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Bonner SC gegen FC Hennef: Spitzen-Derby in der Mittelrheinliga​

Spitzen-Derby in der Mittelrheinliga : Keine Angst vor dem Giganten aus Bonn

Der FC Hennef tritt selbstbewusst zum Spitzenspiel in der Fußball-Mittelrheinliga beim Bonner SC an.

Nach lediglich zwei Spielen in der noch jungen Saison ist die anstehende Aufgabe am Freitagabend (20 Uhr, Sportpark Nord) gegen den FC Hennef 05 für Lukas Sinkiewicz nicht richtungweisend. „Dafür ist es noch viel zu früh“, sagt der Cheftrainer des Fußball-Mitterheinligisten Bonner SC. „Auch wenn wir verlieren sollten, haben wir noch 27 Gelegenheiten, den von uns angestrebten Aufstieg zu schaffen.“

Dennoch taugt die Partie gegen das mit sechs Punkten optimal gestartete Hennef für den 36-Jährigen als Standortbestimmung. „Nach dem Spiel wissen wir, wo wir mit unserer Leistungsfähigkeit stehen“, sagt Sinkiewicz. „Hennef hat eine starke Mannschaft und sechs Punkte. Mehr muss ich nicht sagen.“ Den 5:0-Erfolg gegen den FC Pesch will Sinkiewicz nicht zu hoch aufhängen. „Der Auftritt meiner Mannschaft in der zweiten Hälfte hat meinen Ansprüchen nicht genügt“, sagt der BSC-Coach. „Natürlich kann das Team nach einer klaren Führung eine kleine Pause einlegen. Aber am vergangenen Samstag musste die Dominanz, die wir auf den Gegner ausüben, größer sein.“ Gegen Hennef erwartet Sinkiewicz über die gesamten 90 Minuten Konzentration und Engagement. „Wir trainieren viermal in der Woche. Das muss die Mannschaft im Spiel auch zeigen.“

Gegen den aktuell Tabellenzweiten stehen Sinkiewicz die zuletzt angeschlagenen Rudolf González und Hajdar Shala wieder zur Verfügung. Nicht dabei sein wird dagegen U-19-Akteur Ole Johann Lichter, der nach seiner Einwechslung gegen den FC Pesch einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Lichter konnte spielen, weil die Partie der Bonner U 19 gegen die Schalker A-Jugend am vergangenen Sonntag abgesetzt worden war. Nach der Partie der U 19 bei Rot-Weiss Essen am Samstag legt die A-Jugend eine Pause ein. Die Gelegenheit, Spieler wie Lichter in der ersten Mannschaft einzusetzen.

Darüber hinaus fehlen weiterhin Leon Augusto und Burak Yesilay. Ausfälle, die den BSC-Coach dennoch nicht zu sehr beunruhigen. „Meine Wunschelf kann ich vielleicht drei oder viermal in der Saison spielen lassen. Deshalb ist jeder einzelne Spieler wichtig, um unser Ziel zu erreichen.“

Ausfall von Louis Klapperich wiegt schwer

Auch Sascha Glatzel, der Trainer des FC Hennef, bei dem mit Torhüter Martin Michel, Jannik Stoffels und Robin Schmidt ehemalige Bonner spielen, muss auf zum Teil wichtige Spieler verzichten. Schwer wiegt vor allem der Ausfall von Louis Klapperich, der sowohl in Hohkeppel als auch gegen den FC Hürth getroffen hatte. Der Stürmer hatte sich eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen. „Wie schwer, wird sich noch zeigen“, berichtet Glatzel. „Die Mannschaft hatte sich gerade gefunden. Jetzt fehlt uns ein wichtiger Baustein.“

Der Hennefer Coach war ansonsten mit der Ansetzung der Kreispokalpartie am Dienstagabend beim Landesligisten TuS Mondorf ganz und gar nicht einverstanden. „Eine vernünftige Vorbereitung auf das Spiel in Bonn ist damit nicht möglich.“ Dennoch sieht Glatzel der Partie auf dem neuen Rasen im Sportpark Nord durchaus optimistisch entgegen. „Vor der Saison habe ich Hohkeppel und den BSC als Giganten bezeichnet. In Hohkeppel haben wir gewonnen.“