ANZEIGE Veranstaltungstipps Siebengebirge Wein, Wandern, Waldesluft

In den Frühlings- und Sommermonaten heißt es wieder: Hinaus ins Grüne. Einige Termine rund ums Siebengebirge, die Lust auf einen Ausflug machen

 Gemeinsam mit anderen durch das Siebengebirge wandern – zum 51. Mal heißt es „7 auf einen Streich“.

Gemeinsam mit anderen durch das Siebengebirge wandern – zum 51. Mal heißt es „7 auf einen Streich“.

Foto: Ski-Club Bad Honnef

Es grünt so grün … wenn in der Pleistalmetropole der Werbekreis Siebengebirge den Grünen Sonntag organisiert. Normalerweise stets am dritten Mai-Sonntag, wegen der Pfingstfeiertage hat das Bündnis der Geschäftsleute um Vorsitzenden Frank Rösgen das erste Fest im Jahresreigen jedoch auf Sonntag, den 12. Mai, gelegt.

Aber der Werbekreis hat sich ja selbst auch verändert und herausgeputzt. Er fährt nach der Umbenennung im vergangenen Herbst den ersten Grünen Sonntag unter neuer Flagge – nicht mehr als Werbekreis Oberpleis, sondern unter dem Begriff Werbekreis Siebengebirge. Neuer Name, aber ganz viel Tradition bei diesem nun schon 22. Grünen Sonntag. Überhaupt, wenn alles sprießt in der Natur, zieht es die Menschen hinaus – und am liebsten zu Festivitäten und Aktionen überall im Siebengebirge, wie eine kleine Auswahl an Terminen hier zeigt.


Oberpleis

Beim Grünen Sonntag wird es ab 13 Uhr auch diesmal in und vor den geöffneten Geschäften turbulent zugehen. Die offizielle Eröffnung ist um 14 Uhr im Probsteigarten. Insgesamt sind mehr als 100 Aussteller dabei mit vielen Angeboten und Überraschungen für die Besucher. Die Schlepperfreunde mit ihren Oldtimern etwa gehören zum Grünen Sonntag wie der Kirchturm von Sankt Pankratius zu Oberpleis.

VVS auf der Margarethenhöhe

Die Nummer eins beim Rennen um den ersten Maibock ist jedoch der Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS). Er packt den „Rehbock beim Geweih“ und lädt direkt am Maifeiertag von 11 bis 17 Uhr zum Siebengebirgstag rund um das Forsthaus Lohrberg auf der Margarethenhöhe ein. Um 12 Uhr rufen Jagdhornsignale zum Platzkonzert der Jagdhornbläser des Hegerings Siebengebirge. Nicht verpassen! Geboten wird noch mehr, und zwar für alle Altersklassen. Um 13 Uhr beginnt eine Wanderung in das Wildnisgebiet Siebengebirge. Unterschiedliche Greifvögel werden ab Mittag präsentiert. Ponyreiten gibt es von 14 bis 16 Uhr. Am besten reisen Besucher mit dem ÖPNV an, Buslinie 521. Parkplätze dürften beim zu erwartenden Ansturm auf die „Kö des Siebengebirges“ knapp werden.

Ski-Club Bad Honnef

Turbulent wird es, wenn in Spitzenjahren an die 2000 Wanderer von Berg zu Berg ziehen. „7 auf einen Streich“ – das ist nicht nur eines der schönsten Grimms Märchen, sondern unter diesem Motto lädt der Ski-Club Bad Honnef nun bereits zum 51. Mal zur Volkswanderung über 26 Kilometer durch das Siebengebirge ein. Und das ist ebenfalls märchenhaft – alle Berge vom Drachenfels bis zur Löwenburg zu erwandern und durch das satte Grün des Monats Mai zu streifen. Für viele ist die Teilnahme schon Kult. Am Sonntag, 5. Mai, geht es los – gestartet werden kann zwischen 8 und 10 Uhr ab Endhaltestelle der Linie 66.


