“Wenn du solche Fehler machst, wird das nichts“ Die FC-Stimmen zum Partizan-Spiel

Köln · Nach dem schwachen Auftritt bei Partizan Belgrad äußerten sich Mannschaft und Trainer sehr selbstkritisch. Die Stimmen zum Spiel.

1. FC Köln: Die FC-Stimmen zum Partizan-Spiel
Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Nach der 0:2-Niederlage gegen Partizan droht dem FC das Europapokal-Aus. Nach der insgesamt schwachen Leistung äußerten sich Spieler und Trainer sehr selbstkritisch. Die Stimmen zum Spiel.

Steffen Baumgart: Wir haben viel Ballbesitz gehabt, wir haben viel nach vorne gespielt. Wir haben auch viel versucht, von dem umzusetzen, was wir geplant hatten. Wenn ich dann das erste Tor sehe, das kann man gar nicht beschreiben. Das zweite Tor ist dann ein abgewehrter Standard, bei dem wir wieder einen Schritt zu spät kommen. Ich fand jetzt nicht, dass uns der Gegner an die Wand gespielt hat. Sie hatten noch den Lattenschuss, wo wir aber eigentlich auch in Überzahl sind. Im Moment muss man sagen, dass es einfach eine schwere Situation ist. Aus dieser schweren Phase müssen wir uns herausarbeiten. Man muss ganz klar sagen, wenn du solche Fehler machst, dann wird das nichts. Und es ist nicht ja nicht das erste Eigentor, das wir ja machen. Auf Dauer kannst du das nicht bekämpfen. Man muss dann klarer im Kopf sein, das konzentriert, sauber zu Ende spielen. Man darf es dem Gegner nicht so einfach machen. Das zweite Tor passiert, das erste ist dann auch in dieser Situation zu einfach. Wir haben eine junge Mannschaft und wir müssen da jetzt durch. So geht es einfach nicht. Du kannst nicht alles haben, was dazu gehört, um ein solches Spiel zu gewinnen und am Ende verlierst du 2:0, weil du dir die beiden Dinger selbst machst. Das hat nichts mit Lernprozess zu tun. Das passiert einfach zu oft. Und darum gehen wir gerade heute auch als Verlierer vom Platz. Es war nicht gut.

Florian Kainz: Wir machen uns das Tor wieder selber, bekommen das zweite nach einer Standardsituation, das darf uns so nicht passieren. Vor allem nicht in der Häufigkeit, wie wir es in den letzten Spielen gehabt haben. Das muss man ganz klar abstellen, sonst werden wir hier keine Spiele mehr gewinnen. Die Situation ist natürlich nicht ganz einfach, wenn so viele Spieler fehlen. Partizan ist in beiden Spielen die abgezockte Mannschaft gewesen. Vielleicht fehlt uns da ein wenig Erfahrung. Jetzt haben wir noch zwei Spiele in diesem Wettbewerb, die wir positiv bestreiten wollen. Das Feuerwerk am Anfang war noch ganz cool, die Rauchentwicklungen waren dann einfach nur nervig.

Partizan Belgrad - 1. FC Köln
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Timo Hübers: Das war schon eine ziemlich bittere Pille. Wir sind schon sehr enttäuscht. Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, das Ergebnis aus dem Hinspiel noch zu drehen, um uns eine gute Ausgangslage in der Gruppe zu verschaffen. Das haben wir nicht geschafft und deswegen kann man hinter diese Reise auch kein Haken setzen. Ich will den Ball eigentlich klären, hole ihn auch gut runter und habe ihn gut liegen. Dann treffe ich den Ball völlig falsch. Der geht ganz klar auf meine Kappe. Nichtsdestotrotz haben wir dann noch 80 Minuten Zeit. Das hat sich irgendwie durch das ganze Spiel gezogen - mit den kleinen Fehlern. ES gibt so Tage. Wir hatten in den letzten zehn Minuten noch drei Aktionen. Dann wird es schwer gegen eine Mannschaft, die kein Interesse hat, am Spiel teilzunehmen. Wir können die anderen Spiele ja nicht beeinflussen. Wir können unsere beiden Spiele beeinflussen. Da werden wir versuchen, sechs Punkte zu holen. Ob wir dann noch eine Chance haben, weiß ich gerade noch nicht. Das Spiel am Sonntag ist schon richtungweisend für uns. In einer ähnlichen Situation waren wir vor einem Jahr auch, wo sich abgezeichnet hat, ob wir uns oben dran heften können oder wir im Mittelfeld stagnieren. Wir haben ein Heimspiel gegen Augsburg. Wir werden da mit voller Kapelle aufmarschieren.

Jonas Hector: Wir waren viel zu unsauber mit Ball. So haben wir nicht viele Chancen in der Offensive kreiert. Nach hinten haben wir dem Gegner zu viel geschenkt. Ich glaube schon, dass die die auf dem Platz gestanden haben, das besser können. Und das weiß auch jeder von uns. Wir müssen die einfachen Dinge wieder besser machen.

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