BSC im Finale des Mittelrheinpokals Glauben an die eigene Stärke beim Bonner SC

Bonn · Der Bonner SC trifft im Finale des Mittelrheinpokals auf Alemannia Aachen. Gegen den Regionalligameister winkt für die Bonner der Sprung in den DFB-Pokal.

  Durchsetzen wollen sich Serhat Koruk (vorne) und der Bonner SC auch am Samstag gegen ein gelbes Team: Regionalligameister Alemannia Aachen.

Durchsetzen wollen sich Serhat Koruk (vorne) und der Bonner SC auch am Samstag gegen ein gelbes Team: Regionalligameister Alemannia Aachen.

Foto: Boris Hempel/rheinzoom.photo

Am Samstag wird es auf den Tag genau sieben Jahre her sein. Am 25. Mai 2017 setzte sich der Bonner SC im Finale des Mittelrheinpokals gegen Fortuna Köln mit 1:0 vor heimischer Kulisse im Sportpark Nord durch. Dadurch qualifizierten sich die Bonner auch zum vorerst letzten Mal für den DFB-Pokal. „Es wäre natürlich eine ganz besondere Geschichte, wenn wir diesen Erfolg genau sieben Jahre später wiederholen könnten“, sagt Daniel Zillken, damals Trainer, heute Sportdirektor des Bonner SC.

Am Samstag trifft der BSC um 13.45 Uhr im Sportpark Höhenberg, der eigentlichen Heimspielstätte von Viktoria Köln, auf den Meister der Regionalliga, Alemannia Aachen. „Die Rollen sind in diesem Finale sicher klar verteilt“, sagt der heutige BSC-Trainer Sascha Glatzel. „Dennoch sind wir selbstbewusst und glauben an die eigene Chance.“ Neben Zillken sind auch einige andere Akteure beim Bonner SC mit von der Partie, die schon vor sieben Jahren eine Rolle spielten. Drei Spieler aus dem aktuellen Kader gehörten auch damals schon der Mannschaft an. Torwart Martin Michel und Rechtsverteidiger Adis Omerbasic spielten 2017 gegen Fortuna Köln über die volle Distanz. Michel dürfte in seiner Rolle als aktueller Pokaltorwart auch am Sonntag den Vorzug vor Stammkeeper Kevin Birk erhalten. Auch mit Omerbasic und Markus Wipperfürth, damals zwar Teil der Mannschaft, aber nicht im Finalkader, ist zu rechnen. Neben den drei aktiven Spielern gehörten damals ebenfalls der heutige Co-Trainer Gordon Addai und Torwarttrainer Andy Hubert zur Mannschaft.

Beim Finale am Wochenende wird Coach Glatzel bei seinem Kader fast aus dem Vollen schöpfen können. Lediglich Felix Erken und Bilal El Morabiti fallen aus. Die Verantwortlichen am Sportpark Nord versuchen, in dieser Woche Gelassenheit auszustrahlen. „Bei uns läuft alles seinen gewohnten Gang“, sagt Glatzel. „Wir bereiten uns auf dieses Spiel wie auf jedes andere vor.“ Auch beim Gegner Alemannia Aachen, immerhin am Ende souveräner Meister in der Regionalliga, glaubt Glatzel Schwächen ausgemacht zu haben. „Diese gilt es auszunutzen und unser bestmögliches Spiel zu machen“, so der A-Lizenz Inhaber.

Das Selbstvertrauen der Verantwortlichen ist nicht unbegründet. Auch wenn die angestrebte Rückkehr in die Regionalliga auch im zweiten Anlauf verpasst wurde, hat das Team seit der Verpflichtung Glatzels als Cheftrainer keines seiner 24 Pflichtspiele verloren. Das Gefühl, mit dem Bonner SC zu verlieren, kennt Glatzel entsprechend nicht. Und er möchte es auch am Wochenende nicht kennenlernen. Vor allem, weil durch einen Erfolg gegen den Favoriten eine Teilnahme im DFB-Pokal sicher wäre. Und damit auch die Aussicht auf einen attraktiven Gegner im Sportpark Nord. „Dieser Wettbewerb war über die gesamte Saison sehr wichtig für uns. Es wäre eine Riesensache für den Verein, den DFB-Pokal zu erreichen“, erklärt Zillken. „Diese gemeinsame Reise hat für uns bereits im August mit dem Kreispokal in Meckenheim begonnen. Es wäre toll, diesen Weg am Samstag mit einem Pokal abzuschließen“, so Zillken.

Keine Angst vor einem Elfmeterschießen

Der BSC musste sich auf dem Weg ins Finale des Mittelrheinpokals zunächst im Kreispokal durchsetzen. Nach Erfolgen unter anderem gegen den VFL Meckenheim, Fortuna Bonn und den SSV Merten unterlagen die Rheinlöwen zwar im Finale Ligakonkurrent FV Endenich, dennoch reichte es für die Qualifikation zum Mittelrheinpokal. Dort setzte man sich dann unter anderem im Viertelfinale gegen Eintracht Hohkeppel durch einen Last-Minute-Treffer von Nam Ju Lee mit 2:1 durch. Ligakonkurrent Frechen zwang die Bonner in der ersten Runde sogar ins Elfmeterschießen, welches das Team von Sascha Glatzel mit 4:2 gewann.

Elfmeter lässt der Trainer im Übrigen in dieser Trainingswoche nicht üben. Denn: „Wir waren bereits in dieser Saison in einer solchen Situation“, sagt Glatzel. „Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass sich am Samstag fünf Schützen finden würden, die auch treffen.“

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