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Bonner SC zu Gast beim Tabellennachbarn

Bonner SC nach dem Pokal-K.o. : Nun zählt nur noch Wegberg-Beeck

Nach dem Pokal-Erstrundenaus beim FC Pesch richtet der Bonner SC den Blick nach vorn. Im Fokus steht dabei das Meisterschaftsspiel am Samstag (14 Uhr) beim Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, FC Wegberg-Beeck.

Dass der Verbandspokal in Björn Joppes Lastenheft nicht an erster Stelle steht, hatte der Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten Bonner SC schon mehrfach verkündet. Die Auswirkungen der 6:7-Niederlage am Mittwochabend nach Elfmeterschießen beim Mittelrheinligisten FC Pesch auf das wichtige Punktspiel am Samstag (14 Uhr) beim direkten Tabellennachbarn FC Wegberg-Beeck bewertet Joppe daher auch ziemlich nüchtern. „Einige Spieler, die auch am Samstag auf dem Platz stehen werden, haben jetzt 120 Minuten in den Knochen. Wegberg dagegen ist frisch.“

Die Partie der Wegberger in der ersten Runde beim Heinsberger Kreispokalsieger FC Union Schafhausen wurde auf den 3. November verlegt. Über das Warum wusste Joppe nichts zu sagen. Abgesehen von den körperlichen Strapazen der zwei Stunden auf dem Pescher Kunstrasen, befürchtet der BSC-Coach allerdings keine negativen Folgen für Samstag.

Bitteres Pokalaus wegstecken

„Als wir am Mittwochabend vom Gelände gefahren sind, war die Begegnung bereits abgehakt“, versichert der Bonner Trainer. „Wir hatten es in der zweiten Hälfte der Verlängerung schließlich selbst in der Hand weiterzukommen. Das Elfmeterschießen war dann letztlich reine Glückssache.“ Luis Monteiro war mit dem siebten und entscheidenden Strafstoß am Pescher Schlussmann Ron Meyer gescheitert.

„Jetzt zählt nur noch Wegberg-Beeck“, sagt Joppe, der die Brisanz der kommenden Partie ausdrücklich betont: „Verlieren verboten.“ Das Duell zweier Abstiegskandidaten im schmucken Beecker Waldstadion sei einfach viel zu wichtig. „Beide Mannschaften haben zuletzt in der Meisterschaft ansteigende Form bewiesen“, erklärt Joppe.

Während der BSC die Spiele gegen Homberg und Lotte gewann und sich gegen das Top-Team des SC Preußen Münster trotz der 1:2-Niederlage gut aus der Affäre zog, schaffte Wegberg-Beeck mit den Siegen gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach (1:0) und in Lotte (2:1) ebenfalls den Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld. „Wir kommen ins Rollen. Und dieser Sieg war auch verdient“, hatte Beecks Coach Mark Zeh in Lotte erklärt. Die Tore hatten Wegbergs Abwehrchef Nils Hühne und Mittelfeldakteur Jeff-Denis Fehr erzielt. Für Joppe „beides Spieler, die den Unterschied ausmachen können“.

Der BSC-Übungsleiter rechnet am Samstag mit einem engen Duell. „Das dürfte ein sehr interessantes Spiel werden, in dem Kampf und Leidenschaft den Ausschlag geben.“ Was diese Grundtugenden im Abstiegskampf anbetrifft, macht sich der Coach keine Sorgen mehr. „Die Jungs haben mittlerweile begriffen, dass wir nur mit spielerischen Mitteln nicht unbedingt weiterkommen.“

In Wegberg dürfte Joppe wieder auf die Elf zurückgreifen, die in Lotte und dann auch gegen Münster zu überzeugen wusste. Im Tor steht dann wieder Kevin Birk, der am Mittwoch in Pesch von Mark Depta gut vertreten wurde. Mit von der Partie sind auch Abwehrchef Leander Goralski und Linksverteidiger Robin Afamefuna, die beide im Pokal geschont wurden. Der unter der Woche erkältete Nils Teixeira soll bis Samstag ebenfalls wieder fit sein.

Ungewiss ist dagegen ist der Einsatz von Massaman Keita. „Er hat in Pesch mehrere Tritte auf die Ferse bekommen. Ob er spielen kann, entscheidet sich kurzfristig“, sagt Joppe.