Ein Berg mit Geschichte

Der Petersberg wird am 14. Mai nicht erwandert, aber bei einer illustren Gesprächsrunde im Siebengebirgsmuseum dreht sich alles um den 331 Meter hohen „Siebengebirgsbrocken“. Denn: Am 27. Mai 1914 wurde von Ferdinand Mülhens auf dem Petersberg ein Luxushotel eröffnet (mehr dazu auf Seite XVIII in dieser Beilage). Die abwechslungsreiche Geschichte des Hotels ist Thema einer Veranstaltung des Heimatvereins Siebengebirge am Dienstag, 14. Mai, 19 Uhr im Siebengebirgsmuseum. Ferdinands Ururenkelin Fiona Streve-Mühlens Achenbach wird aus Sicht der ehemaligen Eigentümerfamilie berichten. GA-Chefredakteur und Historiker Helge Matthiesen hat ein Buch zur Geschichte des Hotels und der Familie geschrieben und Historiker Ansgar Klein befasst sich im Auftrag der Familie mit Forschungen zum Thema.

Weinseligkeit

Ab geht’s in die Nachbarschaft nach Rhöndorf. Vor traumhafter Kulisse: Winzer vom Mittelrhein laden zur „Mittelrhein Offroad“ vom 17. bis 19. Juni in die Weinberge am Dom-stein ein, wo „Offroad“-Initiator Felix Pieper seine Trauben erntet. Besucher haben die Gelegenheit, den Rebensaft und zum Wein passende kulinarische Leckereien von „Pieper and friends“ zu probieren. „Spazieren und Genießen“ lautet das Motto für die Gäste, die bei phantastischer Aussicht ins Rheintal bei den einzelnen Winzern verweilen und genießen können. All das findet statt am Freitag und Samstag von 17 bis 21 Uhr und Sonntag von 13 bis 19 Uhr.

Das macht schon Lust auf die folgenden Termine rund um den Wein: Vom 30. August bis zum 1. September steigt das Rhöndorfer Weinfest. Das Winzerfest in Königswinter auf dem Marktplatz ist vom 3. bis 6. Oktober angesagt.

„R(h)einspaziert“ auf Grafenwerth

Nicht über sieben Brücken müssen Besucher gehen, sondern über eine hinüber zur Insel Grafenwerth. Auf der Perle von Bad Honnef heißt es am Samstag, 17. August, wieder: „R(h)einspaziert!“ Los geht es mit einem Flohmarkt für Kinder. Für die Zeit von 14 bis 17 Uhr hat der Stadtjugendring Spiele für Kinder angesagt. Nach dem Familiennachmittag rocken Bands bis 23 Uhr.


Lord Byron und der Drachenfels Hätte es je die Rheinromantik gegeben ohne Lord Byron? Wäre ohne ihn der Tourismus erblüht? Byron, an dessen 200. Todestag in diesem Jahr erinnert wird, war der Motor des englischen Rheintourismus. Lord Byron erreichte mit seinem Gedicht „The castled crag of Drachenfels“ den Nerv seiner Landsleute. Am 23. April 1816 verließ der britische Dichter nach einem Skandal London. Am 11. Mai passierte er in einer Kutsche Mehlem. Beim Anblick der gegenüberliegenden Rheinseite geriet er ins Schwärmen. „Weit droht ins offne Rheingefild der turmgekrönte Drachenstein, die breite Brust der Wasser schwillt an Ufern hin, bekränzt vom Wein…“, schrieb der Lord und machte so das Rheinland zum Sehnsuchtsort (nicht nur) der Briten.

Anlässlich des 200. Todestags von Lord Byron und dem 50-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläum mit Cleethorpes eröffnet das Siebengebirgsmuseum am 22. August die Ausstellung „Too beautiful! Der englische Blick auf den Rhein“. Am besten: Ausstellung anschauen und den Drachenfels erobern. So viel Glück hatte Lord Byron nicht. oro

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