Mittelrheinliga Bonner SC gewinnt mit 5:0 gegen Germania Teveren

Bonn · Der Bonner SC hat am Sonntag gegen Germania Teveren im Sportpark Nord gespielt. Die Bonner überzeugten mit einem 5:0.

Das war das Spiel des Bonner SC gegen Germania Teveren
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Foto: Boris Hempel

Pflichtsieg – ein Begriff, der im Wortschatz von Sascha Glatzel, dem Trainer des Fußball-Mittelrheinligisten Bonner SC nicht vorkommt. „Erst recht nicht in dieser Liga in dieser Saison“, sagte der 47-Jährige erst kürzlich. Den 5:0 (2:0)-Erfolg gegen Germania Teveren vor 531 Zuschauern im Sportpark Nord bezeichnete Glatzel als „sehr überzeugend“. Ein Sieg, der die Mannschaft von Glatzel weiterhin im Aufstiegsrennen belässt. Zumal Eintracht Hohkeppel überraschend in Endenich stolperte. Drei der fünf Bonner Tore erzielte Michael Okoroafor (14., 22., 69.). Die weiteren Treffer gingen auf das Konto von Winterneuzugang Serhat Koruk (75.) und Eray Isik (87.). „Ich freue mich über die Art und Weise, wie wir spielen“, lobte Glatzel.

Im Vergleich zur Startelf vor einer Woche in Königsdorf stand nach überstandener Krankheit wieder Kevin Birk im Bonner Tor. Ebenfalls nicht ganz unerwartet feierte Winterneuzugang Serhat Koruk sein Startelfdebüt. Für den gelbgesperrten Leon Augusto startete Felix Erken auf der Sechserposition.

Und Startelfdebütant Koruk hätte sich beinahe nach Flanke von Adis Omerbasic früh in der Partie erstmals in die Torschützenliste des BSC eintragen können. Eine Fußspitze fehlte (6.). Wenige Minuten später verpasste Tarik Dogan gleich zweimal die Führung für die Gastgeber. Zunächst parierte Germania-Schlussmann Niklas Aretz den Kopfball des Bonner Innenverteidigers (10.). Wenige Sekunden später rettete die Latte für den Tabellenletzten.

Lange hielten die Gäste die Null allerdings nicht. In der 14. Minute machte sich der Einsatz von Koruk bereits bezahlt. Nach Flanke von Rudolf Gonzalez legte der Bonner Mittelstürmer für Michael Okoroafor ab, der trocken aus rund elf Metern zum 1:0 für den BSC einnetzte. Dass es auch ohne tätige Mithilfe seiner Mitspieler funktionieren kann, demonstrierte Okoroafor in der 22. Minute. Nachdem kein Spieler aus Teveren Anstalten machte, den Bonner Offensivakteur entscheidend zu stören, nahm Okoroafor aus rund 18 Metern Maß und ließ mit einem platzierten Flachschuss zum 2:0 Aretz im Tor der Gäste keine Chance.

Wenig später hatte Jonas Berg sogar das 3:0 auf dem Fuß, blieb aber am Germania-Keeper hängen. In den Folgeminuten wurde die Liste der vergebenen Chancen wieder länger. Nacheinander vergaben Erken (27.), Gonzalez (34.) und Markus Wipperfürth, dessen Kopfball ein Abwehrspieler der Gäste auf der Linie abwehrte (35.). Auch Neuzugang Koruk, der ansonsten in der sehr einseitigen ersten Hälfte mannschaftsdienlich spielte, reite sich mit einer vergebenen Großchance in die schwarze Liste seines Trainers ein. Kurz vor dem Pausenpfiff scheiterte der Mittelstürmer aus kurzer Distanz – der Ball musste über die Linie.

Birk im Bonner Tor, bis dahin völlig beschäftigungslos, musste erstmals in der 51. Minute eingreifen. Grund war allerdings kein Gästespieler, sondern eine Nachlässigkeit von Dogan. Als nachlässig dürfte Glatzel auch die nächste ausgelassene Chance von Koruk bezeichnen, der in der 62. Minute mit dem Abschluss zu lange wartete und nur den Außenpfosten traf. Erst beim dritten Versuch klappte es schließlich. Nach Vorlage von Berg bugsierte Koruk den Ball zum 3:0 über die Linie (69.). Spätestens nach dem 4:0 durch den dritten Treffer von Okoroafor nach einer Gonzalez-Ecke dürfte Glatzel die Liste der ausgelassenen Chancen in der Hosentasche zerknüllt haben. „Ich werde mich hüten, angesichts von fünf Toren heute ein Haar in der Suppe zu finden", sagte der Bonner Coach. Für den Schlusspunkt sorgte schließlich der eingewechselte Eray Isik, der in der 87. Minute Teverens Schlussmann mit einer Bogenlampe zum 5:0 überwand.

Bonner SC: Birk, Wipperfürth, Keita, Dogan, Omerbasic (69. Hompesch), Erken (66. Braun), Pommer (79. Isik), Gonzalez, Berg (79. El Morabiti), Koruk (79. Lee), Okoroafor.

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