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Bayer 04 Leverkusen: Der Verein im Portrait

Bayer 04 Leverkusen wird am 1. Juli 1904 als "Turn- und Spielverein der Farbenfabriken vorm. Friedrich Bayer & Co. in Leverkusen" der Firma Bayer gegründet. 1907 gründet sich die Fußballabteilung. Durch die Trennung von Turn- und anderen Sportvereinen gründet die Fußballabteilung einen eigenen Verein: den "Fußballverein 04 Leverkusen". Die Vereinsfarben werden auf Schwarz und Rot festgelegt. Daraus wird in der Folge die "Sportvereinigung Wiesdorf-Leverkusen 04", in den frühen 30er Jahren die "Sp.Vg. Leverkusen 04" und ab 1935 die "Sportvereinigung Bayer Leverkusen 04". In den 30er Jahren schafft es der Verein in die dritthöchste Spielklasse der deutschen Ligen.

Bis 1958 ist der neugeschaffene Sportplatz "Am Stadtpark" die Heimstätte des Vereins. Zum ersten großen Duell mit dem Rivalen 1. FC Köln kommt es in der Saison 1948/1949: Beide Vereine treffen im Endspiel um den Aufstieg in die Oberliga West aufeinander. Vor 22.000 Zuschauern in Köln-Müngersdorf verliert die Werkself mit 0:2, im heimischen Stadion besiegeln die Kölner den Aufstieg mit einem 1:3 vor rund 14.000 Zuschauern.

Am 18. Juli 1949 fällt die Entscheidung zur Einführung von Vertragsspielern: Damit gründet sich eine Profiabteilung, die entscheidend für den Erfolg des Vereins wird. 1951 gelingt der Aufstieg in die Oberliga West, die höchste Spielklasse in Deutschland. 1956 folgt der Abstieg in die 2. Oberliga West, doch es beginnen Bauarbeiten an einem neuen Stadion: Das Ulrich-Haberland-Stadion wird gebaut.

Der erneute Aufstieg 1962 in die Oberliga West kommt zu spät, für die 1963 neugeschaffene Bundesliga kann sich die Werkself nicht qualifizieren. 1972 folgt der Abstieg in den Amateurfußball, kurz bevor eine zweigleisige 2. Bundesliga gegründet wird. Die Saison 1974/1975 wird die letzten im deutschen Amateurfußball sein. Die Werkself steigt in die 2. Bundesliga Nord auf, 1979 in die Bundesliga.

Der Aufstieg in die Bundesliga folgt im Jahr 1979 und in der ersten Saison landet man auf dem 12. Platz. Im Jahr 1984 kommt es zur Vereinigung der beiden Leverkusener Großvereine: Aus SV Bayer 04 Leverkusen und dem TuS Bayer 04 Leverkusen wird der TSV Bayer 04 Leverkusen.

Mit einem 6. Platz in der Saison 1985/1986 erreicht Leverkusen erstmals die internationalen Ränge und spielt im UEFA-Pokal. Dort scheitert man in der zweiten Runde an Dukla Prag. In den 80er Jahren wird das Ulrich-Haberland-Stadion sukzessive zur heutigen BayArena umgebaut und ist 1996 abgeschlossen. In der Saison 1987/1988 holt die Werkself ihren ersten Titel. Nach einem packenden Finale gegen Español Barcelona gewinnt der Verein den UEFA-Pokal. 1993 folgt der nächste Titel mit dem Gewinn des DFB-Pokals.

Den "ersten zweiten Platz" erobert das später als Vizekusen bekannte Team in der Saison 1996/1997. Unter Trainer Christoph Daum folgt das noch in den Jahren 1999 und 2000. Am 1. April 1999 wird die Fußballabteilung in die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH ausgegliedert. Die Anteile gehören jedoch der Bayer AG, womit die Mannschaft weiterhin zum Konzern gehört. 2002 wird man erneut Vizemeister in der Bundesliga, verliert das DFB-Pokalfinale und kommt in das Champions-League-Finale, wo man Real Madrid knapp mit 1:2 unterliegt.

Zwischen der Saison 2003/2004 und 2016/2017 belegt die Werkself immer einen einstelligen Tabellenplatz und wird 2011 noch mal Vizemeister. Insgesamt wird man fünfmal Vizemeister und verliert dreimal das DFB-Pokalfinale.

Mit Trainer Xabi Alonso, welcher am 5. Oktober 2022 geholt wird, beginnt ein rasanter Aufstieg. Er führt die Mannschaft vom Abstiegsplatz auf den 6. Platz und in das Halbfinale der Europa League. Für die Fans wird die Saison 2023/2024 noch besser: Am 14 April 2024 kann die erste deutsche Meisterschaft gefeiert werden. Die Werkself ist in der Saison wettbewerbsübergreifend ungeschlagen und kann neben der Bundesliga noch den DFB-Pokal und die Europa League gewinnen.

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