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1. FC Köln: Andersson vor Wechsel zu Bröndy IF​

Interesse aus Dänemark : Andersson vor Wechsel zu Bröndy IF

Beim FC hat Sebastian Andersson keine Zukunft mehr. Nun steht der Stürmer vor einem Wechsel zum dänischen Club Bröndby IF.

Sehr häufig war Sebastian Andersson zuletzt nicht im Training des 1. FC Köln zu erblicken. Hatte er sich in der Woche vor dem DFB-Pokalspiel bei Jahn Regensburg (3:4 im Elfmeterschießen) wegen einer Krankheit abgemeldet, stand er auch am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche nicht auf dem Trainingsplatz. Zumindest am Donnerstag war am Geißbockheim nicht mehr die Rede von einer Krankheit des Mittelstürmers. Für den Kader gegen Regensburg hatte ihn FC-Trainer Steffen Baumgart nicht nominiert. Klar ist: Der Schwede hat keine Zukunft in Köln, das wurde ihm unmissverständlich mitgeteilt. Auch Andersson selbst, der schon nach der vergangenen Saison den Verein in Richtung Türkei verlassen wollte und dort bereits Verhandlungen mit dem Erstligisten Antalyaspor geführt hatte, sah seine Zukunft nicht mehr beim FC, war auf der Suche nach einem neuen Verein.

Nun könnte der 31-Jährige fündig geworden sein. Und zwar in Dänemark. Nachdem sich der Wechsel zum Zweitligisten Eintracht Braunschweig oder zu den Grasshoppers Zürich (Schweiz) nicht realisiert hatten, könnte es ihn nun zu Bröndby IF nach Kopenhagen ziehen. Dort soll er am Donnerstag bereits den Medizincheck absolviert haben, wie der „Express“ berichtet. Für beide Seiten wohl die beste Lösung. Es sei schon so, dass „Sebastian momentan ein Stück weit hinten dran ist“, hatte FC-Sportchef Christian Keller vor Kurzem gesagt. Tatsächlich dürfte Andersson, der beim FC noch bis 2023 unter Vertrag steht, bei der Konkurrenz im Kölner Sturm nur schwerlich auf Einsatzzeiten kommen. Hinter Anthony Modeste, Steffen Tigges und Florian Dietz hätte er sich wohl hinter drei ähnlichen Spielertypen wie er einordnen müssen. Neben den drei Stoßstürmern verfügt Baumgart in seinem Kader in Jan Thielmann, Tim Lemperle sowie Neuzugang Sargis Adamyan zudem über weitere Optionen in der Offensive.

Andersson gehört beim FC zu den Topverdienern

Würde der Wechsel tatsächlich vollzogen – der verletzungsanfällige Andersson müsste ja auch zunächst den Medizinchek bei Bröndby bestehen -, wäre das für den 1. FC Köln eine finanzielle Entlastung. Schließlich gehört Andersson mit rund zwei Millionen Euro Einkommen jährlich zu den Spitzenverdienern. Zwar erhielte der FC von den Dänen nur einen Bruchteil der 6,5 Millionen Euro Ablöse, die er vor zwei Jahren an Union Berlin überwies, doch zumindest könnte er so einiges an Gehalt einsparen, sollte sich Bröndby daran beteiligen. So scheint sich das eher unglückliche Kapitel Anderssons beim FC nach acht Toren in 47 Pflichtspielen dem Ende zuzuneigen.