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Bonner SC will in dieser Saison früh den Klassenerhalt feiern

Start der Regionalliga West : Bonner SC will in dieser Saison früh den Klassenerhalt feiern

Der Bonner SC interpretiert den #bonnerweg in der neuen Spielzeit der Regionalliga West neu und setzt nun mehr auf erfahrene Spieler. Vor allem die Defensive wurde verstärkt.

Zweimal ist der Bonner SC dem Abstieg aus der Fußball-Regionalliga West von der Schippe gesprungen. Zweimal profitierte der BSC dabei von den Folgen der Corona-Pandemie. 2019/2020 stieg kein Verein ab. 2020/2021 nur einer – es erwischte den SV Bergisch Gladbach 09.

In dieser Saison soll alles anders werden. Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) will die Anzahl der Vereine langfristig wieder auf die Sollgröße von 18 Clubs reduzieren. Daher müssen abhängig von der Anzahl der Aufsteiger aus den drei Oberligen bis zu fünf, möglicherweise sogar sechs Vereine aus der Regionalliga West absteigen.

BSC-Cheftrainer Björn Joppe schaut verständlicherweise nur auf seine Schützlinge. „Wir sind in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag dringeblieben. Jetzt wollen wir eine ruhigere Saison erleben und den Klassenerhalt früher schaffen“, sagt Joppe, für den Rot-Weiss Essen und Preußen Münster die Top-Favoriten auf den Aufstieg in die 3. Liga sind.

Zum Auftakt kommt Top-Favorit Rot-Weiss Essen nach Bonn

Gleich der Auftakt des BSC hat es in sich. An diesem Samstag kommt der ewige Aufstiegsfavorit Rot-Weiss Essen in den Sportpark. „Für uns ist der Zeitpunkt nicht schlecht“, sagt der BSC-Trainer. „Essen weiß trotz der Erfolge in den Testspielen noch nicht, wo es steht.“ Auch der Sportliche Leiter Mario Neunaber weiß um die Schwere der ersten Aufgabe. „Wir wissen, was am 1. Spieltag auf uns zukommt – vielleicht der Top-Favorit. Jeder weiß, was Essen vorhat. Da werden sie sicherlich auch bei uns gewinnen wollen. Aber das wollen wir auch.“

Klar ist, dass der BSC im Vergleich zur Vorsaison verstärkt auf etablierte Kräfte setzt. Den propagierten #bonner weg, auf junge Akteure möglichst aus der Region zu setzen, interpretieren die Vereinsspitze und die sportlich Verantwortlichen neu. „Wir führen nach wie vor unsere jungen Spieler aus der U19 an den Profikader heran“, sagt der BSC-Vorstandsvorsitzende Dirk Mazurkiewicz. „Aber nur mit jungen Talenten können wir keine Saison in der Regionalliga bestreiten.“ Erfahrung ist also ein durchaus willkommenes Einstellungskriterium.

 Bonner SC (hinten von links): Physiotherapeut Rasmus Bruns, Rudolf González, Luis Felipe Monteiro, Justin Klein, Lars Holtkamp, Serhat Semih Güler, Dario Bezerra Ehret, Maximilian Pommer, Physiotherapeut Tayfun Babayigit. Mitte: Trainer Björn Joppe, Co-Trainer Marcel Ndjeng, Torwarttrainer Roger Grempler, Leander Goralski, Massaman Keita, Alexander Tackie Sai, Yannick Filipovic, Matti Fiedler, Sportlicher Leiter Mario Neunaber, Mannschaftsarzt Dr. Jochen Müller-Stromberg, Mannschaftsarzt Dr. Pierre Conrads, Betreuer Marcello Volk. Vorn: Kris Fillinger, Robin Afamefuna, Jonas Berg, Fabius Leipelt, Kevin Birk, Eamonn Klein, Daniel Somuah, Masaaki Takahara, Nils Teixeira.
Bonner SC (hinten von links): Physiotherapeut Rasmus Bruns, Rudolf González, Luis Felipe Monteiro, Justin Klein, Lars Holtkamp, Serhat Semih Güler, Dario Bezerra Ehret, Maximilian Pommer, Physiotherapeut Tayfun Babayigit. Mitte: Trainer Björn Joppe, Co-Trainer Marcel Ndjeng, Torwarttrainer Roger Grempler, Leander Goralski, Massaman Keita, Alexander Tackie Sai, Yannick Filipovic, Matti Fiedler, Sportlicher Leiter Mario Neunaber, Mannschaftsarzt Dr. Jochen Müller-Stromberg, Mannschaftsarzt Dr. Pierre Conrads, Betreuer Marcello Volk. Vorn: Kris Fillinger, Robin Afamefuna, Jonas Berg, Fabius Leipelt, Kevin Birk, Eamonn Klein, Daniel Somuah, Masaaki Takahara, Nils Teixeira. Foto: Boris Hempel

Vor allem in der Hintermannschaft setzt das Trainerduo Joppe und dessen neuer Assistent Marcel Ndjeng auf die Expertise in der 4. Liga. Die gelernten Innenverteidiger Leander Goralski und Matti Fiedler kommen zusammen auf 258 Einsätze in der Regionalliga. Auch Mittelfeldspieler Maximilian Pommer, den Joppe aus gemeinsamen Zeiten bei Lok Leipzig kennt, spielte 62-mal in Liga vier. Wieder mit dabei ist zudem Kris Fillinger, der in der abgelaufenen Saison nach schwerer Knieverletzung schmerzlich vermisst wurde.

Neuzugang Lars Holtkamp gilt als hochtalentierter Spieler

Gesucht wird nach wie vor ein Angreifer. Auch auf der linken Seite soll nachgelegt werden. Durchaus für Aufsehen sorgte jüngst die Verpflichtung des 19-jährigen Mittelfeldtalents Lars Holtkamp, der zuletzt dem Profikader des VfL Bochum angehörte, aber in den Planungen von VfL-Coach und Joppe-Intimus Thomas Reis keine Rolle spielte. „Wir freuen uns, dass wir einen hochtalentierten Spieler vom VfL Bochum von unserem Weg überzeugen und gewinnen konnten“, sagt Joppe, der bekanntlich selbst für den VfL spielte.

Auch für Holtkamp scheint der Wechsel in Liga vier keinen Rückschritt zu bedeuten. „Ich freue mich sehr, kommende Saison für den Bonner SC auflaufen zu dürfen. Die guten Gespräche mit dem Trainer und den Verantwortlichen haben mich überzeugt, diesen Schritt zu gehen. Ich will alles geben für eine erfolgreiche Saison.“ Und die soll mit dem erneuten Klassenerhalt zu Ende gehen – diesmal aus eigener Kraft und ohne die Abhängigkeit von den Unwägbarkeiten einer Pandemie.