Mittelrheinliga Bonner SC empfängt Tabellenschlusslicht

Bonn · Gegen Germania Teveren sind die Bonner der klare Favorit. BSC-Coach Sascha Glatzel warnt jedoch davor, den Gegner zu unterschätzen.

 Michael Okoroafor (rechts) vom Bonner SC im Hinspiel gegen Germania Teveren.

Michael Okoroafor (rechts) vom Bonner SC im Hinspiel gegen Germania Teveren.

Foto: Boris Hempel

Elf Pflichtspiele hat der Fußball-Mittelrheinligist Bonner SC seit dem Amtsantritt von Trainer Sascha Glatzel nicht mehr verloren – eine stolze Bilanz. Auch das jüngste 1:1 beim Angstgegner TuS BW Königsdorf, auf den der BSC auch im Verbandspokal-Halbfinale treffen wird, bewertete der BSC-Coach rückblickend als zufriedenstellend. „Die Leistung meiner Mannschaft geht absolut in Ordnung“, sagt Glatzel. „Nur das Ergebnis passte nicht ganz.“ Damit umschreibt der Trainer des aktuell Tabellenvierten das aktuelle Dilemma.

Der BSC schießt, gemessen an den herausgespielten Gelegenheiten, zu wenig Tore. Die Folge: Tabellenführer Eintracht Hohkeppel, den der BSC gerne im Laufe der restlichen Saison noch von Tabellenplatz eins verdrängen will, baute mit dem 4:1-Erfolg gegen Hennef den Vorsprung auf sechs Zähler aus. Die nächste Gelegenheit, das Manko der mangelhaften Chancenauswertung vorerst ad acta zu legen, haben die Bonner am Sonntag im eigenen Stadion gegen das Tabellenschlusslicht Germania Teveren (15 Uhr, Sportpark Nord).

Glatzel hütet sich allerdings, angesichts der Tabellenkonstellation von einem Pflichtsieg zu sprechen. „In dieser Liga gibt es so etwas nicht“, versichert der BSC-Trainer glaubhaft. Teveren fehlen auf Endenich und Schafhausen auf den Plätzen 14 und 13 bereits drei Punkte.

Keine Frustration nach Remis

Frustriert seien seine Spieler nach dem Remis am vergangenen Sonntag nicht, betont Glatzel. Eher das Gegenteil sei der Fall. „Die Jungs wollen mit einem Dreier den Abstand zur Tabellenspitze mindestens halten. Noch vor einigen Wochen waren wir von der Möglichkeit, oben wieder angreifen zu können, meilenweit entfernt.“ Womit Glatzel wieder bei seinem Problem angekommen ist.

Den jungen Angreifern im Team wie Jonas Berg, Armando Rexhepaj, der am Sonntag nach einem Muskelfaserriss in der Wade ausfallen wird, oder Nam-Ju Lee macht der Bonner Coach trotz mangelnder Torausbeute keine Vorwürfe. Und da wäre ja auch noch der Winterneuzugang Serhat Koruk. Der Stürmer, der in der Winterpause vom Regionalligisten Ahlen nach Bonn gewechselt war, kam in Königsdorf nach einer knappen Stunde zu seinem ersten Einsatz im BSC-Trikot, konnte aber noch keine Akzente setzen. „Er hat zwei, drei Monate lang kein Fußball gespielt. Ich hoffe sehr, dass er jetzt in Schwung kommt“, sagt Glatzel. Ein Einsatz von Beginn an scheint am Sonntag zumindest im Bereich des Möglichen.

Verzichten muss Glatzel allerdings auf Leon Augusto. Der Sechser sah in Königsdorf seine fünfte gelbe Karte. Wer gegen Teveren im Tor steht, will der Bonner Cheftrainer kurzfristig entscheiden. In Königsdorf und zuvor im Pokal gegen Hohkeppel stand Martin Michel für den erkrankten Kevin Birk im Tor.