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50 000 Euro für guten Zweck: 1. FC Köln gewinnt den ersten Köln-Cup

50 000 Euro für guten Zweck : 1. FC Köln gewinnt den ersten Köln-Cup

Der 1. FC Köln hat den ersten PSD-Bank Cup gewonnen. Gegen Fortuna und Viktoria Köln setze sich der Bundesligist verdient durch. Der Erlös kommt der Obdachlosenhilfe zugute.

Da war es, das Lächeln von Steffen Baumgart. Nachdem der Trainer des 1. FC Köln vor der Länderspielpause mit einer Aussage über seinen positiven Gemütszustand für Heiterkeit sorgte, konnte man es dem Trainer der Geißböcke nun auch ansehen. Sichtbar entspannt schritt Baumgart über das Spielfeld. Zuvor ging der Kappenträger in die Hocke – er streichelte über den Rasen. „Das ist ein Ritual und ich freue mich jedes Mal, das machen zu können“, sagte Baumgart. Es ist die Routine, die den FC in den vergangenen Wochen auszeichnete. So auch beim PSD-Bank Cup im Sportpark Höhenberg. Denn beim 0:0-Unentschieden gegen Fortuna Köln und dem anschließenden 1:0-Sieg gegen Viktoria Köln zeigte der FC einen engagierten Auftritt und gewann damit das erstmals ausgetragene Turnier der besten Kölner Fußballvereine.

„Grundsätzlich haben die Jungs das sehr, sehr gut gemacht“, lobte Baumgart vor allem die Einstellung seines Teams. Gegen die Fortuna schickte Baumgart in den ersten 45 Minuten des Abends mit Florian Dietz, Maximilian Schmitz und Winzent Suchanek drei Nachwuchsspieler aufs Spielfeld. In Abwesenheit der Nationalspieler führte Salih Özcan das Team als Kapitän im gewohnten 4-1-3-2-System an. Der 23-jährige Sechser, der in der bisherigen Bundesliga-Saison erst 98 Minuten zum Einsatz kam, zog das Spiel immer wieder über die Mitte auf. Offensive Impulse kamen jedoch über die Außen. Der wiedergenesene Tim Lemperle ließ sich häufig nach außen fallen. Und im Zusammenspiel mit U19-Talent Suchanek schaffte es der FC immer wieder gefährlich vor das Tor von Fortuna-Torhüter Felix Bühr. Doch der mit drei Nachwuchsspielern besetzten FC-Elf fehlte gegen den Regionalligisten die Abstimmung. Die größte Chance zur Führung vergab Sturmtalent Dietz, der schon zehn Tore in neun Regionalligaspielen erzielt hat, in der 26. Minute. Alleine vor dem Tor von Fortunas Keeper Bühr vergab der 23-Jährige und schoss knapp rechts vorbei. Nur wenig später chipte Özcan den Ball auf Dietz, der erneut freistehend vor dem Tor vergab.

Dennoch zeigte sich Baumgart zufrieden. „Mach mehr draus, alles gut“, meinte Baumgart. „Aber ich fand es erstmal sehr, sehr gut, wie wir’s gemacht haben.“ Ein besonderes Lob bekamen die Talente. „Gerade auch bei den jungen Spielern hat man gesehen, dass da einiges Positives auf uns zukommen kann in der Zukunft.“ Denn auch der eingewechselte Simon Breuer mit seinem Lattentreffer in der 37. Minute und Top-Talent Justin Diehl konnten sich mit guten Aktionen zeigen. Am Ende blieb es im ersten Spiel des Abends beim torlosen 0:0.

Für die abschließenden 45 Minuten gegen die Viktoria rüstete Baumgart schließlich auf. Anthony Modeste, Sebastian Andersson und Mark Uth verstärkten die Offensive und schlossen sich den durchspielenden Kingsley Ezihibue, Kingsley Schindler, Luca Kilian, Timo Hübers, Marvin Schwäbe, Lemperle und Özcan an. Dennoch tat sich der Bundesliga-Sechste gegen den heimstarken Drittligisten schwer. Der FC bestimmte das Spiel, verpasste aber nach Chancen von Uth (18.) und Andersson (30.) die Führung. Der zweifach stark parierende Marvin Schwäbe, der für FC-Stammtorhüter Timo Horn im Tor stand, hielt dem FC auf der anderen Seite den Kasten sauber.

50 000 Euro für die Obdachlosenhilfe

Unter Einhaltung der 3G-Regeln sahen rund 5000 Zuschauer aus allen drei Fanlagern einen unaufgeregten Turnierabschluss.

Uths Freistoß von halbrechts leitete dann den einzigen Kölner Treffer des Abends ein. Der lange Schlag des Linksfußes landete bei Viktorias Torwart Elisa Bördner. Dieser wehrte den Ball vor die Füße des eingewechselten Jorge Meré ab, der in der 41. nur noch einschieben musste.

„Ich finde, wir haben sehr, sehr gute Ballgewinne gehabt“, resümierte Baumgart zufrieden. Der Turnier-Gewinn komme am Ende nicht unverdient. „Insgesamt fand ich die Leistung gut und das ist das, was wir sehen wollen.“ Mit vier Punkten setzte sich der FC damit bei der inoffiziellen Kölner Stadtmeisterschaft vor Viktoria Köln durch. Die Gastgeber hatten ihr erstes Spiel gegen die Fortuna mit 2:0 gewonnen.

Doch am Ende ging es um mehr als den sportlichen Erfolg. Der gesamte Erlös des PSD-Bank Cups von 50 000 Euro wird an die Obdachlosenhilfe der Stadt fließen, erklärten die Vereine im Nachgang.