Fußball-Mittelrheinliga Der Bonner SC bangt um den Aufstieg

Bonn · Sieben Punkte beträgt der Rückstand des Mittelrheinligisten auf einen Aufstiegsplatz. Aufgeben ist für die Bonner aber keine Option. Nach zwei Unentschieden soll gegen Bergisch Gladbach ein Sieg her.

 Einer gegen alle: Felix Erken (schwarzes Trikot) vom Bonner SC in Aktion beim letzten Liga-Spiel gegen den Siegburger SV.

Einer gegen alle: Felix Erken (schwarzes Trikot) vom Bonner SC in Aktion beim letzten Liga-Spiel gegen den Siegburger SV.

Foto: Wolfgang Henry

Wer als geneigter Anhänger des Fußball-Mittelrheinligisten Bonner SC auf die Tabelle nach dem 23. von 30 Spieltagen blickt, dürfte die Stirn in Falten werfen. Dort steht unmissverständlich geschrieben, dass dem BSC auf den angestrebten Aufstiegsplatz bei fünf noch ausstehenden Spielen satte sieben Punkte fehlen. „Natürlich ist das ein Brett“, sagt BSC-Sportdirektor Daniel Zillken. Aufgeben sei allerdings keine Option, betont der 56-Jährige. „Natürlich haben wir die Saison noch nicht abgehakt“, sagt Zillken. „Wir können den Spielern jetzt ja nicht sagen, dass alles vorbei ist“, betont der Bonner Sportdirektor. „Auch wenn die Chance auf den Aufstieg nach den letzten beiden Spielen kleiner geworden ist, werden wir in den verbleibenden Spielen alles raushauen“, verspricht Zillken.

Die nächste Gelegenheit dazu hat die Mannschaft von Cheftrainer Sascha Glatzel, der seinen Vertrag beim BSC unter der Woche um weitere zwei Jahre verlängert hat, am Freitagabend (19.30 Uhr, Sportpark Nord) gegen den SV Bergisch Gladbach 09. Das Team von Ex-Profi Mike Wunderlich liegt drei Punkte hinter dem BSC auf Tabellenplatz fünf. Die letzten beiden Unentschieden sind für Zillken nicht der Grund, dass der BSC der Musik nach wie vor hinterherläuft. „Natürlich waren das keine guten Ergebnisse“, sagte der BSC-Sportdirektor. „Wir haben beste Torchancen fahrlässig liegen gelassen und uns dumme Gelb-Rote Karten eingehandelt. Aber wir sind auch seit 19 Spielen ungeschlagen. Die Punkte haben wir in der Hinrunde verloren.“

Sportdirektor blickt zuversichtlich in die Zukunft

Auch wenn der angestrebte Aufstieg in dieser Spielzeit verpasst werden sollte, blickt der Sportdirektor zuversichtlich nach vorne. Mit Glatzel bleibt dem BSC der absolute Wunschtrainer weiter erhalten. „Außerdem führen wir sehr gute Gespräche mit den Spielern“, sagt Zillken. „Die Jungs wissen zu schätzen, was wir ihnen hier in Bonn bieten. Das kann kein anderer Verein in der Liga.“

Rund zwölf Akteure stehen bereits unter Vertrag. Erst Mitte der Woche hatte Stamm-Innenverteidiger Tarik Dogan seinen Kontrakt bis 2026 verlängert. Zillken verweist auf die Entwicklung der Mannschaft in den letzten Wochen. „Es macht Spaß, dem Team zuzuschauen. Und wir stehen im Pokalfinale“, betont der Sportdirektor. Sein erster Angestellter will sich indes an Rechenspielen nicht beteiligen. „Wir wollen unsere Serie ausbauen und bis ins Pokalfinale gegen Aachen ungeschlagen bleiben“, sagt Glatzel. Natürlich fühlten sich die Unentschieden gegen Vichttal und Siegburg im Rennen um den Aufstieg wie Niederlagen an. „Wir haben trotzdem vieles richtig gemacht, aber leider auch eklatant falsche Entscheidungen getroffen.“

Auch deshalb muss der BSC-Trainer sein Team für Freitag umbauen. Für den Gelb-Rot gesperrten Jonas Berg dürfte der zuvor mit der Ampelkarte bestrafte Hendrik Strobl in die Startelf zurückkehren. Leon Augusto fehlt weiterhin aufgrund eines Muskelfaserrisses. Wer Markus Wipperfürth im Spiel gegen Bergisch Gladbach ersetzen soll, sei noch nicht entschieden. Der Linksverteidiger hatte in Siegburg seine 5. „Gelbe“ gesehen.

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