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Bonner SC gegen Oberhausen: Niederlage nach Handelfmeter

Handelfmeter kurz vor Schluss : Bonner SC erleidet späte Niederlage in Oberhausen

Der Bonner SC kehrt ohne Punkte vom Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen zurück. Ein Handelfmeter sorgte für die Entscheidung - drei Minuten vor dem Schlusspfiff.

Nach einem späten Gegentreffer zum 0:1 kehrt der Fußball-Regionalligist Bonner SC ohne Punkte bei Rot-Weiß Oberhausen zurück. Ein Handelfmeter von Raphael Steinmetz sorgte vor 1.912 Zuschauern im Stadion Niederrhein für den K.O.

Wie erwartet, musste BSC-Cheftrainer Thorsten Nehrbauer auf den verletzten Torjäger Patrick Schikowski, sowie den erkrankten Markus Wipperfürth verzichten. Zudem blieben gegenüber dem letzten Ligaspiel in Rödinghausen (1:2) auch Sebastian Hirsch und Tiziano Lo Iacono zunächst draußen. Mit Kelana Mahessa nahm auch ein U19-Spieler auf der Bank Platz. Der Nachwuchsstürmer empfahl sich in den letzten Wochen durch starke Trainingsleistungen für einen Kaderplatz.

Vom Anpfiff an übernahmen die Gastgeber die Partie mit einigen druckvollen Aktionen vors Tor. So musste Adis Omerbasic bereits nach wenigen Minuten in höchster Not retten. Die Bonner versuchten das, was Nehrbauer gefordert hatte: Räume eng machen, Passwege zustellen und mit schnellen Umschaltmomenten vor das gegnerische Gehäuse zu kommen, was Daniel Somuah zweimal gelang (15./23.). Gefährlich wurde es, als RWO-Angreifer Cihan Özkara eine Flanke knapp verpasste (27.). Danach hätten erst Somuah (37.) und anschließend Robin Schmidt (39.) die BSC-Führung erzielen können. „Aus einer Chance müssen wir ein Tor erzielen“, sprach Nehrbauer erneut die mangelnde Verwertung an. Dennoch zeigte sich der 41-Jährige zufrieden mit der ersten Hälfte.

Den ersten Abschluss nach der Pause hatte Cebrail Makreckis nach guter Kombination mit Dario Schumacher (55.). Die nächste Aktion des BSC-Kapitäns brachte beinahe den Rückstand. Ein schlecht getimter Eckball führte zur größten Oberhausener Chance durch Özkara. Den Kopfball aus fünf Metern konnte Robin Benz gemeinsam mit David Winke klären (59.). In der Folge wurden die Kleeblätter druckvoller und stellten die Bonner Abwehr teilweise vor Schwerstarbeit. Bis auf den Kopfball von Nico Klaaß (74.) ließen die ganz in Schwarzgekleideten Gäste jedoch nichts zu. Mit teilweise elf Mann im und am eigenen Strafraum wurden alle Bälle abgewehrt. Entlastung gab es in der Schlussphase kaum noch. Ein unnötig verursachter Eckball brachte letztlich doch die Entscheidung zugunsten von RWO. Den Kopfball von Raphael Steinmetz klärte Somuah mit angelegtem Arm auf der Linie, so dass der Schiedsrichter ohne zu zögern auf Elfmeter entschied und den Bonner Offensivmann des Feldes verwies. „Da war mehr drin“, ärgerte sich Nehrbauer über die 0:1-Niederlage, bei der er seiner Mannschaft keinen Vorwurf machte.

Am Rande der Partie, bei der das BSC-Präsidium vollzählig anwesend war, war zu erfahren, dass der neue Sportdirektor Anfang nächster Woche bekanntgegeben wird. „Das finale Gespräch steht noch aus“, sagte Stefan Krämer zur Personalie. Fest steht dagegen der Termin des ersten Spiels in 2020. Das Heimspiel gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf wurde auf Sonntag, 26. Januar (15 Uhr) verlegt.

RW Oberhausen: Davari, Herzenbruch (46. Steinmetz), Propheter, März, Müller, Gödde, Özkara (75. Kurt) Klaß, Odenthal (63. Ubabuike), Eggersglüß (66. Oubeyapwa), Löhden.

Bonner SC: Benz – Perrey, Fillinger, Winke – Omerbasic, Makreckis (82. Mwarome), Schumacher (90. Lo Iacono), Holldack – Kaiser (72. Hirsch), Somuah, Schmidt.

Zuschauer: 1.912

Schiedsrichter: Fasihullah Habibi (Duisburg)