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Bonner SC trennt sich von Thorsten Nehrbauer

Nachfolger soll schnell vorgestellt werden : Bonner SC trennt sich von Trainer Thorsten Nehrbauer

Der Bonner SC hat sich von Coach Thorsten Nehrbauer getrennt. Dem Verein sei die Entscheidung sehr schwer gefallen. Aber bereits nächste Woche könnte der Verein einen Nachfolger bekannt geben.

Noch am Wochenende schien der Kreditrahmen für Thorsten Nehrbauer, den Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten Bonner SC, nicht ausgereizt. Gerade war das dritte Spiel binnen einer Woche gegen direkte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt verloren gegangen. 1:3 endete die Partie beim VfB Homberg – nach einer beängstigend schwachen ersten Hälfte. Das Ende einer Horrorserie, die am Samstag vor einer Woche mit dem 0:2 beim SV Bergisch Gladbach begonnen hatte und mit dem 0:1 gegen Straelen weitergegangen war.

„Es ist nicht unsere Art, Trainer vorzeitig zu entlassen“, hatte BSC-Sportvorstand Stefan Krämer noch am Samstag gesagt. Man wolle sich zusammensetzen und gemeinsam mit BSC-Sportdirektor Mario Neunaber die Situation erörtern. Tatsächlich hatte es in der Ära des BSC-Vorstandsvorsitzenden Dirk Mazurkiewicz noch keine frühzeitige Entlassung gegeben. Nun aber haben sich die Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten Bonner SC doch anders entschieden. Am Dienstagnachmittag gab der Verein bekannt, Nehrbauer mit sofortiger Wirkung freizustellen.

Damit reagierte der Club auf die anhaltende Negativserie. Von den vergangenen neun Spielen hatte der BSC nur eins gewonnen – 1:0 gegen Rödinghausen. Aktuell steht der BSC auf dem vorletzten Tabellenplatz, vier Punkte hinter dem Wuppertaler SV, Gegner des BSC am Samstag. Der noch im Sommer ausgelobte #bonnerweg führt aktuell steil nach unten, Richtung Mittelrheinliga. „Allen Verantwortlichen ist die kritische Situation sehr bewusst. Wir mussten nach den Ergebnissen reagieren. Wir brauchen endlich Punkte, um den Tabellenkeller zu verlassen“, sagte Krämer am Dienstag.

Nehrbauer, der für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, habe die Entscheidung den Umständen entsprechend aufgenommen. „Er kennt ja als ehemaliger Profi das Geschäft“, sagte Krämer. Laut dem BSC-Vorstandsmitglied geht es auch darum, „in der schwierigen Corona-Saison den Abstieg aus der Regionalliga zu verhindern, aber auch das Überleben des BSC zu sichern“.

Möglicher Nachfolger könnte am Sonntag bekannt werden

Bereits am kommenden Sonntag oder Montag will der Verein einen neuen Trainer vorstellen. Bis dahin sollen U19-Trainer Lino Sanchez und Co-Trainer Gordon Addai die Mannschaft auf das wichtige Spiel am Samstag um 14 Uhr im Sportpark Nord gegen die Wuppertaler vorbereiten. Allerdings wird nach einer möglichst günstigen Lösung geschaut. Zumal Nehrbauers Vertrag erst im Juni 2021 ausläuft. „Es kann nur um das gemeinsame Ziel Klassenerhalt gehen. Die finanzielle Situation ist äußerst schwierig und wird durch Corona weiter verschärft“, sagte Krämer, der sich bei Nehrbauer ausdrücklich für die engagierte Arbeit bedankt hatte.

Ein möglicher Nachfolgekandidat ist Giuseppe Brunetto. Der aktuelle Trainer des Mittelrheinligisten 1. FC Düren, der aufgrund des aktuellen Lockdowns zum Nichtstun verdammt sind, war bereits nach dem Rückzug des damaligen Cheftrainers Daniel Zillken als einer der potenziellen Nachfolger im Gespräch. „Natürlich arbeite ich für einen Verein, der in den nächsten Jahren sicherlich eine größere Rolle spielt“, sagte Brunetto, der bereits mit dem TV Herkenrath Regionalliga-Erfahrung vorweisen kann. „Aber der BSC ist nach wie vor eine tolle Adresse in der Region. Sollte sich vom BSC einer der Verantwortlichen bei mir melden, würde ich mir dies sicherlich mit Interesse anhören.“