Heimerfolg gegen Porz Der Bonner SC bleibt in der Erfolgsspur

Bonn · Der Bonner SC hat in der Fußball-Mittelrheinliga den Druck auf die Konkurrenz im Aufstiegsrennen erhöht. Der BSC setzte sich im Sportpark Nord am Freitagabend klar mit 3:0 gegen die SpVg. Porz durch. Trainer Sascha Glatzel sah bereits in der ersten Halbzeit die Rote Karte.

 Michael Okoroafor (am Ball) machte mit dem BSC den nächsten Schritt Richtung Tabellenspitze.

Michael Okoroafor (am Ball) machte mit dem BSC den nächsten Schritt Richtung Tabellenspitze.

Foto: Wolfgang Henry

Der Bonner SC macht weiter souverän seine Hausaufgaben. Sascha Glatzel, der seit seinem Amtsantritt als Trainer in nunmehr elf Meisterschaftsbegegnungen der Fußball-Mittelrheinliga ungeschlagen ist, bleibt mit seiner Mannschaft in der Erfolgsspur. Im Freitagabendspiel setzte sich der BSC souverän mit einen 3:0 (2:0)-Heimerfolg gegen die SpVg. Porz durch und untermauerte seine Aufstiegsambitionen. Positiver Nebeneffekt: Die Konkurrenz, die erst an diesem Sonntag ins Geschehen eingreift, setzten die Bonner so unter Druck.

Der 47-jährige BSC-Coach änderte vor 695 Zuschauern im Sportpark Nord seine Startformation gegenüber dem deutlichen Vorwochenerfolg in Hürth (4:0) auf drei Positionen. Für den gelbgesperrten Innenverteidiger Massaman Keita durfte der wiedergenesene Leander Goralski von Beginn an auflaufen. Die unter der Woche fragliche Einsatzbereitschaft von Kapitän Maximilian Pommer (Rückenbeschwerden) und Leon Augusto hatte sich zudem in Wohlgefallen aufgelöst. Beide Akteure meldeten sich einsatzbereit. Jonas Berg hingegen musste passen. Für ihn rückte Hendrik Strobl in die Offensivabteilung.

Dieser brauchte nur sieben Minuten, um das Vertrauen seines Trainers zu rechtfertigen, als er auf Vorarbeit von Serhat Koruk, der kurz zuvor aus ähnlicher Position die Führung liegengelassen hatte, das 1:0 erzielte. Die Bonner beherrschten in der Folge Ball und Gegner. Bis zur Möglichkeit zum 2:0 dauerte es indes bis zur 23. Minute, als Michael Okoroafor beim Abschluss entscheidend gestört wurde. Zehn Minuten später war es erneut Strobl, der mit einem satten Schuss unter die Latte für seinen zweiten Treffer und ein entspanntes Pausenergebnis sorgte.

Glatzel kam nach der Pause nicht zurück auf die Bank. Er hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff die Rote Karte gesehen, nachdem er eine Entscheidung des Schiedsrichters moniert hatte. Den Grund verstand der BSC-Trainer nicht: „Ich habe gefragt, was das soll.“ Der Ton dürfte die Musik gemacht haben.

Leon Augusto besorgt den Endstand

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst das gleiche Bild: Der BSC legte sich den Gegner zurecht. Nach knapp einer Stunde traf Leon Augusto den Pfosten. Zwei Unsicherheiten des bis dahin beschäftigungslosen BSC-Keepers Kevin Birk blieben auf der anderen Seite folgenlos. Mit zunehmender Spielzeit nahmen die Gäste mehr am Geschehen teil. Ibuki Nogushi gelang es jedoch nicht, Spannung reinzubringen (70.). Während der Doppeltorschütze unter Applaus das Feld verließ, fügte sich Rudolf Gonzalez mit einer Riesenchance ein (73.). Auch der glücklose Koruk verpasste das 3:0 (82.). In der Nachspielzeit verwandelte Leon Augusto einen Foulelfmeter zum Endstand.

Bonner SC: Birk, Goralski, Dogan, Omerbasic, Wipperfürth (82. Hompesch), Augusto, Pommer, Erken (77. Braun), Koruk (89. Lee), Strobl (66. Gonzalez), Okoroafor (84. Nakanishi).

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