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1. FC Köln: Die Stimmen zum Hoffenheim-Spiel

„Heute haben wir richtig auf den Sack gekriegt“ : 1. FC Köln: Die Stimmen zum Hoffenheim-Spiel

Mit dem 0:5 bei der TSG Hoffenheim hat die Euphorie rund um den 1. FC Köln einen ersten herben Dämpfer erlebt. Die Stimmen zum Spiel.

Der 1. FC Köln hat in der aktuellen Saison also den ersten herben Dämpfer erlebt. 0:5 unterlagen die Kölner der TSG Hoffenheim. So äußerten sich nach dem Spiel die Akteure:

Rafael Czichos: Verdient ist die Niederlage auf jeden Fall, weil Hoffenheim heute die Tugenden an den Tag gelegt haben, die wir sonst an den Tag legen. Sie haben uns hoch angelaufen, mit viel Aggressivität, haben uns im Spielaufbau gestört. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Individuelle Fehler, aber auch im Spiel nach vorne. Wir waren in den Zweikämpfen nicht aggressiv genug und immer einen Schritt zu spät gewesen. So kannst du hier nichts gewinnen. Dafür ist Hoffenheim zu spielstark. Es lag sicherlich auch sehr sehr an der TSG, dass das Spiel 5:0 ausgeht. Die Spielansetzung ist natürlich nicht optimal. Aber jede Mannschaft hat diese Probleme. Von daher dürfen wir das heute nicht als Ausrede nehmen. Dennoch sollte man sich darüber Gedanken machen.

Timo Horn: Man muss schon sagen, dass die Hoffenheimer eine sehr hohe Qualität in der Offensive an den Tag legen. Wir hatten aber auch keinen Zugriff auf das Spiel. Wir haben Hoffenheim spielen lassen, Kramaric beim ersten Gegentreffer spielen lassen. Das war überragend, aber diese Qualität haben sie. Da waren wir zu weit vom Mann weg. Der Doppelschlag direkt nach der Halbzeit hat das Spiel entschieden. Das war natürlich ein herber Nackenschlag in dem Moment. Gerade wenn man sich viel vorgenommen hat. Bim stand von 0:1 sind wir aus der Kabine gekommen, um das Spiel zu drehen. Genau das Gegenteil ist passiert. Hoffenheim hat uns heute einmal vorgeführt. Das muss man so akzeptieren. Heute haben wir richtig auf den Sack bekommen. Jetzt heißt es Mund abputzen, nicht lange drüber nachdenken und weiter geht’s.

Steffen Baumgart: Wir haben es heute nicht so auf den Platz bekommen, wie wir uns das vorstellen. Hoffenheim hat auch in der Höhe verdient gewonnen, weil wir die entscheidenden Zweikämpfe in den entscheidenden Phasen nicht gewonnen haben. Grundsätzlich waren wir nicht so im Spiel, wie wir uns das vorstellen. Und das können wir nicht. Wir können nicht nur zwei, drei Prozent weniger machen. Das funktioniert nicht. Es ist nicht so, dass die Jungs nicht wollten. Hoffenheim hat sehr viele Lösungen gehabt. Ich glaube, dass nicht nur die Jungs sondern auch wir als Trainerteam schneller auf die Dreierkette, Fünferkette hätten reagieren müssen. Das ist auch für mich ein Erfahrungswert. Wir werden das in Ruhe analysieren. Wir werden uns aber auch angucken müssen, was Hoffenheim in der Situation stark gemacht hat und was wir nicht gut gemacht haben. Es geht nicht um Ausfälle. Wenn ich zum Beispiel gesehen habe, wie Salih auf dem Platz gearbeitet hat. Salih hat ein gutes Spiel gemacht. Ich will auch gar nicht über Skhiri nachdenken. Dammit fange wir gar nicht erst an. Wir haben gesagt, wir haben einen breiten, guten Kader. Wenn ich sage, die Jungs haben es gut gemacht, wäre es Schwachsinn, aber wir haben einiges nicht gut gemacht, weil wir zu weit weg waren. Weil wir das, was uns über einen langen Zeitraum ausgezeichnet hat, nicht gemacht haben. Wir können sagen, das war in dem einen Spiel so. Ich glaube, dass wir daraus nicht nur lernen müssen, sondern auch die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Das gilt nicht nur für die Jungs, das gilt für uns genauso. Wir haken kein Spiel ab. Das sind Spiele, aus denen kannst du eine Menge lernen. Wir müssen lernen, dass wir gegen so einen Gegner in solchen Phasen auch mal den Arsch voll kriegen können. Trotzdem müssen wir weiter unseren Weg gehen.