der Zunge lässt sich an heißen Tagen gut an der Uferpromenade und unter einer der schattenspendenden Kopflinden an der „Baumallee“ verweilen. Natürlich gibt es auch schon zum Frühstück am „KAP“ mehr als nur einen Cappuccino oder Espresso samt kühlem Schattenplatz. Und Kuchen, Eisknödel, -pralinen oder -torten, frische Waffeln mit Obst und Eis und Soße versüßen gern den Nachmittags-„Latte“.

Copacabana und Karibik-Touch

Ein bisschen Wind um die Nase weht beim Radeln von Nordbrücke zu Kennedybrücke zu Südbrücke und darüber hinaus. Ein Sonnenbad am Beueler Rheinufer oder an Oberkassel „Copacabana“ – inklusive Spiel der Zehen im Sand – ist durchaus anzuraten. Ein Bad im Rhein indes aber ganz bestimmt nicht. Zum Abtauchen lädt in Beuel das Ennertbad, wenn die Saisoneröffnung auch noch nicht zum ursprünglich geplanten Termin am Pfingstwochenende erfolgt. Für karibischen Touch sorgen die von Künstlern mit Motiven von Affen, Papageien und anderen exotischen Vögeln gestalteten Gebäude und Becken. Wer den Sprung ins Nass vom Fünf-Meter-Turm gewagt hat, kann sich danach auf der Liegewiese ausstrecken.

Einfach ins Gras legen und zünftig den Sonnenuntergang begießen ist möglich in einem der Beueler Biergärten. Weiß-blaue „Geschichten“ sind Brez’n, Bratwurst, Krautsalat, Leberkäs‘ und süßer Senf. Dazu ein frisch gezapftes aus einer Münchner Traditionsbrauerei, Bierbänke auf grüner Wiese und Blick auf Bundeshaus, Post-Tower oder die Villa Hammerschmidt gegenüber. Mit mehr Schick und Schnickschnack geht’s nach Wunsch in anderen Außengastronomien indes auch. Genauso wie mit hausgemachtem Eistee, einem kreativen Cocktail oder einer Schorle.

Und wenn’s doch mal regnet? Rein in die Brotfabrik mit einem Programm aus Musik, Tanz und Film aus aller Welt, zu Kabarett und Comedy ins Pantheon oder ins Junge Theater, das aktuell unter anderem mit „Die kleine Hexe“ auch die Älteren verzaubert. Und es soll ja immer noch Menschen geben, die noch nicht im Beueler Heimatmuseum waren. Dieses hat die Ausstellung „Wäschereien, Wäscherinnen un de Wieverfastlovend“ bis Ende Juni verlängert. Da lassen sich „200 Jahre Weiberfastnacht“ – eine Beueler Variante der Frauenbewegung – auch noch über das große Open-Air-Event mit Karnevalsbands wie die Räuber, Bläck Fööss, Brings und Cat Ballou, Druckluft, Planschemalöör, Stadtrand, Kempes Feinest und den Klüngelköpp am heutigen Pfingstsamstag hinweg feiern. Auf Beuel! sim

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