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Bonner SC: Erleichterung über Klassenerhalt in der Regionalliga

Letztes Spiel in der Regionalliga gegen 1. FC Köln : Erleichterung und Freude beim Bonner SC über Klassenerhalt

Der Bonner SC hat den Klassenerhalt durch das 1:0 gegen Aachen vorzeitig perfekt gemacht. BSC-Trainer Björn Joppe zollt seinem Team großen Respekt für eine starke Regionalliga-Rückrunde. Doch der Blick geht auch schon nach vorne.

Auch der Besuch der Vip-Gäste am Rand der mit 500 Fans gefüllten Haupttribüne im Sportpark Nord bewahrte Björn Joppe nicht vor der Bierdusche. „Die Jungs haben mich danach noch erwischt“, berichtete der Cheftrainer des Bonner SC, der durch den 1:0-Sieg gegen Alemannia Aachen und dank des 3:1 der U23 von Borussia Dortmund gegen den SV Bergisch Gladbach 09 auch in der kommenden Spielzeit in der Fußball-Regionalliga spielen darf

Marcel Kaiser hatte dem BSC mit seinem Tor in der 49. Minute den Klassenerhalt gesichert. Das Spiel am Samstag (14 Uhr, Sportpark Nord) gegen den 1. FC Köln U21 hat nur noch statistischen Wert. „Ich bin erleichtert“, sagt Joppe. „Die Partie gegen Köln wäre unter anderen Umständen keine leichte Aufgabe geworden. Aber nun bleibt uns das Finale um den Liga-Verbleib ja erspart.“

Für den 42-Jährigen löst sich damit eine Spielzeit voller Tiefs und mit einigen Hochs in Wohlgefallen auf: „Die letzten sechs Monate waren anstrengender als meine anderthalb Jahre bei Lok Leipzig.“ Für seine Mannschaft hatte Joppe nur Lob übrig. „Was die Jungs ohne die Unterstützung unserer Fans in der Rückrunde geleistet haben, war enorm und verdient höchsten Respekt.“

Die Kür gegen den FC und das Abschiedsspiel für Akteure wie Dario Schumacher, der zum 1. FC Bocholt wechselt, oder Dominik Bilogrevic, den es zum Wuppertaler SV zieht, werden sich Joppe und Kaiser wohl von der Tribüne anschauen müssen. Kaiser war nach einer Grätsche, die allenfalls gelbwürdig war, in der 67. Minute mit „Rot“ vom Platz gestellt worden. Auch Joppe zeigte der Unparteiische die Rote Karte. Der BSC-Trainer war, um seinen Unmut über diese Entscheidung kundzutun, auf den Platz geeilt.

„Ich weiß nicht, ob ich gesperrt werde. Aber da ich Wiederholungstäter bin, gehe ich davon aus“, mutmaßte Joppe. „Das ist sehr schade“, sagte Kaiser, der in der kommenden Saison in der Mittelrheinliga für den FC Hürth spielen wird. „Meine gesamte Familie kommt am Samstag. Eigentlich, um mich nochmals für den BSC spielen zu sehen.“ Dirk Mazurkiewicz, der Vorstandsvorsitzende des BSC, der ebenfalls nicht um die Bierdusche herumkam, hatte sich bereits am Dienstag von der Mannschaft verabschiedet. „Ich bin sehr erleichtert, dass die Saison noch ein gutes Ende genommen hat. Jetzt kann ich mit meiner Familie ein paar Tage in den Urlaub fahren.“

Trainer, Betreuer, der Sportliche Leiter Mario Neunaber und die Mannschaft werden sich am Sonntag noch einmal treffen und danach in den Urlaub entschwinden. Am 5. Juli beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison, die dann mit 19 Vereinen vom 14. bis zum 16. August in die neue Spielzeit startet.

Schlagkräftige Mannschaft für Regionalliga zusammenstellen

Bis dahin wollen Neunaber und Joppe eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen. „Im Vergleich zu anderen Vereinen sind wir in den Planungen schon ziemlich weit“, sagt Neunaber. „14 Spieler stehen aktuell unter Vertrag. Mit dem einen oder anderen müssen wir aber sprechen.“ Leihspieler wie Bilogrevic, Sören Lippert, Jan Roschlaub oder Paul Wiese kehren laut dem BSC-Sportdirektor zu ihren Vereinen zurück. Bei Georgios Touloupis und Aloy Ihenacho stehen die Zeichen ebenfalls auf Abschied. „Wir brauchen 20 Feldspieler und drei Torhüter. Die werden wir bald zusammenhaben“, sagt der BSC-Sportdirektor.