1. FC Köln 1:1 gegen Ingolstadt - Horn hält Elfmeter

INGOLSTADT · Zweitliga-Meister 1. FC Köln hat vier Tage nach der Aufstiegsfeier einen weiteren Sieg verpasst. Die "Geißböcke" kamen am Freitagabend beim FC Ingolstadt nur zu einem 1:1 (0:1).

Erst eine Halbzeit lang fad, dann temporeich, packend und letztlich mit sich überschlagenden Ereignissen und einem letztlich schiedlich, friedlichen Ausgang - die Partie des 1. FC Köln beim FC Ingolstadt bot den Zuschauern alles, wofür sie ins Stadion gepilgert waren.

Sah es zunächst nach einer Wiederholung des Ingolstädter Hinspielerfolges aus, weil der Ex-Kölner Moritz Hartmann wie damals das 1:0 erzielt hatte, so wendete Tony Ujah mit seinem zehnten Saisontreffer die Niederlage noch ab und sorgte für den 1:1-Endstand.

Dass es dabei blieb, verdankte der Zweitligameister allerdings seinem wieder einmal überragenden Torhüter Timo Horn. Denn neben mehreren starken Paraden hielt der auch zwölf Minuten vor Schluss einen Foulelfmeter. Dabei ging er in die von ihm aus rechte Ecke, "weil der Philipp da am liebsten hinschießt", erzählte der Schlussmann später verschmitzt.

Timo Horn und Philipp Hofmann kennen sich bestens von der U 21-Nationalmannschaft, teilen sich dort auch das Zimmer. "Ich kenne natürlich seine Vorliebe, den Ball von sich aus nach links zu schieben. Gerade nach dem Spiel hat er mir gesagt, dass er ihn zuerst mit Vollspann nach rechts schießen wollte, sich dann aber wieder für seine Lieblingsecke entschieden hat. Zu meinem Glück", meinte Kölns Schlussmann, der mit seinem Kumpel das Trikot tauschte.

[kein Linktext vorhanden]Dem Strafstoß vorausgegangen war ein leichtes aber entscheidendes Foul von Miso Brecko an Stefan Lex. "Der Schiedsrichter hatte keine andere Wahl, zumal er mir vorher schon ein zweites Mal Gelb hätte zeigen können. Deshalb stand er etwas unter Druck", meinte der Kapitän, der nun im letzten Heimspiel gegen St. Pauli nur zuschauen kann.

FC Ingolstadt - 1. FC Köln 1:1
11 Bilder

FC Ingolstadt - 1. FC Köln 1:1

11 Bilder

Da Schiedsrichter Tobias Christ im ersten Moment sogar zur Roten Karte greifen wollte, es dann aber bei der zweiten Gelben nach einer ersten Verwarnung zuvor belassen hatte, kam Miso Brecko sogar noch mit einem blauen Auge davon.

Wie die gesamte Kölner Mannschaft, die zunächst eine sehr emotionslose erste Spielhälfte geboten hatte. Da war das Beste am Spiel die Stimmung, die die gut 3000 mitgereisten Anhänger verbreiteten. "Wir sind schwer in die Gänge gekommen. Aber das ist auch verständlich.

Die Jungs waren mental doch nicht mehr so auf der Höhe, nachdem der Druck des Meisterschaftsrennens von ihnen abgefallen war. Umso mehr Hochachtung verdient ihre Leistung nach der Pause, als sie gekämpft und alles gegeben haben", war Peter Stöger zufrieden, auch wenn die Siegesserie keinen Bestand mehr hat.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort