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Bonner SC wacht gegen Fortuna Köln zu spät auf

Mittelrhein-Pokal : Bonner SC wacht gegen Fortuna Köln zu spät auf

Der Bonner SC ist im Viertelfinale des Mittelrhein-Pokals am SC Fortuna Köln gescheitert. Das Team von Trainer Björn Joppe machte die Partie in der Schlussphase nochmal spannend.

Maximal drei erfolgreiche Fußballspiele reichen den Dritt- bzw. Viertligisten im Frühsommer 2021 zum Einzug in den DFB-Pokal. Der Bonner SC konnte in diesem Dreiklang schon die erste Stufe nicht überschreiten und verlor im Viertelfinale des Mittelrhein-Pokals mit 2:3 (0:2) beim SC Fortuna Köln.

Dabei waren die Rheinlöwen der Überraschung in einer fulminanten Schlussphase nah. „Auch wenn das ein verdienter Sieg für Fortuna war, haben meine Jungs gezeigt, welche Qualität sie haben“, sagte Gästecoach Björn Joppe nach der Niederlage im Regionalliga-internen Duell. „Für uns zählt die Liga aber mehr als der Pokal.“

Vier Tage nach dem überlebenswichtigen 1:0-Ligasieg beim SV Straelen waren Trainer und Team hoffnungsfroh ins Südstadion gereist. Die Erinnerung an den Verbandspokalsieg 2017, als die Bonner durch ein 1:0 gegen die Fortuna in den DFB-Pokal eingezogen waren, beflügelte den 19. der Regionalliga West aber zu spät. Wie bei den 1:4- und 1:2-Pleiten in der Liga liefen sie der Musik gegen den Vierten lange hinterher. Die Joppe-Elf konnte dem Druck der Hausherren kaum standhalten. Dominik Lanius‘ Treffer fiel noch aus einer Abseitsposition heraus (11.). Wenig später zappelte der Ball aber regelkonform im Netz von BSC-Keeper Justin Dautzenberg. Suheyel Najars flacher Distanzschuss bedeutete den Rückstand (13.).

Daniel Schaal klärt auf der Linie

Das 0:1 änderte nichts an den Kräfteverhältnissen. Während die Bonner Offensivbemühungen ohne die auf der Bank sitzenden besten Torschützen Daniel Somuah und Dario Schumacher uninspiriert wirkten, hätten die Gastgeber schnell nachlegen können. Daniel Schaal klärte nach einem Eckstoß aber auf der Linie (18.).

Das 0:2 fiel nach einer guten halben Stunde. Auf der rechten Außenbahn konnte Rudolf Gonzalez den flinken Francis Ubabuike nicht halten. Auch sein Torwart Dautzenberg sah nicht gut aus, als der Kölner den Ball aus spitzem Winkel an ihm vorbei ins lange Eck legte (34.). Bis auf einen abgefälschten Schuss von Dario Bezerra Ehret, der knapp rechts am Tor vorbeiflog (38.), brachten die Gäste in Hälfte eins nichts zustande.

In zwei Minuten von 0:3 auf 2:3

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das zunächst so. Als sich Jan Roschlaub den Ball von Mike Owusu hatte abjagen lassen, und dieser quer zu Hamza Salman legte (61.), schien die Partie beim Stand von 0:3 entschieden. Aus dem 0:3 wurde aber binnen zwei Minuten ein 2:3. Joker Somuah traf nach Vorlage von Marcel Kaiser zum 1:3 (82.). Semih Güler ließ seinen Ex-Verein nochmal zittern (83.). Am Ende reichte es aber nicht für das Halbfinale gegen Drittligist FC Viktoria Köln am kommenden Mittwoch.

Köln: Rauhut; Ochojski (46. Itter), Lanius, Löhden, Rumpf; Försterling (63. Brock), Hölscher; Najar (58. Nadjombe), Salman, Ubabuike (73. Özden); Owusu.


Bonn: Dautzenberg; Gonzalez Vass, Lippert, Roschlaub, Schaal; Bezerra Ehret (70. Bilogrevic), Cavalar (58. Kaiser); Monteiro (70. Somuah), Takahara (58. Schumacher), Mahessa; Güler.


Schiedsrichter: Koj (Wegberg). Zuschauer: keine. Tore: 1:0 Najar (13.), 2:0 Ubabuike (34.), 3:0 Salman (61.), 3:1 Somuah (82.), 3:2 Güler (83.).