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Schweres Programm für den Bonner SC: Jetzt kommen die Top-Teams

Schweres Programm für den Bonner SC : Jetzt kommen die Top-Teams

Fußball-Regionalligist Bonner SC gastiert am Samstag bei der U23 der Düsseldorfer Fortuna. Auf die Bonner Löwen wartet in den kommenden Wochen ein schweres Programm.

Für Björn Joppe, den Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten Bonner SC, war das 0:0 vom vergangenen Samstag gegen den SV Lippstadt ein torloses Remis der besseren Art. „Insgesamt haben wir einmal mehr stabil gestanden und nicht verloren“, sagt der 42-Jährige rückblickend.

Über den Wert dieses Unentschiedens gegen einen Mitkonkurrenten im sich immer weiter zuspitzenden Abstiegskampf lässt sich dennoch streiten. Joppe jedenfalls sieht’s positiv. „Der Abstand ist zumindest gleich geblieben“, sagt der BSC-Trainer mit Blick auf die vier Zähler Rückstand auf den am Ende der Saison zum Klassenerhalt berechtigenden 16. Platz.

„Zu wenig“, hatte dagegen Dario Schumacher unmittelbar nach der Partie im eigenen Stadion gemeint. Im Hinblick auf die bevorstehenden Aufgaben könnte der BSC-Kapitän in der Tat recht haben. Denn die kommenden Gegner gehören samt und sonders zur besseren Hälfte der Liga.

Los geht der Reigen gegen die Top-Teams am Samstag (14 Uhr) bei der U23 von Fortuna Düsseldorf. Danach folgen die Duelle mit dem SC Fortuna Köln, Borussia Dortmund U23, Preußen Münster, Borussia Mönchengladbach U23 und RW Oberhausen. „Gegner, die uns aufgrund ihrer Spielweise entgegenkommen, aber auch über eine große individuelle Klasse verfügen“, sagt Joppe.

Das gilt auch für die Düsseldorfer, die ihre erste kleinere Ergebnisdelle jüngst mit dem 3:0 gegen Rot-Weiss Essen und dem 2:0-Erfolg in Wiedenbrück wieder glattbügelten. Am Mittwoch folgte dann der 3:2-Sieg im Nachholspiel gegen die U21 des 1. FC Köln. „Natürlich ist die Fortuna hochkarätig besetzt und spielt auch gut strukturiert“, sagt Joppe. „Aber wir wissen, wie wir gegen eine solche Mannschaft agieren müssen.“

Der BSC dürfte es am Samstag unter anderem mit Spielern wie dem Profi Kelvin Ofori, Torschütze in Wiedenbrück, oder dem zuletzt leicht angeschlagenen und von Trainer Nico Michaty geschonten Routinier Oliver Fink zu tun bekommen. „Er ist der Kopf der Mannschaft, den wir in den Griff bekommen müssen“, sagt der Bonner Übungsleiter.

In den eigenen Reihen herrscht trotz des verpassten Dreiers gegen Lippstadt mittlerweile wieder Zuversicht. „Wenn wir die Aggressivität aus dem Training auch in Düsseldorf zeigen, mache ich mir keine Sorgen“, sagt Joppe. Im Düsseldorfer Paul-Janes-Stadion hat er im Mittelfeld die Qual der Wahl. Für die Doppel-Sechs stehen mit Kelana Mahessa, Nils Teixeira und Dominik Bilogrevic drei gesunde Akteure zur Verfügung. „Ich werde mich erst kurzfristig entscheiden“, erklärt Joppe.

Für Bilogrevic spricht dessen körperliche Robustheit. Mahessa hat einen feinen Fuß und ein gutes Auge. Teixeira ist aufgrund seiner Erfahrung gesetzt.

Während also die Bonner Defensivabteilung in den zurückliegenden Begegnungen einen durchaus stabilen Eindruck hinterließ, leidet der Angriff nach wie vor unter Ladehemmung. „Die Frage ist, ob wir wieder treffen oder nicht“, sagt Joppe. Vor allem Winter-Neuzugang Serhat-Semih Güler steht mittlerweile unter besonderer Beobachtung. In seinen bisherigen fünf Einsätzen steht beim nominellen Mittelstürmer noch immer die Null. „Er arbeitet viel für die Mannschaft“, meint Joppe. „Aber es wird Zeit, dass er auch trifft.“ Als Alternative steht Daniel Somuah wieder zur Verfügung. Gegen Lippstadt kam der 31-Jährige bereits wieder zum Einsatz.

Auch der erst 18-jährige Alexander Nii Tackie Sai sammelte gegen Lippstadt Spielpraxis. „Sollten wir am Samstag mit zwei Spitzen agieren, hat er sicherlich gute Chancen“, verrät Joppe.