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1. FC Köln: Jhon Cordoba vor Wechsel nach Berlin

1. FC Köln sucht Alternativen : Kölner Stürmer Jhon Cordoba vor Blitz-Transfer

Nach der Begegnung gegen Altglienicke stehen die Vorzeichen bei Jhon Cordoba auf Abschied. Der Angreifer liebäugelt mit einem Wechsel nach Berlin.

Die Umarmungen fielen nach dem 6:0-Erfolg über die VSG Altglienicke im DFB-Pokal besonders herzlich aus. Spätestens als Angreifer Jhon Cordoba jeden einzelnen FC-Akteur nach der Begegnung gegen den Regionalligisten intensiv in die Arme nahm, war klar, hier verabschiedet sich die Kölner Klassenerhaltsgarantie der vergangenen Spielzeit.

Zu diesem Zeitpunkt war das aber keine große Überraschung mehr. Cordoba hatte bereits vor dem Spiel FC-Trainer Markus Gisdol um eine Art Freigabe gebeten. „Jhon ist auf uns zugekommen und hat darum gebeten, nicht von Beginn an zu spielen, weil er in Verhandlungen mit anderen Vereinen steht“, sagte Gisdol bei Sky.

So belief sich Cordobas Aktivität an diesem Tag auf den sechsfachen Torjubel, der bei Salih Öczans 5:0 besonders engagiertausfiel, Cordoba reckte den Daumen in die Höhe, sowie die intensive Verabschiedung nach dem Spiel. Immerhin staubte ein VSG-Reservespieler das wohl letzte FC-Jersey des Kolumbianers ab und versteckte es fast schon schüchtern unter seinem Kapuzenpulli.

Cordoba wohl vor Wechsel nach Berlin

Offenbar steht Cordoba vor der Verpflichtung bei Hertha BSC Berlin. Die Hauptstädter unterlagen am Freitagabend im Pokal überraschend Eintracht Braunschweig 4:5. Der ehemalige Kölner Angreifer und heutige BSC-Coach Bruno Labbadia hat spätestens aus der Pleite seine Lehren gezogen. Jetzt könnte es mit Cordoba ganz schnell gehen. Die Kölner wünschen sich rund zehn Millionen Euro plus den Tausch von Mittelfeldspieler Ondrej Duda. Berlin will den 25-Jährigen loswerden, die Leistungen des Talentes waren zuletzt stagniert. In die Kölner Planungen könnte der Tscheche jedoch passen. Vor allem, wenn es tatsächlich nicht zu einer Rückkehr von Mark Uth kommt.

Alternative für Cordoba

Der Abgang von Jhon Cordoba wird für die Kölner ein schmerzlicher sein. 13 Tore erzielte der bullige Stürmer in der vergangenen Spielzeit und war damit eine Art Erstligagarantie. Auch der Erfolg über Altglienicke zeigte, dass die Kölner auf Cordobas Position handlungsbedarf haben. Zwar erzielte der FC sechs Treffer, doch es fehlte die Bindung an den Sturm. Alleine drei Treffer fielen nach Standardsituationen. Mit Sebastian Andersson haben die Kölner laut "Kicker" aber schon eine Alternative in der Hinterhand. Der Angreifer von Union Berlin erzielte in der vergangenen Saison zwölf Treffer und soll rund sechs Millionen Euro kosten. Auch der Bochumer Silvère Ganvoula ist weiterhin ein Thema.