Ahrweiler Akademie: Spatenstich verschiebt sich auf 2014

Ahrweiler Akademie : Spatenstich verschiebt sich auf 2014

Eigentlich sollte schon vor genau einem Jahr der erste Spaten für den Neubau des Kantinen- und Konferenzgebäudes der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz in Ahrweiler in die Erde gestochen werden. Daraus ist nichts geworden.

Und es wird auch in diesem Jahr nichts. "Wir rechnen mit dem Baubeginn im Jahr 2014", sagte Ursula Fuchs vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn, zu dem die AKNZ gehört auf Anfrage des General-Anzeigers. Und: "Wir arbeiten unvermindert an den Plänen für den Neubau des Versorgungsgebäudes in Ahrweiler." Die Planungen lägen weiter beim Architektenbüro schulz & schulz aus Leipzig. Dieses hatte vor zwei Jahren den Architektenwettbewerb für das Projekt, das damals mit sieben Millionen Euro veranschlagt war, gewonnen. Behördenintern kursiert mittlerweile die Summe von zwölf Millionen Euro, was aber nicht bestätigt wird.

Fuchs: "Wir haben in den letzten Jahren für die Sanierung der Akademie in drei Bauabschnitten zirka zehn Millionen Euro investiert. Das macht deutlich, wie wichtig der Standort Ahrweiler für den Bevölkerungsschutz ist."

Weshalb die Verspätung? Dazu hatte im Mai 2012 BBK-Vizepräsident Ralph Tiesler dem GA gesagt: "Die Technik wird nachkorrigiert, es besteht allgemeiner Optimierungsbedarf."

Jetzt heißt es aus dem Amt in Bonn: Die Planungen für den vierten Bauabschnitt, den Neubau des Versorgungsgebäudes an der AKNZ, laufen: In den vergangenen Monaten erfolgte Abstimmungen zwischen allen Beteiligten um Einsparpotenziale zu erschließen. Die Ergebnisse fließen nun in eine Entwurfsfassung ein (EW-Bau), mit deren Fertigstellung wir bis Mitte des Jahres rechnen."

Nach Fertigstellung der EW-Bau und Genehmigung durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erfolge im nächsten Schritt die Ausführungsplanung, an die sich Ausschreibung und Vergabe der Baumaßnahme anschlössen. BBK-Sprecherin Fuchs: "Diese Maßnahmen werden aus unserer Sicht noch einmal sechs bis acht Monate in Anspruch nehmen, so dass wir aktuell einen Baubeginn im Frühjahr 2014 erwarten, immer vorausgesetzt, dass alle Maßnahmen fristgerecht umgesetzt werden können."

Alle Beteiligten seien sich einig, dass die nunmehr eingeleiteten Maßnahmen zu einer Kostendämpfung beitragen würden. Eine Teuerung gegenüber der ursprünglichen Kalkulation werde nicht zu vermeiden sein, könne aber ohne die fertig gestellte EW-Bau zu diesem Zeitpunkt nicht seriös beziffert werden. Fuchs: "Diese Teuerung ist jedoch insbesondere veränderten technischen Anforderungen geschuldet und im Sinne eines nachhaltigen Bauens für die Erfüllung der Bauaufgabe im funktionalen Sinne zwingend erforderlich und auch angemessen."

Änderungen in den funktionellen Anforderungen seien nicht vorgesehen. Es werde vielmehr darum gehen, das Zusammenspiel der verschiedenen Funktionsbereiche zu optimieren und damit festgestellte Einsparpotenziale zu realisieren. Beispielsweise sei vorgesehen, Räume einer Mehrfachnutzung zuführen.

Dazu führt das BBK ein Beispiel an: "Eine direkte Verbindung der Gasträume von Kantine und Cafeteria oder gemeinsame Nutzung von Kühl- und Lagerräumen helfen den Flächenbedarf zu verringern." Weiterhin soll beispielsweise das so genannte Luftgeschoss, ein nach oben offenes Foyer, entfallen, womit an dieser Stelle Nutzfläche gewonnen werden könne, ohne dass der Baukörper vergrößert werden müsse. Fuchs: "Dieser Flächengewinn macht es dann möglich, dass an anderer Stelle Flächen entfallen können, verbunden mit der entsprechenden Baukörperverkleinerung."