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Bonner SC - Wuppertaler SV - Marcel Kaiser gesperrt

Fußball-Regionalliga-West : Bonner SC muss ohne Marcel Kaiser in Wuppertal antreten

In seinem letzten Auswärtsspiel der Saison trifft Fußball-Regionalligist Bonner SC am Samstag auf den Wuppertaler SV. Kapitän Dario Schumacher ist wieder genesen, Doch die Mannschaft muss ohne den derzeitigen Schlüsselspieler Marcel Kaiser auskommen.

Björn Joppe kann sich glücklich schätzen. Jetzt, in der entscheidenden Phase des Abstiegskampfs in der Fußball-Regionalliga West, kann sich der Cheftrainer des Bonner SC auf seine Routiniers verlassen. Vor allem der rechtzeitig wieder genesene Kapitän Dario Schumacher und der schnelle Außenspieler Marcel Kaiser hatten zuletzt wesentlichen Anteil an den beiden Siegen gegen Straelen und Homberg, die dem BSC ein wenig Luft zum Atmen lassen. Auch die Formkurve von Daniel Somuah zeigt nach oben.

Drei Punkte hat der BSC aktuell mehr auf dem Konto als das Schlusslicht Rot-Weiss Ahlen. Zwei Zähler beträgt der Vorsprung bei drei noch ausstehenden Spielen auf den SV Bergisch Gladbach 09, der allerdings noch ein Match gegen die U23 von Borussia Dortmund in der Hinterhand hat. Es bleibt also eng.

Wuppertaler SV - Bonner SC: Marcel Kaiser ist gesperrt

Umso bedauerlicher ist es, dass das Erfolgsduo Kaiser/Schumacher am Samstag (14 Uhr) im letzten Auswärtsspiel der Saison beim Wuppertaler SV nicht gemeinsam auflaufen kann. Kaiser sah gegen Homberg seine zehnte Gelbe Karte und ist folglich gesperrt. Aber der BSC muss nicht nur in Wuppertal auf die Dienste des schnellen Mittelfeldakteurs verzichten. Kaiser wird den Club nach dieser Saison in Richtung des Mittelrheinligisten FC Hürth verlassen. „Er will aus beruflichen und familiären Gründen im Fußball kürzertreten“, berichtet Joppe. „Umso höher rechne ich ihm an, wie er sich für den Verein reinhängt, der ihm am Herzen liegt“, sagt der Bonner Coach. „Das gilt auch für Schumacher.“ Der BSC-Kapitän spielt in der kommenden Saison bekanntlich für den ambitionierten Oberligisten 1. FC Bocholt.

  Dario Schumacher (links) ist am Samstag in Wuppertal für den Bonner SC im Einsatz, muss aber auf die Unterstützung von Marcel Kaiser verzichten.
Dario Schumacher (links) ist am Samstag in Wuppertal für den Bonner SC im Einsatz, muss aber auf die Unterstützung von Marcel Kaiser verzichten. Foto: Boris Hempel

„Dass Kaiser in Wuppertal nicht dabei ist, tut natürlich weh“, sagt der gebürtige Wuppertaler Joppe. Aber auch ohne den Vorbereiter und Torschützen zum 2:1 gegen Homberg rechnet sich der Bonner Trainer im Stadion am Zoo etwas aus. „Gegen die Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte tun wir uns leichter“, sagt er. Dass diese Teams mehr Wert auf spielerische Akzente legten, komme dem BSC entgegen. „Auch wir wollen Fußball spielen und nicht nur ackern“, sagt Joppe.

Auch deshalb macht ihm das gegenüber der Konkurrenz wohl schwerste Restprogramm keine Angst, zumal auch der Einsatz gegen den VfB Homberg von der ersten bis zur letzten Sekunde stimmte. Der Tabellen-19. spielt nach der Partie beim Wuppertaler SV, der sensationell im Verbandspokal-Halbfinale den Drittligisten MSV Duisburg mit 6:2 an die Wand spielte, wahrscheinlich am nächsten Mittwoch gegen Alemannia Aachen und am 5. Juni gegen die U21 des 1. FC Köln – jeweils im heimischen Sportpark.

Ob in den letzten Heimspielen des BSC Zuschauer dabei sein dürfen, ist noch unklar. „Wir sprechen mit der Stadt über die Rahmenbedingungen“, sagt Sportvorstand Stefan Krämer. „Das dürfte für die Jungs zusätzlicher Ansporn sein“, meint Joppe zur möglichen Rückkehr der Fans. Der Coach hofft außerdem, dass der WSV am Samstag, drei Tage nach dem spektakulären Pokal-Coup, nicht unbedingt alles aus sich herausholt.