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1. FC Köln gegen Union Berlin

„Ich bin nicht zufrieden“ : Stimmen zum FC-Spiel gegen Union

Zwar bleibt der 1. FC Köln nach dem 2:2 gegen Union Berlin im eigenen Stadion in dieser Saison weiterhin ungeschlagen, für den FC war aber auch der erste Sieg in der Bundesliga gegen die Eisernen möglich. Dementsprechend unterschiedlich fallen die Stimmen nach dem Spiel aus.

Deutlich überlegen und dennoch nur ein Punkt - lautet die nackte Bilanz des 1. FC Köln gegen Union Berlin. Für viele Fans fühlte sich der späte Ausgleich dennoch wie ein Siegtreffer an. Die Stimmen zum Spiel:

Benno Schmitz: Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Erfahrung gesammelt. Es ist immer schwer, wenn man direkt hinten liegt. Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen, haben dann direkt das 1:1 bekommen. Und dann ist es natürlich unglücklich mit dem Halbzeitpfiff das 1:2 zu bekommen. Dann ist es langer Kampf und harte Arbeit. Wir haben uns dann noch belohnt. Wenn der Schuss vom Kainzi noch reingeht, können wir hier vielleicht auch gewinnen.Das 2:2 war dann auch in Ordnung. Es ist natürlich ärgerlich. Aber wir spielen Fußball, Fußball von hinten raus. Da nehmen wir auch einmal einen Fehler in Kauf. Für das, was wir hinten rauspielen bekommen wir vielleicht vorne mehr Chancen, weil wir den Gegner locken. Tony ist natürlich gut drauf und tut uns allen sehr gut. Wir haben ja nicht nur Tony, Wir haben eine gute Offensive. Wir flanken gut und werden einfach gefährlich. Tony hat gerade einen guten Lauf und belohnt sich dafür. Es geht immer weiter.

Mark Uth: Ein Punkt ist okay. Wir haben uns zu Hause sicher mehr erhofft.  Wir haben bis zum Schluss auf Sieg gespielt. Wir haben uns in der ersten Halbzeit dem Spiel von Union ein wenig angepasst, hatten nach vorne auch keine Lösungen gehabt. Wenn wir aber über außen kommen und die Flanken reinbringen, dann sind wir immer gefährlich. Union hat es aber auch gut verteidigt. Sie machen die Tore durch unsere Fehler. Wir wollen weiter so mutig spielen. Steffen sagt ja auch, wir können ruhig Fehler machen. Im Endeffekt ist der Punkt in Ordnung.

Dejan Ljubicic: Wir sind glücklich, dass wir nicht verloren haben. Wir hatten uns viel vorgenommen, haben aber auch gewusst, dass Union eine Mannschaft ist, die hinten robust und sehr zweikampfstark ist. Am Ende können wir uns bei Tony bedanken. Man kann sagen, dass er unsere Lebensversicherung ist. Trotzdem ist es traurig, dass wir nicht drei Punkte geholt haben. Ich finde, wir haben nicht schlecht gespielt. Union hatte zwei Torschüsse und die waren drin. Wir müssen analysieren, was wir besser machen können. Aber wenigstens ein Punkt.

Steffen Baumgart: Am Ende sind wir froh, dass wir noch das Unentschieden gemacht haben. Ich finde auch, mehr als verdient. Wir waren in der ersten Halbzeit nah am 2:1 dran. Es war ärgerlich, dass wir nach der Führung direkt den Ausgleich bekommen haben. Die Jungs haben es bis dahin gut gemacht, Union nutzt den einen Fehler dann sehr gut aus. Die Jungs sind mutig dran geblieben, auch wenn Union die ein oder andere Konterchance hatte. Wir haben immer wieder versucht, uns Chance zu erarbeiten. Der Mut wurde am Ende belohnt. Ich finde auch, dass es ein gutes Fußballspiel war. Wenn mich aber einer fragt: Ich bin nicht zufrieden.

Jörg Jakobs: Das Thema Intensität hatten wir in den letzten Wochen schon, die war wieder da. Jetzt sind es Kleinigkeiten, die uns noch fehlen oder die wir entwickeln sollten und auch werden. Es ist das Muster von Union, aus wenig viel zu machen. Wir kommen noch nicht dahin, dass wir das Ganze so gut spielen, um Tore zu machen. Das ist aber eine Frage der Zeit. Man kann Dinge erzwingen, das geht nicht immer gut. In der letzten Viertelstunde sind wir aber wirklich gut und bringen nochmal Sachen auf den Platz, die andere Mannschaften dann nicht mehr bringen.