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Bonner SC: Schock über Verletzung von Enzo Wirtz - Spiel gegen Wuppertal

Bonner SC schockiert über Verletzung : Enzo Wirtz: „Ich kann es noch immer nicht begreifen“

Die lange Verletzungspause von Enzo Wirtz ist ein schwerer Verlust für den Bonner SC. Am Samstag empfängt das Team den Wuppertaler SV.

Eigentlich deutete nichts auf eine schwere Knieverletzung hin. Noch während der ersten Hälfte der Partie des Fußball-Regionalligisten Bonner SC gegen den SC Wiedenbrück (1:3) stieg BSC-Neuzugang Enzo Wirtz zum Kopfballduell hoch. „Beim Aufkommen hat es dann im Knie geknackt. Aber ich konnte weiterspielen“, erzählt der 25-Jährige. In der 67. Minute sah Wirtz dann die Gelb-Rote Karte. Das linke Knie hatte der „Doppelpacker“ aus der Partie gegen den KFC Uerdingen mittlerweile vergessen.

Einen Tag später kamen die Schmerzen. „Montags war es schon wieder besser. Das Knie war auch nicht angeschwollen. Aber zur Sicherheit haben wir in Bonn ein MRT machen lassen“, berichtet Wirtz. Die Diagnose war ein Schock – für den Offensivspieler und die ganze Mannschaft, die am Samstag (14 Uhr, Sportpark Nord) auf den Wuppertaler SV trifft. Das vordere Kreuzband war gerissen und auch der Meniskus war in Mitleidenschaft gezogen. Eine zweite Meinung, die Wirtz am Dienstag in Essen einholte, bestätigte die Schwere der Knieverletzung. Die Saison ist für den Neuzugang aus Rödinghausen damit aller Voraussicht nach gelaufen. Am 9. September wird Wirtz in Solingen operiert.

„Ich kann es noch immer nicht begreifen“, sagt der gebürtige Mönchengladbacher. „Ich hatte mir so viel vorgenommen, hätte gerne mit angepackt.“ Auch für BSC-Trainer Björn Joppe ist der langfristige Ausfall von Wirtz ein Schock. „Keiner von uns hat nach dem Spiel in Wiedenbrück damit gerechnet, dass es so schlimm ist. Für ihn tut es mir sehr leid. Für die Mannschaft ist sein Ausfall natürlich ein herber Verlust.“ Ob nach Ende der Wechselperiode ein weiterer Spieler kommt, um Wirtz im offensiven Mittelfeld zu ersetzen, will Joppe nicht ausschließen. „Aber es wird natürlich schwer, jetzt noch einen vertragslosen Spieler zu finden, der zur Position und zu uns passt.“

Neben Wirtz muss Joppe auch auf Rudolf González gegen den WSV verzichten. Der Außenverteidiger brach sich in Wiedenbrück das Brustbein. Hinzu kam eine Gehirnerschütterung. „Zwei bis drei Wochen wird er fehlen“, rechnet der BSC-Trainer. Ausfälle, die angesichts des straffen Programms in den nächsten Wochen besonders weh tun. Nach der Partie müssen die Bonner am übernächsten Samstag zur U21 des 1. FC Köln (11. September) und treffen dann in der darauffolgenden englischen Woche am Mittwoch (15. September) auf Fortuna Köln. „Inklusive Wuppertal alles Mannschaften, gegen die wir nicht unbedingt Favorit sind“, sagt Joppe.

Wuppertal ist der klare Favorit

Der Auftritt in Wiedenbrück ist mittlerweile aufgearbeitet. „Das war ein Tag, an dem die Jungs lieber im Bett geblieben wären“, sagt der BSC-Coach. Warum seine Mannschaft trotz guter Vorsätze nicht ins Spiel fand, kann Joppe nicht vollumfänglich erklären. „Tatsache ist, dass der Wille und über weite Strecken auch die Leidenschaft gefehlt haben. Tugenden, die wir gegen Wuppertal unbedingt wieder auf den Platz bringen wollen.“ In den Spielen zuvor waren es laut Joppe jeweils rund 20-minütige Schwächephasen, die seine Mannschaft jeweils gegen Essen, Uerdingen und Straelen ins Straucheln gebracht hatten. „Genau dann kommt es darauf an, einfach zu spielen, um den Gegner nicht einzuladen.“

Die Favoritenrolle am Samstag ist für den 42-Jährigen eindeutig verteilt. „Wuppertal hat einen fünfmal größeren Etat als wir. Dennoch rechnen wir uns natürlich Chancen aus“, sagt Joppe. „Jeder hat hoffentlich gesehen, dass wir mit Ausnahme der Partie in Wiedenbrück nicht schlechter waren, als der Gegner. Und auch für Enzo werden wir uns am Samstag besonders ins Zeug legen.“