Mittelrheinliga Bonner SC will Erfolgsserie fortsetzen

Bonn · Der BSC kassiert in der Liga die wenigsten Gegentore. Am Freitag treffen sie mit der SpVg. Porz auf die zweitschlechteste Abwehr. Trotz der Favoritenrolle warnt Trainer Glatzel vor dem Duell.

 Leander Goralski (r.) ist nach einer Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und könnte gegen Porz eine Option sein.

Leander Goralski (r.) ist nach einer Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und könnte gegen Porz eine Option sein.

Foto: Boris Hempel/rheinzoom.photo

Der Bonner SC hat einen Lauf. Das ist Fußballjargon und beschreibt die beeindruckende Erfolgsserie des Fußball-Mittelrheinligisten. Alleine in den letzten beiden Spielen gegen Teveren und Hürth holte die Mannschaft von Trainer Sascha Glatzel sechs Punkte und schoss dabei neun Tore. Über die Ursache von Gegentreffern musste der Bonner Trainer in den obligatorischen Nachbesprechungen mit seinen Schützlingen nicht reden – es gab schlichtweg keine.

In den bislang 19 Spielen kassierte der BSC lediglich 16 Tore – Bestwert in der Liga. Seit dem 11. Spieltag, dem Amtsantritt von Glatzel, mussten die Bonner Torhüter Kevin Birk und Martin Michel dreimal hinter sich greifen. Dazu passt eine weitere Floskel, nämlich dass mit einer soliden Abwehr Meisterschaften gewonnen werden.

Zum Weltfrauentag am Freitagabend (19.30 Uhr, Sportpark Nord), zu dem alle weiblichen Besucher im Sportpark Nord freien Eintritt haben, empfängt der BSC mit der SpVg. Porz eine Mannschaft, die mit 40 Gegentoren die zweitschlechteste Hintermannschaft stellt. Nur Teveren kassierte ein Tor mehr. Aber Glatzel wäre nicht Glatzel, wenn er nicht jeden Gegner sehr ernst nehmen würde. „Es ist weniger schwierig nach oben zu kommen, als das Niveau zu halten“, sagt der Bonner Cheftrainer.

Glatzel mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden

Mit der Entwicklung bis dato ist der 47-Jährige sehr zufrieden. „Wir sind stärker als zu meinem Amtsbeginn. Die Arbeit gegen den Ball, so wie ich sie mir vorstelle, hat meine Mannschaft schnell umgesetzt“, erinnert sich Glatzel. „Jetzt ist das Spiel mit Ball sehr viel besser geworden.“ Seine Mannschaft agiere insgesamt variabler, schneller und sei in den Abläufen sicherer geworden. Zu welchem Ergebnis das am Saisonende führt, lässt der BSC-Coach offen. „Natürlich ist in den neun noch verbleibenden Partien einiges möglich“, sagt Glatzel angesichts der gestiegenen Erwartungen der Anhänger, was die Chancen auf den Regionalligaaufstieg anbetrifft. „Aber der Weg ist noch lang und steinig.“ Fußball-Floskel, die dritte.

Was das einsatzbereite Personal für das Heimspiel gegen Porz angeht, muss Glatzel seine Erfolgself umbauen. Fehlen wird neben dem nach wie vor angeschlagenen Armando Rexpehaj definitiv Innenverteidiger Massaman Keita, der in Hürth seine fünfte gelbe Karte gesehen hat. Glatzel hofft deshalb auf die Rückkehr von Leander Goralski, der nach Verletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Eine Alternative könnte auch der japanische Winterneuzugang Kotaro Nakanishi sein.

Mehr oder weniger große Fragzeichen stehen hinter Maximilian Pommer (Rückenprobleme) und Leon Augusto. Der zweifache Torschütze beim 4:0 in Hürth hat Schmerzen an der Ferse und musste zu Wochenbeginn mit dem Training aussetzen.

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