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Bonner SC: Regionalligist reist nach Wiedenbrück

Erfahrene Spieler in der Pflicht : Bonner SC will in Wiedenbrück die Fehlerquote minimieren

Nach der 1:3-Heimniederlage gegen Straelen am vergangenen Dienstag steht für den Fußball-Regionalligisten Bonner SC am Samstag ein Auswärtsspiel auf dem Programm. Um 14 Uhr sind die Bundesstädter zu Gast beim SC Wiedenbrück 2000.

Zur Halbzeit waren die Anhänger des Fußball-Regionalligisten Bonner SC am Dienstagabend noch guter Dinge. Die Mannschaft von Cheftrainer Björn Joppe führte gegen den mit sechs Punkten optimal in die Saison gestarteten SV Straelen durch ein Tor von Lars Holtkamp verdient mit 1:0. Bis auf eine Szene, in der BSC-Innenverteidiger Leander Goralski für seinen bereits geschlagenen Torhüter Kevin Birk gegen den Ex-Bonner Kelvin Lunga auf der Linie rettete, hatte die BSC-Abwehr alles im Griff. Auch Mittelfeld und Offensive der Gastgeber stellte den Gegner regelmäßig vor Probleme, ohne allerdings das 2:0 nachzulegen. „Dabei waren drei Treffer für uns möglich“, sagt Joppe. Kurzum: Eigentlich deutete nichts auf eine Heimniederlage hin.

„Auch wir hätten in der Halbzeitpause nicht gedacht, dass wir nach dem Schlusspfiff mit leeren Händen dastehen würden“, erklärt der BSC-Coach. Dann aber folgten 25 Minuten, in denen die Ordnung bei den Gastgebern verloren ging. Die Folge: Fehler, die die Gäste zurück ins Spiel brachten. Statt einfache Bälle zu spielen, landete das Spielgerät nach riskanten Pässen immer wieder beim Gegner. Beim Freistoßtreffer von Cagatay Kader machte Birk keine gute Figur. „Eigentlich unerklärlich nach einer guten ersten Hälfte“, sagt Joppe. „Aber in dieser Phase des Spiels fehlte das angemessene Zweikampfverhalten, die Pässe wurden dahin gespielt, wo schon drei Gegner standen, und keiner meiner Spieler hat Verantwortung übernommen.“

Damit meinte Joppe in erster Linie die erfahrenen Akteure wie Leander Goralski, Kapitän Kris Fillinger oder Routinier Nils Teixeira. „Am Ende stand deshalb eine völlig unnötige Niederlage, die aber besonders wehtut“, ärgert sich der Coach. Erst nach dem Straelener Führungstreffer zum 2:1 in der 71. Minute fand der BSC zurück ins Spiel, konnte das Ruder aber nicht mehr herumreißen. Straelen spielte dagegen nach der Pause einfach, aber clever. Mit Kelvin Lunga, Cagatay Kader und Gianluca Rizzo standen diesmal die entscheidenden Offensivspieler aufseiten des Gegners. Dagegen blieb Enzo Wirtz, der noch gegen Uerdingen einen Doppelpack geschnürt hatte, diesmal blass und ohne Wirkung.

An diesem Samstag (14 Uhr) kann es die Mannschaft von Joppe und Co-Trainer Marcel Ndjeng im letzten Akt der englischen Woche beim SC Wiedenbrück 2000 besser machen. „Ein Gegner, der ähnlich einfachen Fußball spielt wie Straelen“, sagt der BSC-Coach. „Ich hoffe, dass die Jungs ähnliche Fehler wie am Dienstag nicht noch einmal machen. Sonst werden wir sicherlich auch in Wiedenbrück leer ausgehen.“

Die Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann überraschte am zweiten Spieltag mit einem 1:0-Erfolg gegen Rot-Weiß Oberhausen. Saban Kaptan hatte nach gut 20 Minuten mit einem Sonntagsschuss getroffen. Oberhausens Übungsleiter Mike Terranova sprach nach dem Match fast schon hochachtungsvoll von einer „ekelhaften“ Wiedenbrücker Mannschaft. „Das bringt die Spielweise der Wiedenbrücker auf den Punkt. Meine Jungs sollten also ausreichend gewarnt sein“, meint Joppe.

Am Mittwochabend setzte sich Bonns nächster Gegner in Velbert beim KFC Uerdingen erst in der Nachspielzeit knapp mit 3:2 durch und feierte damit einen gelungenen Saisonstart. „Man muss von einem etwas glücklichen Sieg sprechen“, hatte Wiedenbrücks Trainer Brinkmann den Erfolg kommentiert, der seine Truppe auf den achten Tabellenplatz springen ließ. Der Bonner SC rangiert nach drei Partien als Tabellen-14. noch knapp über dem Strich.