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Nächstes Spiel gegen Bergisch Gladbach: Der Bonner SC im Aufwind

Nächstes Spiel gegen Bergisch Gladbach : Der Bonner SC im Aufwind

Nach dem Sieg gegen Rödinghausen will der Bonner SC gegen Bergisch Gladbach am Samstag nachlegen. Das Spiel steht allerdings auf der Kippe.

Kann Fußball-Regionalligist Bonner SC am Samstag (14 Uhr) beim SV Bergisch Gladbach 09 an die gute Leistung gegen den SV Rödinghausen anknüpfen? Diese Frage treibt die Verantwortlichen um Cheftrainer Thorsten Nehrbauer derzeit um. Allerdings geht es nicht darum, ob der BSC die durchaus ansehnliche Vorstellung beim 1:0-Erfolg sportlich wiederholen kann, sondern darum, ob überhaupt gespielt wird. Die Sorge ist begründet, denn nach einem positiven Corona-Fall in den Reihen der Mannschaft von Trainer Helge Hohl nutzte der Tabellenvorletzte die Regularien, um das Nachholspiel vom Mittwoch beim SV Homberg abzusagen. Wie Bergisch Gladbach inzwischen mitteilte, ist noch offen, ob das Spiel gegen Bonn am Samstag stattfindet. Dies werde der Verband mit dem Verein und dem Gesundheitsamt entscheiden.

Sobald bei den seit Montag in der Regionalliga West obligatorischen Covid-19-Schnelltests ein positiver Corona-Fall identifiziert wird, hat der betroffene Verein das Recht, beim Westdeutschen Fußballverband (WDFV) die Absetzung eines Spiels zu beantragen. Für Nehrbauer ein eher fragwürdiges Prozedere. „Eigentlich testen wir ja, um weiter spielen zu können.“

Einmal pro Woche wird in der Regionalliga West getestet

Eine Meinung, die der BSC-Cheftrainer mit Stephan Küsters, dem Sportchef des Wuppertaler SV, gemein hat. Trotz dreier positiver Corona-Fälle in der Mannschaft trat der WSV bei der U21 des 1. FC Köln an. „Seit Montag testet jeder Club in der Regionalliga West einmal in der Woche“, sagte Küsters gegenüber dem „Reviersport“. „Wofür machen wir die Tests überhaupt? Sie sind dazu da, um die Liga so sauber wie möglich zu halten, die positiven Fälle auszusortieren und in Quarantäne zu schicken. Es ist doch klar, dass wir transparent sein wollen und die Gesundheit für alle Beteiligten oberste Priorität besitzt. Aber wir machen die Tests doch nicht, um bei jedem positiven Fall ein Spiel abzusagen. Da muss der Verband einschreiten und noch einmal den Gesundheitsämtern deutlich machen, dass die Regionalliga West auch eine Profiliga ist und so behandelt werden sollte.“

Auch der BSC-Vorstandsvorsitzende Dirk Mazurkiewicz fordert, dass der Verband nachbessern müsse, wenn die zuständigen Gesundheitsämter nur einzelne Betroffene in häusliche Quarantäne schicken. „Es wird auch Ämter geben, die gleich das ganze Team nach Hause beordern“, sagt Mazurkiewicz. „Wenn aber ein Amt weniger restriktiv entscheidet, sollte der Verband die Schwelle für Spielabsagen erhöhen.“ Auf Betreuer und Spieler des BSC kam der erste Corona-Schnelltest am Donnerstag zu. „Wir wollen auf jeden Fall spielen“, sagt Nehrbauer. „Schließlich geht es auch um das Momentum.“

Und das spricht aktuell für die Bonner, auch wenn die Bilanz gegen Bergisch Gladbach in der Regionalliga nicht allzu optimistisch stimmt. Die jüngsten Partien verlor der BSC mit 0:3 und zuletzt in der Belkaw-Arena mit 0:1. Vor allem die Arbeit gegen den Ball gefiel dem BSC-Coach am vergangenen Samstag. „Was das für Folgen hat, wenn es nicht funktioniert, haben wir im Spiel Deutschland gegen Spanien gesehen.“ Der 1:0-Sieg gegen Rödinghausen macht laut Nehrbauer nur dann Sinn, wenn seine Schützlinge gegen Bergisch Gladbach nachlegen. „Das 1:0 tut natürlich gut. Aber noch ist nicht viel passiert.“

Eine Startelfgarantie spricht der BSC-Trainer Justin Dautzenberg aus. „Wenn ein Torhüter zu null spielt, gibt es keinen Anlass zu wechseln.“ Das dürfte auch für die übrigen Akteure gelten, die nach fünf Niederlagen den Bock gegen Rödinghausen umgestoßen haben. Es sei denn, Corona macht Nehrbauer einen dicken Strich durch die Rechnung.