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Am Mittwoch Nachholspiel gegen Wiedenbrück

Youngster Monteiro zählt zu den Gewinnern unter Coach Joppe : Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt

Beim Fußball-Regionalligisten Bonner SC glauben sie wieder an den Klassenerhalt. Ein weiterer Schritt in Richtung Liga-Verbleib wäre ein Sieg im Nachholspiel am Mittwoch gegen den SC Wiedenbrück – wenn die Platzverhältnisse im Sportpark Nord eine Austragung der Partie zulassen.

Björn Joppe ist überzeugt. „Wir sind wieder da“, meinte der Trainer des Fußball-Regionalligisten Bonner SC wenige Minuten nach dem 2:0-Erfolg beim Aufsteiger FC Wegberg-Beeck. Luis Monteiro und Nils Teixeira hatten am Samstag mit ihren Toren den vierten Saisonerfolg herausgeschossen und damit der Hoffnung auf den Klassenerhalt neue Nahrung gegeben. „Endlich“, jubelte BSC-Kapitän Dario Schumacher nach dem so wichtigen Dreier.

Die Freude ist berechtigt, die Erleichterung riesengroß. Der letzte Sieg gelang dem BSC am 14. November vorigen Jahres mit dem 1:0 gegen den SV Rödinghausen. Zu gerne würde die Mannschaft am Mittwoch (19.30 Uhr, Sportpark Nord) im Nachholspiel gegen den SC Wiedenbrück nachlegen. Aber die Wetterverhältnisse sprechen gegen eine Austragung. Laut BSC-Geschäftsstellenleiter Dietmar Sebus soll am Dienstag eine Platzkommission der Stadt entscheiden, ob im Sportpark trotz der widrigen Witterungsbedingungen gespielt werden kann. Sollte die Partie erneut ausfallen, plant der BSC am kommenden spielfreien Wochenende ein Testspiel bei der U19 von Bayer Leverkusen. „Wir wollen zumindest im Spielrhythmus bleiben“, sagt Joppe.

Auf dem kleinen Kunstrasen in Wegberg-Beeck überzeugten die Gäste vor allem in Halbzeit zwei. „In der ersten Hälfte waren wir noch nicht griffig genug“, findet Joppe. Das änderte sich nach dem Wechsel allerdings. Immer mehr der verbissen geführten Zweikämpfe entschieden die Bonner für sich. Spielerische Defizite entschuldigte Joppe mit dem engen Kunstrasen. „Bedingungen, mit denen meine Spieler mit zunehmender Spielzeit allerdings immer besser zurechtkamen“, sagt der BSC-Trainer.

Fußballerisch traut Joppe seiner Mannschaft noch einiges mehr zu: „Da ist noch Luft nach oben.“ Daniel Schaal und vor allem Luis Monteiro gaben dem Spiel der Gäste am Samstag nach dem Seitenwechsel entscheidende Impulse. „Luis geht unbekümmert ins Spiel und traut sich deshalb einiges zu“, erklärt Joppe.

Überhaupt zählt Monteiro zu den Gewinnern der noch jungen Ära Joppe. Gleiches gilt für die mit Sören Lippert und Marian Sarr neu formierte BSC-Innenverteidigung. Stabilität und Spieleröffnung haben durch die Winterneuzugänge entscheidend an Qualität gewonnen. Auch Güler entpuppt sich als belebendes Element.

Allerdings befinden sich auch Akteure im Kader, die aktuell weniger Glück haben. So ist für Rechtsverteidiger Paul Wiese, der in der Hinrunde keine Partie verpasst hatte, die Saison nach seinem im Training erlittenen Mittelfußbruch beendet. Der 20-Jährige wird am Donnerstag operiert. Dagegen dürfte Metin Kizil, bei dem sich der Verdacht auf einen Zehenbruch nicht bestätigte, bald wieder trainieren können. Auch David Winke befindet sich nach seinem Kieferbruch auf dem Weg der Besserung.

Wiedenbrück steckt Joppe in eine ähnliche Kategorie wie den Aufsteiger Wegberg-Beeck. „Ähnlich kompakt, vielleicht fußballerisch einen Tick stärker“, sagt der BSC-Trainer. Aber Bangemachen gilt nicht mehr. „Wir sind wieder da“, wiederholt Joppe.