Jubiläum : Die Gebäude-Dienstleister

Die Angebotspalette der Gebäudereiniger hat sich in 100 Jahren ausgeweitet und verändert

Im Laufe der 100 Jahre seit der Gründung der Gebäudereiniger-Innung Bonn·Rhein-Sieg hat sich das Dienstleistungsangebot der Gebäudereinigungsbetriebe enorm ausgeweitet und diversifiziert. Selbstverständlich wird auch weiterhin für Sauberkeit und Hygiene gesorgt – von der Glasfassade über Privatwohnungen und Büros bis zu Klinik-OPs. Dort sei man dann aber längst nicht mehr nur mit Schrubber und Putzeimer unterwegs, unterstreicht Obermeister Dirk Müller, sondern setze zielgenau und umweltschonend Reinigungsmittel und -techniken ein. Darüber hinaus umfasse der Service der Betriebe unter anderem Hausmeister- und Sicherheitsdienste, die Grünpflege, das Catering oder die Bereitstellung von Tageskräften etwa für Veranstaltungen.

Diese breite Palette von in­frastrukturellen Zusatzdienstleistungen über modernes Gebäude- bis zum ganzheitlichen Facility-Management schlägt sich in der selbstbewussten Bezeichnung „Die Gebäude-Dienstleister“ nieder, aber nicht zuletzt auch in vergleichsweise hohen Mitarbeiterzahlen. Das Gebäudereiniger-Handwerk ist mit rund 700 000 Beschäftigten das personalstärkste Handwerk in Deutschland. Und auch in der Region sind große Betriebe tätig. Immerhin rangieren zwei von ihnen unter den 30 größten Arbeitgebern der Region Bonn. „Wir Gebäudereiniger sind wichtige Arbeitgeber“, betont Obermeister Müller. „Und die Leistungen, die wir mit unseren Betrieben und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbringen, haben sich gerade in den zurückliegenden Monaten der Pandemie als absolut systemrelevant erwiesen.“

Auch die Ausbildungsanstrengungen der Mitgliedsbetriebe werden von der Innung nicht zuletzt mit einem starken finanziellen Engagement solidarisch unterstützt. Sie übernimmt zum Beispiel die Kosten für die Lehrlingsbetreuung, die Abnahme der Zwischen- und der Gesellenprüfungen, der Überbetrieblichen Unterweisung und der Lossprechungsfeier.

Das Jubiläumsjahr 2021 hatte übrigens für die Innung und die gesamte Branche einen besonderen Stellenwert: Die neue Meisterprüfungsordnung trat in Kraft. Sie bringt den ordentlichen Zugang zur Selbständigkeit in dem Beruf auf den aktuellen Stand, indem in einem ganzheitlichen, handlungsorientierten Ansatz noch mehr Wert auf kaufmännische und personalwirtschaftliche Fähigkeiten und Kenntnisse sowie auf die Megatrends digitale Technologien, Nachhaltigkeit, Res­sourceneffizienz und Umweltschutz gelegt wird.

Coronabedingt mit etwas Verspätung findet die Festveranstaltung nun am 28. April auf dem Petersberg statt. Dabei tritt unter anderem die Band Brings auf.