Mittelrheinliga Der Bonner SC verspielt eine 2:0-Führung

Bonn · Der Bonner SC hat in seinem letzten Heimspiel nur unentschieden gespielt. In der Partie gegen Freialdenhoven ging es allerdings auch um nichts mehr.

Der Bonner SC verspielt eine am Ende scheinbar sichere 2:0-Führung gegen Freialdenhoven
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Der Bonner SC verspielt eine am Ende scheinbar sichere 2:0-Führung gegen Freialdenhoven

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Foto: Boris Hempel

Fußball ist Kopfsache. Binsenweisheit und Floskel, aber durchaus geeignet, um das 2:2 (0:0) des Fußball-Mittelrheinligisten Bonner SC im letzten Heimspiel der Saison gegen Borussia Freialdenhoven vor 635 Zuschauern im Sportpark Nord ein Stück weit zu erklären. Schließlich war kurz vor dem Spiel durchgesickert, dass der Tabellenführer und feststehende Meister Eintracht Hohkeppel auch die Lizenz für die Regionalliga erhalten hat. Damit war das letzte Fünkchen Hoffnung erloschen, eventuell doch noch als Nachrücker aufzusteigen, sollte der Verband Hohkeppel die Lizenz aus welchen Gründen auch immer doch noch verweigern. So bleibt dem BSC zumindest der Nimbus der Unbesiegbarkeit erhalten. 22 Pflichtspiele hat der BSC nunmehr unter Cheftrainer Sascha Glatzel nicht mehr verloren. Für den BSC hatten Adis Omerbasic (52.) und Serhat Koruk (59.) getroffen. Als der Sieg eingetütet schien, gelang den Gästen doch noch durch zwei späte Tore des eingewechselten Kariem Emara der 2:2-Ausgleich (74., 81.). „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Aber solch eine Halbzeit gestehe ich den Jungs zu. Uns darf aber nicht passieren, dass wir den Sieg doch noch aus der Hand geben. Dass die Jungs an Hohkeppel gedacht haben, schließe ich aus.“

Ins letzte Heimspiel dieser Spielzeit schickte Glatzel die Elf, die vor zwei Wochen Union Schafhausen überzeugend 4:0 besiegt hatte. Und die Partie nahm zunächst einen vergleichbaren Verlauf. Die Hausherren nisteten sich in der Hälfte der Gäste ein, ohne allerdings zwingend vor Freialdenhovens Schlussmann Yannick Marko aufzutauchen. Der erste Schussversuch von Michael Okoroafor stellte den Keeper vor keine allzu großen Probleme (10.). Dagegen konnte BSC-Torhüter Kevin Birk von Glück reden, dass Mehmet Yilmaz nach einer Ecke den Ball aus kürzester Distanz nicht aufs Tor brachte (18.). Im weiteren Verlauf hielt sich der Unterhaltungswert der Partie in Grenzen. Der BSC mühte sich zwar, kam aber nicht auf die zündende Idee. Freialdenhoven agierte zwar mutiger, stellte die Bonner Hintermannschaft aber genauso wenig vor Probleme. Auch wenn die Gastgeber zum Ende der ersten Hälfte flüssiger kombinierten, fehlte der letzte Pass und folglich der Abschluss.

Das änderte sich relativ schnell nach dem Seitenwechsel, als Okoroafor Rechtsverteidiger Adis Omerbasic erspähte. Der hatte sich am Rand des Fünfmeterraums frei geschlichen, musste den Ball nur noch über die Linie zur Bonner Führung drücken (52.). Während der Widerstand der Gäste zusehends erlahmte, nahm Winterneuzugang Serhat Koruk Maß und ließ Gästeschlussmann Marko mit einem platzierten Schuss aus rund 16 Metern zum 2:0 keine Chance (59.). Kurz danach verzog der eingewechselte Creighton Braun nur knapp. In der 74. Minute machten es die Gäste wieder spannend, als Kariem Emara nach einem Konter das 1:2 gelang. Nach einem Ballverlust von Pommer fiel schließlich noch der Ausgleichstreffer zum 2:2. Erneut war Emara zur Stelle. In der Nachspielzeit vergab Omerbasic noch das 3:2 für die Gastgeber. Bereits vor dem Spiel wurde offiziell gemacht, dass Armando Rexhepaj und Nam-Ju Lee in der kommenden Saison für den SV Bergisch Gladbach spielen.

Bonner SC: Birk, Wipperfürth, Keita, Dogan, Omerbasic, Erken (61. Braun), Pommer, Berg, Okoroafor, Koruk , Strobl (68. Gonzalez).

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