Ehrentag 1. FC Köln feierte seinen 66. Geburtstag

KÖLN · "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran." So singt es Liedermacher Udo Jürgens. Am Donnerstag war es für den 1. FC Köln auch so weit.

 FC-Vizepräsident Toni Schumacher (r.) und Geschäftsführer Alexander Wehrle beim gemeinsamen Anschneiden des Kuchens zum gestrigen 66. Geburtstag.

FC-Vizepräsident Toni Schumacher (r.) und Geschäftsführer Alexander Wehrle beim gemeinsamen Anschneiden des Kuchens zum gestrigen 66. Geburtstag.

Foto: Meisenberg

Der am 13. Februar 1948 gegründete Club durfte sich über das kölsche Jubiläum von sechs mal elf Jahren freuen und feierte den Ehrentag über den Dächern von Köln in einem der drei Kranhäuser am Rheinauhafen nicht nur mit Kaffee und Kuchen, sondern mit einer Buchpräsentation.

"FC. Lebenslang", so lautet der Titel eines neuen Buches über den Geißbock-Club, in dem FC-Fans, berühmt oder nicht, eine Kurzgeschichte über ihre Leidenschaft und/oder besondere Bindung zu diesem außergewöhnlichen Club erzählen. Der in der letzten Woche verstorbene Jupp Röhrig oder der nach seinem Skiunfall im Koma liegende ehemalige Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher erzählen ebenso ihre Geschichte wie beispielsweise Handball-Legende Heiner Brand, Politiker Wolfgang Bosbach oder Kölsch-Rocker Wolfgang Niedecken.

"Man kann sich im Leben drei Dinge nicht aussuchen: Seinen Vater, seine Mutter und seinen Fußballverein", zitierte die Stimme von BAP eine Stelle aus dem eigenen Song "Woröm dunn ich mir dat eijentlich ahn?". Der Weg zurück zu einem "feinen Verein", wie die Mutter des in Düren aufgewachsenen Toni Schumacher den Club einst betitelte, ist weit. Das weiß der heutige Vizepräsident nur allzu gut.

"Die ersten Schritte sind gemacht. Mit Trainer Peter Stöger, Manager Jörg Schmadtke und Geschäftsführer Alexander Wehrle haben wir ein tolles Führungstrio. Aber es wartet noch ein weiter Weg auf uns", stellt Schumacher klar. "Nach vielen Fehlern in der Vergangenheit sind wir im Vorstand um Präsident Werner Spinner angetreten, um den FC wieder dahin zu bringen, wo er einmal war." An erster Stelle steht dabei natürlich die Rückkehr in die erste Liga. "Ich hoffe, die Auftaktniederlage gegen Paderborn war heilsam", wünscht sich der ehemalige Nationaltorhüter einen positiven Effekt nach der Pleite des Tabellenführers.

Ein dreifacher Punktgewinn in der nächsten Partie am Sonntag um 13.30 Uhr beim SV Sandhausen ist dementsprechend Pflicht. Trainer Stöger hat die Zügel im Training angezogen und Umstellungen angekündigt. Während Matthias Lehmann und Slavomir Peszko nach ihrer fünften Gelben Karte nicht zur Verfügung stehen, meldete sich Kapitän Miso Brecko nach seiner Kapselverletzung im gestrigen Training gesund zurück. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Buches kommen der FC-Stiftung zugute. Die im Jahr 2009 ins leben gerufene Initiative, will sich mit diversen Projekten der sozialen Verantwortung stellen.

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