1. Sport
  2. Bonner SC

Bonner SC: 1:0-Sieg gegen Alemannia Aachen - Klassenerhalt in der Regionalliga

1:0-Erfolg gegen Aachen : Bonner SC feiert Klassenerhalt in der Regionalliga

Erst der Jubel über den eigenen Sieg gegen Aachen, dann die Freude über das Ergebnis der Konkurrenz: Der Bonner SC hat am Dienstagabend den Klassenerhalt geschafft und spielt auch in der kommenden Saison in der Regionalliga.

Der Bonner SC bleibt Fußball-Regionalligist. Nachdem die Mannschaft von Cheftrainer Björn Joppe ihre Hausaufgaben mit dem 1:0 (0:0)-Erfolg im vorletzten Saisonspiel vor 500 am Ende begeisterten Zuschauern im Sportpark Nord gegen Alemannia Aachen erledigt hatte, sorgte die U 23 von Borussia Dortmund später am Abend mit dem 3:1 (1:0)-Sieg gegen den SV Bergisch Gladbach 09 für den Rest. Mit nunmehr fünf Punkten Rückstand ist Bergisch Gladbach als Schlusslicht der Tabelle bereits abgestiegen.

„Ich bin froh, dass ich jetzt wieder durchschlafen kann. Das war ein sehr anstrengendes halbes Jahr. Den Jungs muss ich ein Riesenkompliment für diese Rückrunde machen“, sagte BSC-Trainer Björn Hoppe, nachdem das Ergebnis in Dortmund feststand.

Gegen die arg dezimierte Alemannia, die lediglich drei Ersatzspieler auf die Bank setzen konnte, sorgte Marcel Kaiser mit seinem dritten Treffer in den jüngsten vier Partien für die Entscheidung und den Klassenerhalt (49.). Für Entsetzen bei den Gastgebern und reichlich Hektik in der Schlussphase hatte in der 67. Minute der Schiedsrichter gesorgt, der erst Kaiser und zwei Minuten später BSC-Coach Joppe mit Rot vom Platz stellte. „Vor allem nach der roten Karte wurde es richtig eklig“, sagte Joppe nach der Partie. „Insgesamt war es aber ein verdienter Sieg.“

Gegenüber der Elf, die zuletzt in Wuppertal 2:4 verloren hatte, nahm Joppe wie erwartet nur eine Änderung vor. Für Daniel Schaal kehrte Marcel Kaiser in die Startelf zurück. Dass es um den möglichen Klassenerhalt ging, war den Gastgebern anzumerken. Lediglich Kaiser hatte in der zweiten Minute mit einer scharfen Hereingabe für ein Raunen auf der Tribüne gesorgt, aber keinen Abnehmer gefunden. Gefährlicher war der Schuss von Rudolf González, der knapp über die Latte strich (13.).

Die beste Gelegenheit der ersten 30 Minuten ging allerdings auf das Konto der Gäste. Oluwabori Falaye verzog aus kurzer Distanz nur knapp (26). Technisch sauber, aber zu ungenau geriet der Schlenzer von González, der knapp am langen Pfosten vorbeiflog (36.). Zwei Minuten später scheiterte Daniel Somuah mit einem Heber. So blieb es zur Pause beim 0:0, was den Druck auf die Hausherrn weiter erhöhte.

Umso gelegener kam das frühe 1:0 für den BSC in Halbzeit zwei in der 49. Minute. Nach einer Flanke von Somuah hatte zunächst der eingewechselte Serhat-Semih Güler den Ball verpasst, dann aber im Sitzen das Spielgerät zum mitgelaufenen Kaiser gestochert. Die „Lebensversicherung“ des BSC spitzelte den Ball schließlich zur verdienten Führung für die Hausherrn über die Linie. Für Ruhe sorgte das Tor allerdings nicht. So scheiterte Marco Müller in der 59. Minute nach einem kapitalen Fehler von David Winke am Pfosten.

Für blankes Entsetzen sorgte in der 67. Minute die rote Karte gegen Kaiser, der zwar gegen André Wallenborn gegrätscht hatte, dabei aber auch den Ball spielte. „Hier fehlte mal wieder das Fingerspitzengefühl“, sagte Joppe. „Das war niemals ein Foul, das rot gerechtfertigt hätte“, sagte der BSC-Coach, der zwei Minuten später ebenfalls Rot sah. Joppe war nach der Entscheidung des Unparteiischen protestierend auf den Platz gelaufen. Am Ende blieb es beim verdienten Dreier für den BSC. Die Partie in Dortmund schaute sich die Mannschaft mit Pizza und Bier in der Kabine an.

Bonner SC: Dautzenberg, González, Sarr, Winke, Damaschek, Ehret (90. +2 Monteiro), Bilogrevic, Schumacher (85. Teixeira), Takahara (46. Takahara), Kaiser, Somuah (81. Lippert). Alemannia Aachen: Zelic, Wallenborn, Heinze, Baum (17. Schiffer), Rüter, Falaye, Müller (83. Hackenberg), Zahnen, Cebulla, Dervisevic, Uchino. Tore: 1:0 Kaiser (49.). Schiedsrichter: Marc Jäger (Euskirchen). Zuschauer: 500