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Heimniederlage: Bonner SC verliert gegen SC Wiedenbrück

Heimniederlage : Bonner SC verliert gegen SC Wiedenbrück

Der Bonner SC hat im Sportpark Nord mit 0:2 gegen den SC Wiedenbrück verloren. Einige BSC-Anhänger forderten lautstark die Entlassung des Cheftrainers Daniel Zillken.

Die Abstände Richtung Mittelfeld und der Frust auf den Tribünen werden größer: Nach der 0:2 (0:1)-Heimniederlage des Bonner SC vor nur 451 Zuschauern im Sportpark Nord gegen den SC Wiedenbrück forderten einige BSC-Anhänger lautstark die Entlassung von Cheftrainer Daniel Zillken. Daniel Brinkmann per Foulelfmeter (35.) und Oliver Zech (78.) fügten dem BSC die zweite Niederlage in Folge zu. In der 51. Minute verschoss Vojno Jesic für den BSC einen Handelfmeter.

„Auf acht Positionen müsste ich eigentlich wechseln“, hatte der BSC-Trainer nach dem über weite Strecken peinlichen 0:3 beim Aufsteiger SV Lippstadt geunkt. Keine leere Drohung, denn immerhin fünf Veränderungen nahm der 51-Jährige gegen Wiedenbrück tatsächlich vor. Ins Team rotierten der reuige David Bors, der lange verschmähte Schlussmann Alex Monath, die zuletzt in Ungnade gefallenen Bernard Mwarome und Shunya Hashimoto und als größte Überraschung Gordon Addai, der gleich die Kapitänsbinde überstreifte und sich erstmals seit mehr als zwei Jahren überhaupt wieder unter den ersten Elf wiederfand. Dafür saßen Kris Fillinger und Dennis Brock auf der Bank, auf der auch erstmals nach seiner Gesichtsverletzung Mario Weber Platz nahm.

90 Minuten warteten die BSC-Getreuen in Lippstadt vergeblich auf eine Torchance. Auch gegen Wiedenbrück dauerte es geschlagene 31 Minuten, ehe Vojno Jesic auf das Gästetor schoss. Den Hausherren war deutlich anzumerken, dass das Verhindern von Torchancen im Lastenheft weiter oben stand, als schnelles und riskantes Angriffsspiel. Nach 35 Minuten ging aber auch dieses Unterfangen gründlich schief. SC-Kapitän Daniel Brinkmann war hart an der Strafraumgrenze gefoult worden. Für Schiedsrichter Patrick Holz lag der Tatort innerhalb des Bonner Strafraums. Brinkmann ließ sich die Chance zum 1:0 jedenfalls nicht entgehen. Erst nach dem Rückstand legten die Hausherrn ihre Hemmungen ein Stück weit ab. Addais Freistoß strich nur knapp am Gästegehäuse vorbei (43.).

Jesic verschoss Elfmeter

Auch Daniel Somuah verfehlte per Kopf nur knapp (45.). Dass dem BSC das Selbstbewusstsein nicht zur Gänze abhandengekommen ist, demonstrierte die Zillken-Elf gleich nach dem Seitenwechsel. Erst scheiterte Jesic, dessen Schuss von Marcel Leeneman vor der Linie geblockt wurde (47.), dann raufte sich Daniel Somuah das Haupthaar, nachdem SC-Schlussmann Marcel Hölscher den Schuss des Bonner Angreifers aus kurzer Distanz mit dem Fuß abwehren konnte (49.).

Aber es sollte auch BSC-Sicht noch schlimmer kommen. Nachdem Daniel Schaal den Freistoß von Jesic nach Meinung des Unparteiischen im Strafraum mit der Hand blockiert hatte, scheiterte Jesic mit dem fälligen Strafstoß an Hölscher (51.). Der BSC schüttelte sich kurz, drängte weiter auf den Ausgleich – ohne Erfolg. Nachdem Somuah auf der eigenen Torlinie gegen Tristan Duschke noch das 0:2 verhindert hatte (69.), vollendete Oliver Zech einen Wiedenbrücker Konter mit dem 2:0 (78.).

Auch wenn das einige anderes sehen. Aber in der 2. Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gezeigt, aber leider die Chancen nicht genutzt und den Elfmeter nicht verwandelt", meinte Zillken, der seit gestern mit nunmehr 137 Spielen neuer BSC-Rekordtrainer ist. Bereits am Dienstagabend kann es der BSC beim SC Verl besser machen.

Bonner SC: Monath, Wipperfürth, Rütten, Perrey, Omerbasic, Mwarome, Addai (70. Brock), Jesic, Somuah, Hashimoto (84. Schmidt), Bors.

SC Wiedenbrück: Hölscher, Duschke, Schikowski, Andreas, Latkowski, Loheider, Schaal, Leeneman, Geisler (32. Zech), Brinkmann (60. Mandt), Weisenborn.

Tore: 0:1 Brinkmann, (35./FE), 0:2 Zech (78.). Zuschauer: 451. Schiedsrichter: Patrick Holz (Münster).