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Dem Bonner SC steht das Wasser nach fünf Niederlagen in Serie bis zum Hals

Fußball-Regionalligist ist gegen Rödinghausen in Zugzwang : Ein „elendig wichtiges“ Spiel

Fußball-Regionalligist Bonner SC braucht gegen den SV Rödinghausen dringend Punkte.

Wenn das nächste Fußballspiel „elendig wichtig“ ist, steht einem das Wasser im übertragenen Sinne bis zum Hals. Thorsten Nehrbauer, Cheftrainer des Regionalligisten Bonner SC, macht keinen Hehl daraus, was ihm und seiner Mannschaft nach zuletzt fünf Pleiten am Stück am Samstag ab 14 Uhr im dann erneut leeren Sportpark Nord gegen den SV Rödinghausen bevorsteht.

„Wir müssen punkten“, sagt Nehrbauer. „Und wir müssen endlich die individuellen Fehler abstellen, die uns auf Schalke das Unentschieden gekostet haben.“ Ein Satz, den Nehrbauer nicht zum ersten Mal spricht.

Sorgen, von seinen Aufgaben entbunden zu werden, muss sich der 42-Jährige trotz der ernüchternden Bilanz von acht Punkten aus zwölf Spielen offenbar nicht machen. „Der Vorstand steht vorbehaltlos hinter Nehrbauer und seiner Arbeit“, sagt Dirk Mazurkiewicz, der Vorstandsvorsitzende des BSC. „Wir haben bei unseren Treffen noch keine Minute vergeudet, über einen Trainerwechsel nachzudenken.“

Auch scheint die Chemie zwischen Trainer und Team zu stimmen. „Die Jungs ziehen mit“, sagt der BSC-Coach. „Ich bin nach wie vor überzeugt, dass die Mannschaft funktioniert. Bis auf Oberhausen hat uns keiner aus dem Stadion geschossen.“

Wenn da nicht diese fatalen Fehler wären. „Mein Job ist es, diese auszumerzen“, sagt Nehrbauer. Dass der neu zusammenstellte Kader Zeit braucht, hatte er auf dem Schirm. „Aber mit diesen individuellen Fehlern, die wir machen, konnte ich nicht rechnen.“ Nehrbauer will personelle Konsequenzen ziehen. „Diese Spieler brauchen noch mehr Zeit und gehören aktuell nicht auf den Platz.“ Namen will der BSC-Coach nicht nennen. „Die Spieler wissen, mit wem ich nicht zufrieden bin“, sagt er. Lediglich vier bis fünf Akteure sind laut seiner Aussage für die Partie gegen Rödinghausen gesetzt. „Der Rest muss sich im Training beweisen.“ Dazu gehört auch Keeper Jonas Hupe, der nach seiner verletzungsbedingten Pause gegen Oberhausen auf Schalke wieder das Tor hütete und beim 0:1 nicht gut aussah.

Auf der anderen Seite baut Nehrbauer auf die erfahrenen Akteure wie Daniel Somuah, Marcel Kaiser und vor allem Nils Teixeira. Während Somuah und Kaiser im Parkstadion nach Muskelverletzungen zu Kurzeinsätzen kamen, spielte Teixeira nach gerade überstandener Zehenblessur fast durch. Gegen Rödinghausen legt Nehrbauer besonderen Wert auf die Defensive: „Bloß nicht wieder in Rückstand geraten.“

Was die Gesundheit angeht, werden Regionalligaspieler ähnlich wie ihre Profikollegen künftig auf Corona getestet. Los geht es allerdings erst in der Woche nach dem Spiel gegen Rödinghausen. Bis Freitagmittag müssen dann die Ergebnisse des einmal pro Woche durchgeführten Corona-Schnelltests beim Verband vorliegen. In der Geschäftsstelle des BSC lagern genügend Tests. „Das müsste bis Ende Dezember reichen“, sagt Geschäftsstellenleiter Dietmar Sebus. Fällt ein Test positiv aus, kann der betroffene Verein die Absetzung eines Spiels beantragen.

Wer die nächsten Versuche des BSC, aus der Abwärtsspirale herauszukommen, nicht verpassen will, wird beim Streaminganbieter sporttotal.de fündig, der die Heimspiele gegen Rödinghausen und Straelen mit jeweils fünf Kameras überträgt.