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Abstiegskampf in der Regionalliga-West: Der Bonner SC darf gegen Bergisch Gladbach nicht verlieren

Abstiegskampf in der Regionalliga-West : Der Bonner SC darf gegen Bergisch Gladbach nicht verlieren

Zum Abstiegsgipfel in der Regionalliga West empfängt der Bonner SC den SV Bergisch Gladbach. Die Elf von Coach Björn Joppe muss dringend punkten, um im Kampf um den Klassenerhalt nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Björn Joppe sitzt am Samstag (14.30 Uhr, Sportpark Nord) beim Abstiegsgipfel der Fußball-Regionalliga West gegen den SV Bergisch Gladbach 09 auf der Bank. Nach seiner Gelb-Roten Karte aus der Partie am vergangenen Samstag in Rödinghausen bleibt es für den Cheftrainer des Bonner SC bei einer Stellungnahme und Geldstrafe. Um eine Sperre kommt der BSC-Coach damit herum und kann seinen Job am Samstag vollumfänglich erledigen. Ob das auch seine Mannschaft kann, wird sich nach 90 Minuten zeigen. Auf dem Duell mit dem um einen Punkt besser gestellten Tabellennachbarn lastet enormer Druck – für beide Mannschaften. „Verlieren verboten. Eigentlich ein blöder Spruch, der gegen Bergisch Gladbach allerdings für beide Teams gilt“, sagt Joppe. Auch Helge Hohl gibt sich kämpferisch. „Wir wollen unseren Platz verteidigen“, sagte der Trainer von Bergisch Gladbach dem „Reviersport“.

Dass nach der Annullierung der Saison in den Amateurligen in den Verbänden des Mittelrheins, Niederrheins und Westfalens nur noch der am Ende Tabellenletzte in die Oberliga absteigen muss, hat für den BSC-Trainer keinerlei Relevanz. „Für uns ändert sich damit überhaupt nichts“, sagt Joppe. „Wir müssen bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen. Ein Sieg gegen Bergisch Gladbach hilft uns dabei natürlich sehr.“ Das Hinspiel, dass der BSC mit 0:2 verlor, erlebte Joppe noch nicht mit. Damals saß noch Thorsten Nehrbauer auf der Bank. Dass Bergisch Gladbach in die Kategorie Angstgegner fällt, ist dem BSC-Trainer allerdings bewusst. „Bergisch Gladbach ist ein ekliger Gegner. Und das meine ich nicht negativ“, sagt der 42-Jährige. „Ich rechne mit einem ekligen Spiel, dass sicherlich kein spielerischer Leckerbissen wird.“

Die Partie kann sehr eng werden

Ein Treffer könnte die Partie nach Meinung des BSC-Trainers bereits entscheiden. Und genau hier drückt beim Tabellenvorletzten der Schuh. In den vergangenen beiden Spielen stand vorne die Null. „Unsere Probleme vor dem gegnerischen Tor werden sich nicht von heute auf morgen in Luft auflösen“, glaubt Joppe. „Das ist auch eine Frage der Qualität. Daniel Somuah bringt zum Beispiel alles mit“, sagt Joppe. „Er ist kopfballstark und körperlich sehr robust. Aber wenn er vorne alles reinmacht, würde er nicht bei uns spielen.“ Auf Seiten des Gegners gibt es diesen Spieler. Serhat Koruk schoss in dieser Saison bislang 18 Tore. Insgesamt traf Bergisch Gladbach 28 Mal. Damit steht der 24-jährige Stürmer, der unter anderem vor der Saison auch dem BSC angeboten wurde, hinter dem Essener Simon Engelmann (26) und dem Dortmunder Stefan Tigges (20) auf Rang drei der Torschützenliste. Mittlerweile ist wohl auch der Drittligist SV Meppen auf den Bergisch Gladbacher Angreifer aufmerksam geworden. „Koruk ist schwer zu fassen und im Strafraum ein echter Instinktfußballer“, sagt Joppe.

Dennoch scheint es zumindest in der Hintermannschaft des BSC im Gegensatz zum Angriff derzeit zu stimmen. Wer allerdings am Samstag im Tor steht, will Joppe „aus dem Bauch heraus am Freitag oder Samstag entscheiden“. Justin Dautzenberg hatte Jonas Hupe – die eigentliche Nummer eins – nach dessen Magen-Darm-Infekt in Rödinghausen ohne Fehl und Tadel ersetzt. Mittlerweile ist Hupe wieder fit, aber das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Nils Teixeira, der sich in Rödinghausen eine Bänderverletzung zugezogen hatte. Rudolf González plagen muskuläre Probleme und Alexander Tacki Sai steckt in Abiturklausuren, konnte unter der Woche nicht trainieren. Derweil hat Kris Fillinger seinen Vertrag um eine weitere Spielzeit verlängert. „Auch wenn er nicht spielt, ist das ein wichtiges Signal für die Mannschaft“, sagt Joppe.