Die Stimmen zum FC-Spiel FC-Trainer Baumgart will Ausreden nicht gelten lassen

Freiburg · Gegen starke Freiburger hatte der 1. FC Köln am Sonntagabend so gut wie keine Chance. Nach dem 0:2 zeigten sich Trainer und Spieler enttäuscht. Ausreden wollte Baumgart aber nicht gelten lassen. Die Stimmen zum Spiel.

1. FC Köln: Die Stimmen zum FC-Spiel​ gegen Freiburg
Foto: dpa/Tom Weller

Das Aus in der Conference League, 0:2 gegen Freiburg verloren, der zwölfte Tabellenplatz - für den 1. FC Köln lief die Woche alles andere als gut. Nach der Pleite gegen Freiburg äußerten sich Spieler und Trainer.

Steffen Baumgart: Man kann die fehlende Frische sicherlich als Entschuldigung am Ende nehmen, man darf aber auch nicht vergessen, wie die Gegentore gefallen sind. In der Anfangsphase verteidigen wir einige Male mit Glück und Können. Dann haben wir aber auch zwei riesen Chancen. Einmal trifft Tigges den Ball nicht richtig, einmal schießt Skhiri über das Tor. Die müssen in so einem Spiel dann halt einfach rein. Wir haben es ja nach 20 Minuten ein wenig ausgeglichener gestaltet und haben dann auch vorne unsere Chancen gehabt. Freiburg hat gedrückt. Dann bekommst du einen Gegentreffer nach einem Konter, bei dem einiges bei uns nicht so funktioniert hat, wie es sonst funktioniert. Tigges muss in dieser Situation den Ball anders sichern, den Körper über den Ball bekommen. Das ist dann für die Innenverteidiger schwer zu verteidigen. Da hat die Restverteidigung nicht gestimmt. Einen solchen Konter zu bekommen, ist ärgerlich. Wir hatten trotzdem die Chance zum 1:1, Linton macht ihn nicht und dann bekommst du den Einwurf, die Flanke. Das sind dann einfach Fehler zu viel. Es sind ja keine großen Fehler, es sind aber Fehler, die der Gegner im Moment einfach ausnutzt. Dass ein Spieler vorne mal den Ball verliert, passiert, es wird halt gnadenlos ausgenutzt. Natürlich können wir dann die Ausrede „Frische“ nehmen, aber das gilt für Freiburg genauso. Deswegen lassen wir das auch nicht gelten. Wir machen zu viele Fehler. Jetzt hoffen wir, dass wir wieder schnell in die richtige Spur kommen.

Wir reagieren beim zweiten Gegentor zu spät. Es ist eine normale Spielsituation, das schieben wir nicht nur auf die Frische. Dass Freiburg den Einwurf schon mal schnell ausführt, war angesprochen. Es ist ärgerlich, dass beide Gegentore zu einfach fallen. Wir wollen nicht nach Ausreden suchen. Der Plan war, dass wir ein wenig tiefer stehen. Aber das liegt uns offensichtlich nicht. Wir haben dann nach 20 Minuten ein wenig höher geschoben. Dann hatten wir mehr Ballgewinne im Mittelfeld. Wir hatten schon drei, vier gute Ballgewinne, spielen dann aber nicht schnell genug nach vorne und dadurch wird es keine Torchance. Wir hatten dann aber auch einen besseren Zugriff. Am Ende hat Freiburg heute eine andere Qualität auf dem Platz gehabt. Was wir gut gemacht haben, haben wir nicht gut genug zu Ende gespielt. Meine Jungs sind in der Entwicklung. Uns fehlt schon ein wenig die Frische, vielleicht auch ein wenig das Quäntchen Glück.

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SC Freiburg - 1. FC Köln

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Wir brauchen nicht die aufzählen, die fehlen. Das sind einige. Die Jungs auf dem Platz haben alles gegeben. Die werden sich weiterentwickeln. Das ist dann auch ein Lernprozess. Es ist ärgerlich gegen eine Mannschaft mit dieser Qualität zu verlieren, aber keine Schande.

Marvin Schwäbe: Wir sind in der ersten Halbzeit über weite Strecken nur hinterhergelaufen. Wir haben kein Mittel gefunden. Wir gehen eigentlich mit einem relativ guten Gefühl in die Halbzeit. Dann kommst du raus und kassierst direkt zwei Tore, das ist natürlich nicht einfach. Wir haben das ja vorher analysiert. Wir wussten, was da auf uns zukommt. Und dann ist es schade, dass wir es nicht unterbinden konnten. Das müssen wir dann besser machen. Wir hatten einen guten Plan. Wir wollten das Zentrum zu machen, ein wenig tiefer stehen. Das hat ja auch über weite Strecken funktioniert. Es wurde nach einer halben Stunde von uns besser. Es ist eine hohe Belastung, da kommen dann noch die Verletzten zu. Wir hauen die beiden Spieler noch einmal alles raus.

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SC-Coach Christian Streich: Wir verstehen uns einfach sehr gut. Ich habe Steffen Baumgart gesagt, dass sie eine unglaubliche Mannschaft haben. Und das hat natürlich auch etwas mit Steffen zu tun. Weil sie eine brutale Mentalität haben. Und das hat man heute gesehen. Köln hat so viele Probleme mit verletzten Spielern und trotzdem tun sie zu jeder Zeit - egal, ob du 1:0 oder 2:0 führst, alles, damit sie das Spiel drehen können. Das ist außergewöhnlich.

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