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1. FC Köln: Ismail Jakobs freut sich auf Spiel gegen FC Bayern München

Bayern-Duell am Wochenende : 1. FC Köln-Spieler Ismail Jakobs freut sich auf die Bayern

Obwohl FC-Spieler Ismail Jakobs in dieser Spielzeit noch nicht mit Toren oder Assists aufwarten kann, ist der Außenspieler einer der Kölner Leistungsträger. Gegen die Bayern will sich Jakobs auch für Olympia und die U21-EM-EM empfehlen.

Die reine Statistik ist überschaubar – zumindest für einen vermeintlichen Offensivspieler. 15 Liga-Einsätze, kein Treffer, kein Assist. Und doch ist Ismail Jakobs beim FC zu einer festen Größe gereift. Der 21-Jährige spielt in den taktischen Plänen von Markus Gisdol eine übergeordnete Rolle.

Wenn auch der zählbare Erfolg ausbleibt. „Wir haben eine relativ defensive Ausrichtung, in der wir erst einmal hinten gut stehen wollen. Dementsprechend ist es für uns Außenspieler und generell offensiv relativ schwer, Akzente zu setzen“, sagt Jakobs. „Wir befinden uns aber im Abstiegskampf. Da ist es verständlich, dass wir erst einmal hinten dicht machen wollten.“

Im Vorjahr feierte Jakobs unter Achim Beierlorzer sein Profidebüt, der Durchbruch gelang dem 21-Jährigen aber unter Gisdol – vor allem aufgrund seiner offensiven Ausrichtung. Nun ist das Eigengewächs in der Defensive fest eingeplant.  „In der Fünferkette spiele ich oft gegen Gegner, gegen die ich mit Defensivaufgaben vertraut bin“, sagt Jakobs. „Ich spiele aber gerne auf der Position. Ich kann ja auch Akzente nach vorne setzen.“ Die sind in dieser Spielzeit bislang noch rar. Das weiß auch der Außenspieler. „Grundsätzlich kann ich noch nicht zufrieden sein, weil ich mir andere Ziele gesetzt habe“, sagt Jakobs und ergänzt: „So ist aber die Situation.“

Mit dieser Situation meint Jakobs die defensiven Vorgaben des Trainers. Am Wochenende hatte es Spekulationen über eine Diskrepanz zwischen Spielern und Trainer über die taktische Ausrichtung gegeben. Daran will sich Jakobs nicht beteiligen. „Der Trainer ist immer offen für Vorschläge von uns. Im Endeffekt entscheidet aber er, wie und in welcher Formation aufgestellt wird.“

Jakobs will sich beweisen

Zwar fühlt sich Jakobs auf der Position wohl, wirklich auszeichnen konnte er sich bislang aber auch nicht. In den vergangenen Wochen wirkte der Spieler blass, mitunter gehemmt. Dabei ist gerade diese Spielzeit für Jakobs ganz besonders wichtig. Der 21-Jährige kann sich für die Olympischen Spiele in Tokio empfehlen. „Natürlich ist Olympia mein großes Ziel. Aber das entscheidet der Nationaltrainer“, so Jakobs. „Ich habe beim FC die Chance, mich ins Rampenlicht zu spielen.“

Aktuell nutzt Jakobs diese Chance nicht. Und auch gegen die Bayern wird der Nachwuchsspieler mit Defensivaufgaben vertraut sein. Dass Gisdol eine offensive Ausrichtung wählt, ist so gut wie ausgeschlossen. „Generell mag ich es gegen große Namen zu spielen. Ich mag die Herausforderung“, sagt Jakobs. „Wenn ein Leroy Sané oder ein Kingsley Coman kommen, drücke ich mich sicher nicht davor. Im Gegenteil: Ich will diesen Spielern Probleme bereiten.“

So wie im Hinspiel, als sich unter anderem Bayern-Verteidiger Benjamin Pavard über den erfrischenden Auftritt der Kölner, allen voran aber über den von Jakobs ärgerte. Denn der 21-Jährige lieferte ausgerechnet gegen den Rekordmeister sein bestes Saisonspiel ab. Doch Jakobs ist auch realistisch genug, den Tabellenführer nicht zu unterschätzen. „Gegen die Bayern gibt es eigentlich ja nur Bonuspunkte. Alles außer einer Niederlage wäre eine Überraschung“, sagt Jakobs. „So werden wir natürlich nicht in das Spiel reingehen. Denn eigentlich kannst du ja nur gewinnen.“

Für Jakobs ist auch das Bayern-Duell eine Chance, sich für die U21-EM im März zu empfehlen. Und für mögliche neue Arbeitgeber. Zwar hat der Youngster noch Vertrag bis 2024, dennoch wurde in den vergangenen Wochen bereits über ein Abgang des 21-Jährigen spekuliert. Rund zwölf Millionen Euro könnte der Akteur dem klammen FC in die Kassen spülen. „Das ist so eine Sache, über die ich mir in der jetzigen Situation überhaupt keine Gedanken mache“, sagt Jakobs. „Wir befinden uns mitten im Abstegskampf. Da habe ich aktuell andere Sachen um die Ohren.“