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Schulungen, Trainingslager, Scouting: 1. FC Köln geht Kooperation mit japanischem Erstligisten ein

Schulungen, Trainingslager, Scouting : 1. FC Köln geht Kooperation mit japanischem Erstligisten ein

Der 1. FC Köln treibt seine geplante Internationalisierung voran. Der Club geht mit dem japanischen Erstligisten Sanfrecce Hiroshima bis 2024 eine Kooperation in den Bereichen Sport und Management ein.

Das Ziel ist ambitioniert: Der 1. FC Köln will sich mittelfristig in der Top Ten der Liga etablieren. Bereits im Frühsommer hat der FC seinen Sieben-Jahres-Plan vorgestellt, mit dem dieses Ziel erreicht werden soll. Ein Schwerpunkt: Die Internationalisierung und damit das Erschließen neuer internationaler Märkte. Vorrangig in Japan, hieß es schon damals. „Wir bereiten in diesen Fällen eine Markteintrittsstrategie mit verschiedenen Maßnahmen vor. Da ist eine Clubkooperation eine Möglichkeit“, hatte FC-Finanzboss Alexander Wehrle im GA-Interview im Sommer gesagt.

Auf diesem Weg hat der FC nun einen weiteren Schritt gemacht. Der Verein geht mit dem japanischen Erstligisten Sanfrecce Hiroshima bis 2024 eine enge Kooperation ein. „Japan ist für uns in vielfältiger Hinsicht ein interessanter Markt. Wir werden die Kooperation nutzen, um unsere Expertise im Sport- und Managementbereich zu teilen, die Bekanntheit des FC im asiatischen Raum zu steigern und neue Partner zu akquirieren“, sagte Wehrle nun.

1. FC Köln will Nachwuchsföderung ausbauen

Unter anderem geht es bei der Zusammenarbeit im sportlichen Bereich um Trainerschulungen, Trainingslager und einen intensiven Austausch im Jugend- und Scoutingbereich an beiden Standorten. „Sanfrecce Hiroshima hat sich zum Ziel gesetzt, der beste Verein in Japan für die Ausbildung von jungen Fußballtalenten zu sein“, sagte Shingo Senda, Präsident und CEO von Sanfrecce Hiroshima. „Deshalb ist es für uns wichtig, das Training im Nachwuchsbereich kontinuierlich weiterzuentwickeln“.

Auch die Kölner Verantwortlichen betonen immer wieder, im Bereich der Nachwuchsentwicklung zur Elite der Liga gehören zu wollen. „Der 1. FC Köln ist in der Nachwuchsförderung top. Wir sind wir sehr zuversichtlich, dass uns die Erfahrungen und das Know-how aus Köln in diesem Bereich weiterhelfen werden“, so Senda. Für den FC geht es allerdings auch darum, sein Netzwerk weiter auszubauen. Dabei will Köln auch von der Strahlkraft ehemaliger FC-Profis profitieren. Unter anderem spielten Lukas Podolski, Pierre Littbarski und Frank Ordenewitz in Japan. Aber auch japanische Spieler wie Yasuhiko Okudera, Kazuki Nagasawa und Yuya Osako trugen das FC-Trikot.

Sanfrecce Hiroshima ist mehrfacher japanischer Meister

Der Club ist Gründungsmitglied der 1993 eröffneten japanischen J-League. Hiroshima wurde 2012, 2013 und 2015 Meister in Japan, 2018 folgte die Vizemeisterschaft. Zudem gewann der Verein vier Mal den japanischen Supercup. Aktuell belegt Hiroshima den elften Platz der J-League.