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Bonner SC: Bonner SC bereitet sich auf U23 des FC Schalke 04 vor

Bonner SC : Bonner SC bereitet sich auf U23 des FC Schalke 04 vor

Der Fußball-Regionalligist Bonner SC gastiert bereits am Freitag bei der U23 des FC Schalke 04. Trainer Thorsten Nehrbauer hofft dabei auch auf eine Rückkehr des verletzten Adis Omerbasic.

Plausible Erklärungen zu finden, ist auch für Fußballtrainer keineswegs immer leicht. So ließ das 1:2 des FC Bayern München im denkwürdigen Champions-League-Finale von 1999 gegen Manchester United – sozusagen die Mutter aller Niederlagen – den damaligen Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld lange Zeit ratlos zurück. Binnen 102 Sekunden hatte Manchester die Bayern in der Nachspielzeit ins Tal der Tränen gestürzt. „Das war das Schlimmste, was passieren kann“, sagte Hitzfeld später.

Nicht ganz so schlimm war die Szenerie am vergangenen Sonntag im Sportpark Nord. Dort hatte der Regionalligist Bonner SC gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf in der Nachspielzeit das 2:2 kassiert – nach einer 2:0-Führung und gegen einen Gegner, der seit der 29. Minute mit lediglich neun Feldspielern auskommen musste. „Die Bayern haben damals sicherlich ihre Schlüsse aus diesem Spiel gezogen. Sich nämlich nicht zu früh zu sicher zu sein“, sagt BSC-Trainer Thorsten Nehrbauer.

Der 42-Jährige, der am Freitagabend im Jahnstadion zu Bottrop mit seiner Mannschaft gegen die U23 des FC Schalke 04 antreten muss, machte mehrere Gründe aus, warum statt des schon sicher geglaubten Dreiers am Ende nur ein Remis heraussprang. „Wir haben das 3:0 verpasst, waren uns nach der 2:0-Pausenführung zu sicher, haben individuelle Fehler gemacht und einen Spieler, nämlich Aymen Barkok, nicht in den Griff bekommen. Am Ende waren wir selber schuld.“

Aber auch den Schiedsrichter bezog Nehrbauer in seine Fehleranalyse mit ein. „Für mich war der Strafstoß in der 91. Minute eine Konzessionsentscheidung nach dem Platzverweis gegen Ofori“, sagt der Coach. „Alles in allem ist das 2:2 aufgrund seiner Entstehung zwar ärgerlich, aber nicht dramatisch“, meint Nehrbauer. „Wir sind noch im Soll. Mit Ausnahme des Aufstiegsjahrs hatte der BSC zu diesem Zeitpunkt noch nie so viele Punkte.“

Aber das 2:2 zum Restrundenauftakt hatte aus BSC-Sicht auch seine guten Seiten. „In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt“, sagt Nehrbauer. Vor allem Neuzugang und Torschütze Aloy Ihenacho wusste zumindest eine Stunde lang zu überzeugen. „Das war richtig gut. Schließlich hat er mehr als ein halbes Jahr überhaupt kein Fußball gespielt. An ihm werden wir mit Sicherheit noch viel Freude haben.“ Ihenacho hatte in der neunten Spielminute nach Zuspiel von Dario Schumacher den Düsseldorfer Abwehrspieler förmlich stehen lassen und dann präzise ins lange Eck abgeschlossen.

Deutlich weniger spektakulär agierte dagegen Kenan Dünnwald-Turan. Aber auch der Stürmer kam im Urteil seines Trainers durchaus gut weg. „Kenan war sehr fleißig und wird in den nächsten Spielen noch zulegen“, ist Nehrbauer überzeugt.

Vor Schalkes U23-Truppe ist dem BSC-Trainer folglich nicht bange. Auch wenn die Knappen – ähnlich wie der Düsseldorfer Nachwuchs – mit dem einen oder anderen Profi aufwarten könnten. Nach zuletzt vier Niederlagen der Knappenschmiede dürfte Teammanager Gerald Asamoah bei Profitrainer David Wagner wohl zumindest mal angeklopft haben.

Aufseiten des BSC darf Nehrbauer zumindest auf eine Rückkehr von Adis Omerbasic hoffen. Der bislang vierfache Bonner Torschütze musste am vergangenen Sonntag passen. „Er hat Probleme mit dem Rücken und dem Knie“, berichtet der BSC-Trainer. Omerbasic machten laut Nehrbauer offenbar die Übungseinheiten auf Kunstrasen zu schaffen. Mit behutsamem Aufbautraining soll der etatmäßige Rechtsverteidiger wieder auf die Beine kommen. Dagegen wird Neuzugang Evangelos Skraparas nach muskulären Problemen frühestens zum Spiel gegen Borussia Mönchengladbachs U23 in den Kader zurückkehren.